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für den 11.12.2017

Der HERR segne dich und behüte dich.

4.Mose 6,24

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RASPuS

Geschichte der RASPUS

Die Seelsorgebewegung hatte und hat zum Ziel, Seelsorge als zentrales Anliegen kirchlichen Handelns hervorzuheben.

Sich um Menschen und ihr Menschsein zu sorgen, ist für Christen wesentlicher Bestandteil ihres Glaubens. In der Seelsorge gehen Menschen aufeinander zu, nehmen sich in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit wahr, nehmen aneinander Anteil und stehen einander bei. Dabei geben sie Gottes Beziehung zu den Menschen im Zusammenhang des menschlichen Umgangs miteinander Raum.

Seelsorge ist Ausdruck von Gottes- und Nächstenliebe.
Die Seelsorgebewegung leistet bis heute einen besonderen Beitrag in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Menschen, die in verschiedenen Bereichen Seelsorge ausüben. Unter anderem hat sie das Modell "Klinische Seelsorgeausbildung (KSA)" entwickelt.
Lernziele sind vor allem:
persönliches Wachstum, Stärkung in Glauben und Spiritualität, Kommunikationsfähigkeit mit Einzelnen und in Gruppen und Gesprächsführung. Zur methodischen Umsetzung dienen aktuelle Praxis und deren Reflexion in der Gruppe sowie Selbsterfahrung, begleitende Supervision und Auseinandersetzung mit theologischen und humanwissenschaftlichen Theorien.

Praxisorientierte seelsorgliche Ausbildung wurde für Theologen schon 1908 in den USA gefordert und 1925 durch den Pfarrer Anton Boisen erstmalig durchgeführt.
In den 60er Jahren kam die Klinische Seelsorgeausbildung (KSA) auch ins Rheinland.
Jörg Wieners führte 1969 erstmals Kurzkurse für VikarInnen am Predigerseminar Essen durch, Ingo Neumann bald danach 6-Wochen- Kurse am Predigerseminar Bad Kreuznach.
In den 70er Jahren bildete sich eine Gruppe von KSA-Supervisoren, die inzwischen auch für Pfarrer und kirchliche MitarbeiterInnen Kurse anboten. Bald kamen auch katholische Seelsorger hinzu, so dass diese Arbeit eine ökumenische Prägung erhielt.

Ein nächster Schritt war, sich in einem Arbeitskreis zusammenzuschließen, um Strukturen für die Seelsorgearbeit in den Kirchen zu schaffen.
Erstmals wurde 1980 im Tannenhof Remscheid ein KSA-Tag durchgeführt.
Aus dieser Tradition entstand der jährlich stattfindende "Tag der Seelsorge". Gleichzeitig wurde auch der Versuch gemacht, angebotene Kurse zu koordinieren.

1985 gelang die Gründung der Rheinischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Seelsorgeausbildung (RAKSA) unter der Federführung von Helmut Weiß.
Um die Institutionalisierung der KSA im Rheinland voranzutreiben, legte man Wert auf eine Satzung, regelmäßige Sitzungen mit Tagesordnung und Protokoll, Mitgliedsbeitrag und Leitungskreis.
1988 wurde die Basis der RAKSA verbreitert. Nicht nur SupervisorInnen, sondern alle an Seelsorge Interessierten konnten Mitglieder werden. Die Zahl stieg rasch auf über 200 Mitglieder.

1995 wurde die Notwendigkeit erkannt, der Arbeitsgemeinschaft eine Vereinsstruktur zu geben.
Der Verein erhielt den Namen Rheinische Arbeitsgemeinschaft für Seelsorge, Pastoralpsychologie und Supervision e.V. (RASPuS).



© 2017, Raspus - Rheinische Arbeitsgem. für Seelsorge, Pastoralpsychologie und Supervision e.V.
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