Statistik
Mitgliederschwund und reiches kirchliches Leben
Die evangelische Kirche auf dem Hunsrück und an der Mittelmosel verliert weiter an Mitgliedern. Die Zahl der Austritte steigt, die Aufnahmen nehmen dagegen nur leicht zu. Dennoch ist die Region weiterhin geprägt von einem reichen kirchlichen Leben.Weiter ansteigend ist die Zahl der Kirchenaustritte. 2008 verließen 117 Menschen im Kirchenkreis Simmern-Trarbach die evangelische Kirche, 26 mehr als im Jahr zuvor. 2006 waren es 76 Personen, die aus der evangelischen Kirche austraten. Dieser Mitgliederschwund konnte durch die Aufnahmen nicht ausgeglichen werden. 2008 wurden im Kirchenkreis 68 Menschen Mitglied der evangelischen Kirche, 2007 waren es 81. Auch hier bewegt sich der Kirchenkreis im landeskirchlichen Durchschnitt, wo ebenfalls mehr Menschen die Kirche verließen als aufgenommen wurden.
Trotz dieser insgesamt negativen Entwicklung ist das kirchliche Leben im Hunsrück und an der Mittelmosel nach wie vor vielfältig, wie die große Anzahl von kirchlichen Amtshandlungen zeigt. 2008 gab es im Kirchenkreis Simmern-Trarbach 390 Taufen (2007: 375), 378 Konfirmationen (2007: 401), 105 Trauungen (2007: 112) und 400 Beerdigungen (2007: 467). Daneben gibt es in den 48 Kirchengemeinden 30 Kinder- und 18 Jugendkreise, 19 Eltern-Kind-Gruppen und es wurden 24 Kinderbibeltage angeboten.
Nach wie vor hoch ist der Gottesdienstbesuch im Kirchenkreis Simmern-Trarbach, der deutlich über dem landeskirchlichen Durchschnitt liegt. So besuchten im Kirchenkreis 2008 im Schnitt 5,2 Prozent der Gemeindemitglieder den Gottesdienst (2007: 5,7 Prozent), der landeskirchliche Schnitt lag 2008 bei drei Prozent. Damit gehören der Hunsrück und die Mittelmosel zu den Regionen in der rheinischen Kirche mit dem höchsten Gottesdienstbesuch. Insgesamt wurden im Kirchenkreis 2008 2590 Gottesdienste gefeiert, 2007 waren es fast 3000.
Besonders gut besuchte Gottesdienste gab es traditionell am Heiligen Abend, wo im Kirchenkreis 2008 42,5 Prozent der Gemeindemitglieder in die Kirche gingen, und damit rund doppelt so viele wie im landeskirchlichen Durchschnitt. Deutlich über dem Schnitt der Landeskirche war auch der Besuch am Erntedankfest, das in den ländlichen Regionen gerade im Hunsrück nach wie vor eine hohe Bedeutung hat. Hier besuchten 2008 im Schnitt 12,8 Prozent der Gemeindemitglieder den Gottesdienst, in der gesamten rheinischen Kirche waren es 4,4 Prozent. Bedeutend ist auch das Kollektenaufkommen im Kirchenkreis. 2008 wurden in den Gottesdiensten im Hunsrück und an der Mosel insgesamt 336.532 Euro gesammelt.
Wichtig für die Arbeit der Kirche ist die ehrenamtliche Mitarbeit. 2008 waren 2171 Menschen unentgeltlich im kirchlichen Rahmen tätig. Das sind sechs Prozent der Gemeindemitglieder. Und diese Arbeit ist vor allem von den Frauen geprägt, denn 74 Prozent der ehrenamtlich Tätigen sind weiblich.
Dieter Junker
18.01.2008
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