Die Siegergruppe mit ihrem Flimmerhannes.
Jugendarbeit
10 Jahre Flimmerhannes
Zum zehnten Mal wurde in Simmern der Jugendvideopreis „Flimmerhannes“ im Pro-Winzkino verliehen. Gewonnen hat ihn diesmal „Camera Obscura“, eine Jugendgruppe aus dem Kirchenkreis Simmern-Trarbach mit ihrem Film „alea iacta est – Das Spiel des Lebens".Zehn Jahre Flimmerhannes, das sind auch zehn glamouröse Abende, zehn prächtige Events im Hunsrück. 1999 wurde dieser Jugendfilmwettbewerb ins Leben gerufen. Einer der Initiatoren war damals Roland Unger, der im Jugendcafé in Simmern beschäftigt war und dem es darum ging, junge Videokünstler aus dem Hunsrück oder von der Mosel zu fördern und ihnen gleichzeitig einen Rahmen zu bieten, ihre Produktionen einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Der „Flimmerhannes“ war geboren. Und er erfreut sich seit dieser Zeit großer Beliebtheit. Dann Jahr für Jahr nehmen viele Jugendliche im Alter von sechs bis 27 Jahren daran teil und zeigen ihre mit viel Engagement, Liebe und großem Ideenreichtum produzierten Kurzfilme.
Davon konnten sich auch beim zehnten Wettbewerb die zahlreichen Zuschauer überzeugen. Es war eine breite Vielfalt, die die Filme bestimmte. Die Jugendgruppe NoTabu der evangelischen Kirchengemeinde Bell zeigte „Mission Joghurt“, in dem die junge Felizitas geschickt einen Joghurtdieb enttarnt. VideoWorkWeek, zwei Filmgruppen, die in einer Sommerfreizeit entstanden, zeigten einmal „Die Natur der Alpen“ mit eindrucksvollen Landschaftsszenen und Einblicken in die Tier- und Pflanzenwelt der Alpen, zum anderen in „Adventure Games“, wie ein Junge in die Welt der Computerspiele versinkt. „Das Spiel des Lebens“, der spätere Siegerbeitrag einer Jugendgruppe von der Mosel und aus dem Hunsrück, erzählte vom Sinn des Lebens und den einzelnen Entscheidungsmöglichkeiten, die jeder darin hat. Die Klasse 5e, mittlerweile aber bereits die 6e, der IGS Kastellaun ließ in „Die trollischen Streitschlichter“ Trolle aus Norwegen Jugendlichen auf dem Schulhof den Spiegel vorhalten, um sich selbst zu erkennen. Und die katholische Jugendprojektgruppe Kirchenzoo aus Buch und Mörz nahm vier Freundinnen mit auf einen Zeitsprung durch das Dorf Buch.
Keine leichte Aufgabe für die Jury, hier einen Sieger zu küren. Mit ihrer Bildgestaltung und der Erzähltiefe überzeugte schließlich „Camera Obscura“. Auf den zweiten Platz kam „Die Natur der Alpen“, den dritten Preis erhielt die Gruppe der IGS Kastellaun. Den Zuschauerpreis teilten sich „Camera Obscura“ und die Jugendprojektgruppe Kirchenzoo. Und die zufriedene Bilanz von Jury-Mitglied Harald Kosub: „Es war in diesem Jahr passend zum Jubiläum der beste Flimmerhannes aller Zeiten.“ (dj)
03.12.2009
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