von links: Superintendent Horst Hörpel, NKF-Lenkungsgruppen-Leiter Andreas Nehls, NKF-Projektleiter Jürgen Reuter, Amtsleiter Andreas Eck und der externe Berater Georg Mohr
Verwaltung
Das Neue Kirchliche Finanzwesen kommt
Die Evangelische Kirche im Rheinland stellt ihr Finanzwesen um, von der Kameralistik auf die kaufmännische Buchführung. Bis 2014 soll das „Neue kirchliche Finanzwesen“ (NKF) auch im Kirchenkreis Simmern-Trarbach eingeführt sein.„Bei dem neuen kirchlichen Finanzwesen geht es nicht nur um eine andere Buchungstechnik, sondern auch um ein verändertes Planen gemeindlicher Arbeit“, so Pfarrer Andreas Nehls (Sohren), der Vorsitzende der NKF-Lenkungsgruppe im Kirchenkreis. Es sei ein großes Projekt, das der Kirchenkreis und die Kirchengemeinden vor sich haben.
Und die Vorarbeiten dafür hätten schon begonnen, wie Andreas Nehls in Kirchberg betonte. So wurde bereits eine Lenkungsgruppe berufen, die Kreissynode in Lötzbeuren Anfang November stellte für die Einführung des neuen Finanzwesens zudem ein Budget von rund 300.000 Euro zur Verfügung und der Kassenwalter im Kreiskirchenamt, Jürgen Reuter, wurde zum Projektleiter bestimmt. Gemeinsam mit dem evangelischen Gemeindeverband Koblenz und den Kirchenkreisen An Nahe und Glan und Obere Nahe wurde außerdem ein Projektverbund gebildet, um gemeinsam die Umstellung zu bewältigen. „Die Vorarbeiten laufen bereits“, so Nehls.
„Die Einführung eines neuen Finanzwesens bringt nicht mehr Geld in die Kirchenkassen, aber es ermöglicht eine bessere Haushaltssteuerung“, erläuterte Georg Mohr von der arf Gesellschaft für Organisationsentwicklung in Hannover, die als externer Berater das Projekt begleiten wird, die Nutzen der Umstellung. Mit dem NKF wolle man erreichen, dass die gemeindliche Kirchenarbeit effektiv („Die richtigen Dinge tun“) und effizient („Die Dinge richtig tun“) wird. „Die Haushaltssteuerung soll auf neue Beine gestellt werden, mit dem Ziel, das Ganze im Blick zu haben“, so Mohr. Die Schwerpunkte der Gemeindearbeit sollten auch die Schwerpunkte der Gemeinderessourcen sein, das sei der Kern des NKF.
Im kommenden Jahr stehen entscheidende Vorarbeiten an, betonte Jürgen Reuter in Kirchberg. Ab Frühjahr beginnt die Vermögenserfassung und –bewertung in den Gemeinden und im Kirchenkreis, gleichzeitig wird im Kreiskirchenamt die Umstellung der Buchführung vorbereitet, ein erstes Musterhaushaltsbuch soll erstellt, die Verwaltungsabläufe sollen zudem überprüft werden. „NKF wird also Auswirkungen auch auf die Gemeinden haben, schon 2012 und nicht erst 2014“, so Andreas Nehls.
„Die finanziellen Mittel stehen uns nicht uneingeschränkt zur Verfügung“, so Superintendent Horst Hörpel. Darum müssten die Gemeinden entscheiden, wo sie die begrenzten Ressourcen einsetzen würden. „Ich hoffe, dass dieses neue kirchliche Finanzwesen uns dazu Möglichkeiten an die Hand gibt, dass wir dies dann effektiv tun können“, so Hörpel.
Dieter Junker
28.12.2011
© EKiR.de 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung



















