Hier können Sie Kontakt aufnehmen Hier können Sie nach Artikeln oder Personen suchen Hier gelangen Sie zur Sitemap zurück zur Startseite
Superintendent Hörpel und die Synode
kein Großformat vorhanden

Superintendent Hörpel und die Synode

Kreissynode 

..und wieder Strukturveränderungen

Die Kreissynode diskutierte über die Vorgaben der Landeskirche zur Personalplanung und zur Verwaltungsstrukturreform. Außerdem ging es um den Bericht des Superintendenten und die Berichte der Gemeinden sowie um den Haushalt.

Lötzbeuren. Die Protestanten auf dem Hunsrück und an der Mittelmosel stellen sich den anstehenden Strukturveränderungen. Das Geld wird wohl in Zukunft knapper, auch die demografische Entwicklung ist spürbar. Das sorgt für Veränderungen. Zum neuen Jahr schließen sich mehrere Kirchengemeinden im Kirchenkreis Simmern-Trarbach zusammen, die regionale Zusammenarbeit gewinnt daneben immer größere Bedeutung. „Wir wollen zeigen, dass wir als kleinster Kirchenkreis gut aufgestellt sind und unsere Besonderheiten und Chancen für kirchliches Leben im ländlichen Raum nutzen“, so Superintendent Horst Hörpel bei der zweitägigen Kreissynode in Lötzbeuren.

Strukturfragen beschäftigen schon länger den Kirchenkreis Simmern-Trarbach. Grund sind diesmal zwei Vorgaben aus der Landeskirche für die Personalplanung und für eine Verwaltungsstrukturreform. Gerade letztere sorgte für heftige Debatten in Lötzbeuren, da viele Synodale befürchten, dass bei einer geforderten schlankeren und effizienteren Verwaltungsstruktur das Kreiskirchenamt in Kirchberg gefährdet sein könnte. Der Superintendent wies allerdings darauf hin, dass im Kirchenkreis viele der Vorgaben der Landeskirche, was eine effiziente Verwaltungsstruktur angehe, bereits im Kirchenkreis umgesetzt sei, so bei der Jugendarbeit oder der Zusammenarbeit mit den Gemeinden in Finanzfragen. Dennoch: Die Mehrheit der Kreissynode forderte die Landessynode auf, im Frühjahr 2012 noch keinen Beschluss zu fassen, sondern die zukünftige Verwaltungsstruktur weiter zu diskutieren.

Dennoch zeigt sich der Kirchenkreis offen für strukturelle Veränderungen. Die Kirchengemeinden Dickenschied, Womrath, Woppenroth und Rohrbach schließen sich zusammen, ebenso Ohlweiler und Ravengiersburg sowie im kommenden Jahr Lötzbeuren, Raversbeuren und Irmenach. Auf der Kreissynode wurden zudem die Vereinbarungen für ein gemeinsames Gemeindeamt für Irmenach, Lötzbeuren, Raversbeuren, Traben-Trarbach und Wolf unterzeichnet, das zum Jahresbeginn seine Arbeit aufnehmen soll.

Bis 2014 soll im Kirchenkreis auch das neue kirchliche Finanzwesen, die Doppik, eingeführt werden. Dazu wurde von der Synode der Stellenplan um eine Vollzeitstelle aufgestockt sowie Gelder aus der landeskirchlichen Finanzausgleichsrückstellung, die der Kirchenkreis ausgezahlt bekommt, für dieses Projekt vorgesehen. Einstimmig verabschiedete die Kreissynode auch den Etat für 2012 mit einem Gesamtvolumen von rund 6,9 Millionen Euro.

Der Superintendent machte allerdings auch deutlich, wie wichtig es ist, dass die evangelische Kirche auch weiterhin bei den Menschen wahrgenommen werde. „Zentrale kirchliche Großveranstaltungen wie der Kreiskirchentag an der Nunkirche sind sicher Highlights. Aber im Alltag geht es darum, vor Ort erkennbar und fröhlich unseren Glauben zu leben und unsere Schätze, die 60 historischen Dorfkirchen als Zeichen gelebten Glaubens wieder stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken“, so Horst Hörpel vor der Synode. Dabei schlug er vor, die Dorfkirchen auch unter der Woche zu öffnen, neue Fördervereine zu gründen und die Arbeit zu vernetzen.

Im Blick auf die Großdemonstration der Friedensbewegung vor 25 Jahren im Hunsrück erinnerte die Kreissynode dankbar an das damalige Engagement vieler Christen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, ermutigte die Gemeinden, sich auch heute für diese Fragen einzusetzen und sagte allen Initiativen, die hieran arbeiten, die Unterstützung der evangelischen Kirche zu.

Dieter Junker

 


28.12.2011


© EKiR.de 2011

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung