Veränderte Gottesdienstordnung

gottesdienstordnung

seit dem 1. Advent


Das Presbyterium hat sich einen Vorschlag des Ausschusses für Theologie, Gottesdienst und Kirchenmusik zu eigen gemacht und beschlossen, die Ordnung unseres Gottesdienstes zu ändern. Es ist eine geringfügige Änderung, aber sie betrifft eine prominente Stelle im Gottesdienst: nämlich dessen Anfang.
Bisher begannen unsere Gottesdienste nach dem Orgelvorspiel und einem biblischen Vers mit den Bekanntmachungen, die Presbyter oder Lektorin vortrugen. Hier reihten sich manchmal recht viele reichlich "irdische" Meldungen und Informationen aneinander: Kollektenergebnisse und –zwecke samt Erläuterungen, Veranstaltungsinfos, der Hinweis auf die Kassettenaufzeichnung und anderes mehr. Die meisten dieser Informationen sind sinnvoll und notwendig; aber sie wären an einer anderen Stelle innerhalb des Gottesdienstes besser untergebracht. Besonders einleuchtend ist das sicher bei den Veranstaltungshinweisen: Wann sich welcher Kreis in der beginnenden Woche trifft und was in der Woche Besonderes geplant ist, das ist ja eine Verabredung ("Wann sehen wir uns wieder?"), die ihren natürlichen Ort eher gegen Ende des Gottesdienstes hat. Dann kann man sich's wahrscheinlich auch besser merken… Darum stehen die Bekanntmachungen nun zwischen dem Schlusslied und der Segensbitte. Sie werden wie gehabt von einem/-r Presbyter/-in übernommen. Nur die Stelle im Gottesdienst hat sich geändert.
Die Kollektenzwecke kämen hier zu spät: Man muss ja wissen, wofür im Klingelbeutel und dann am Ausgang gesammelt wird. Deshalb erfolgt die Kollektenansage (für beide Sammlungen) unmittelbar vor der Klingelbeutel-Kollekte. Die Summen der vorangegangenen Kollekten werden gar nicht mehr im Gottesdienst verlesen, sondern mit einem Dank auf den Handzettel am Ausgang geschrieben.
Auf diese Weise wird die Aufmerksamkeit und innere Sammlung, die das Orgelvorspiel bewirken möchte, nicht durch allerlei Bekanntgaben gleich wieder zerstreut, sondern kommt dem wichtigsten Anliegen des Gottesdienstes zugute: Der Verkündigung der frohen Kunde vom in Jesus Christus nahen Gott. So steht jetzt nach dem Orgelvorspiel als erstes gesprochenes Wort das Bekenntnis, in wessen Namen wir versammelt sind und auf wen wir unser Vertrauen setzen ("Im Namen Gottes…" und "Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn…"). Dann folgt das erste Lied und es geht in der gewohnten Weise mit Gebet und Lesung weiter.
Nur wenn ein auswärtiger Pfarrer den Gottesdienst hält, der der Gemeinde noch nicht gut bekannt ist, soll der Presbyter/Lektor ihn nach dem Orgelvorspiel begrüßen: Das ist höflich, und die Gottesdienst-Gemeinde will ja auch wissen, wer da predigt.
Die geplante Änderung der Gottesdienstordnung wurde bei der Gemeindeversammlung am 6. November vorgestellt und erläutert; sie wird seit dem 1. Advent nun zunächst "erprobt". Das ist so üblich und bedeutet: Wir feiern unsere Gottesdienste bis auf weiteres nach der neuen Ordnung. Nach etwa einem Jahr wird das Presbyterium sich wieder mit diesem Thema beschäftigen, wird besprechen, welche Erfahrungen wir gemacht haben, und gegebenenfalls die Änderung beschließen.
Wenn Sie auch Ihre Meinung zu dieser kleinen Änderung der Gottesdienstordnung sagen wollen, freue ich mich. Bitte sprechen Sie mich an!

Wolfram Witthöft



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