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Von links: Horst Hörpel, Christa Joppien, Marcus Harke, Klaus Eberl und Kirsten Arnswald
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Von links: Horst Hörpel, Christa Joppien, Marcus Harke, Klaus Eberl und Kirsten Arnswald

Evangelische Erwachsenenbildung 

Bildung ist wichtige Aufgabe der Kirche

Das Evangelische Erwachsenenbildungswerk feierte sein 40jähriges Jubiläum. Von der Landesregierung gab es ein großes Lob für die Arbeit des Bildungswerks.

Simmern. Auf 40 Jahre kann das Evangelische Erwachsenenbildungswerk (eeb) Rheinland-Süd zurückblicken. Viel war von Bildung die Rede bei der Jubiläumsfeier in Simmern. „Kirche ohne Bildung geht nicht, und Protestantismus ohne Bildung geht überhaupt nicht“, so Oberkirchenrat Klaus Eberl von der Evangelischen Kirche im Rheinland. Denn, so das Mitglied der Kirchenleitung, „Glaube bleibt mager, wenn er nicht durch Bildung gewürzt wird.“ Darum sei Erwachsenenbildung eine wichtige Aufgabe der Kirche, ist Eberl überzeugt.

Lob gab es von der Landesregierung. „Die 40 Jahre Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Rheinland-Süd waren erfolgreich, denn das Werk hat sich immer wieder verändert und auf die Herausforderungen der Zeit reagiert“, so Rainer Christ vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Für ihn war es die Rückkehr an einen vertrauten Ort, denn er war Ende der 70er-Jahre als Zivildienstleistender in Simmern beim eeb Rheinland-Süd tätig.

Für Rainer Christ erfüllt die evangelische Erwachsenenbildung eine ganz wichtige Aufgabe im Land. „Die evangelische Erwachsenenbildung leistet im Land einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft“, ist er überzeugt und verweist dabei auf die aktuellen Veranstaltungen des Werks. „Hier geht es um demografische Entwicklung, um ökologische Fragen und das Gespräch zwischen den Religionen, wovon die Gesellschaft profitiert“, so Rainer Christ.

Dies unterstrich auch die kommunale Seite. „Das eeb Rheinland-Süd ist ein wichtiger Partner beim lebenslangen Lernen“, so Rainhard Klauer, der 1. Kreisbeigeordnete des Rhein-Hunsrück-Kreises. Das Ziel der Arbeit sei der mündige Mensch, und hier würden den Menschen neue Perspektiven eröffnet, betonte er.

Dieses Wirken in die Gesellschaft hinein sei eine wesentliche Aufgabe von evangelischer Erwachsenenbildung, war Klaus Eberl überzeugt. Christen müssten Verantwortung übernehmen für die Schöpfung. Denn: „Das Evangelium drängt aus dem sakralen Raum hinaus auf den Marktplatz und in die Welt und entfaltet dort politische Wirkung“, so der Oberkirchenrat. Und dies erfordere auch Bildung.

Viele waren nach Simmern gekommen, um hier das Jubiläum zu feiern, darunter auch der Gründungsvorsitzende Dr. Dieter Bach, der nach der Gründung 1971 das Werk entscheidend prägte und später dann Direktor der Evangelischen Akademie Mülheim an der Ruhr und Vorsitzender der Evangelischen Akademien in Deutschland wurde. Und Horst Hörpel, Superintendent des Kirchenkreises Simmern-Trarbach und Vorstandsvorsitzender des eeb Rheinland-Süd, war sich sicher: „Die Zeiten evangelischer Erwachsenenbildung haben sich stark verändert in diesen 40 Jahren, aber die fundamentale Aufgabe ist geblieben.“

Dieter Junker


08.10.2011


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