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Werkstatt-Tag
"Christliche und muslimische
Begleitung im Krankenhaus"
Zentrum Köln- Mülheim (Luther-Notkirche)
Veranstaltung
des Dt. Evang. Kirchentages
in Kooperation mit
der "Gesellschaft für interkulturelle Seelsorge
und Beratung"
mit Sitz in Düsseldorf
und
dem "Christlich-islamischen Forum" -
einer Initiative der
"Christlich-islamischen Gesellschaft" (CiG)
mit Sitz in Köln.
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Die Veranstaltung war so angelegt, dass es zunächst in einer Arbeitsphase
von 11:00 - 13:00 Uhr
um praxisnahe Theorie ging.
In seiner Einführung beschäftigte sich Dr. Martin Sauer,
Fachhochschule der Diakonie, Bielefeld, mit möglichen Verständnisvarianten
von 'religiöser Begleitung' allgemein, sowie mit religiösen
Bedürfnissen von Seiten der (christlichen und auch muslimischen)
PatientInnen, - soweit es darüber in Deutschland überhaupt relevante,
krankenhaus-soziologische Aussagen gibt.
Er ergänzte auch Zahlen über Verweildauern, Krankenhausaufenthalte
und Sterbestatistiken muslimischer und nicht-muslimischer PatientInnen.
Die geänderten/sich rasant verändernden wirtschaftlichen Betriebsbedingungen
von Krankenhäusern wurden ausgeführt, zugespitzt auf die Zeitvorgaben
und Zeit'räume' für persönliche Mitarbeitenden / PatientInnen-Kontakte
unter diesen Bedingungen.
Von daher wurden einige Linien ausgezogen, wie und warum auch die Institution
Krankenhaus Interesse an religiöser Begleitung haben könnte.*
Pfr. Helmut Weiß, Vorsitzender der Gesellschaft für interkulturelle
Seelsorge und Beratung, Düsseldorf, sprach dann über Grundlagen christlicher
Seelsorge im Krankenhaus heute.
Er lud zu einem imaginären Gang durch ein Krankenhaus ein. Mittlerweile,
nach 35 Jahren Erfahrung rund um Krankenhausseelsorge, auf die er als
Pfarrer und Supervisor zurückblicken kann, ist es zumindest in den
Eingangshallen der meisten Krankenhäuser so, dass "Seelsorge"
dort 'sichtbar' wird, am Rande zumeist, aber immerhin: sie ist Bestandteil
der Krankenhausarbeit geworden.
Er machte hier aber auch den Unterschied deutlich zwischen Krankenseelsorge
und Krankenhaus-seelsorge, zwischen der Rolle von Gemeinde-pfarrerInnen,
die im Krankenhaus 'Besuche' machen, und Krankenhaus-SeelsorgerInnen,
die dort in die Institution von Kirche entsandt sind und sich dort verortet
haben bzw zu verorten hatten und immer wieder haben.
In einem Besuchszimmer selbst sind dann sehr unterschiedliche Situationen
von und für Seelsorge vorhanden, auch im Blick auf die 'Adressaten'
dort.
Die Situationen von besonderer Tiefe sind dann sicher die, in denen das
Zusammengehen von Situation und Glauben erlebbar wird.
In dem direkten Kontakt wird die eigene Auseinandersetzung mit Leid und
Leiden unvermeidlich, auf der PatientInnen-Seite sowohl als auch auf der
SeelsorgerInnen-Seite.
Die glaubensmäßige Basis hier ist bei christlicher Seelsorge
dann deutlich in dem Leiden Jesu gegeben, seinem Vorbild im Leiden-Tragen
und im Hoffen und 'Überwinden'.
Auch die Situation 'nachher', nach dem Verlassen dieses Ortes, ist oft
relevant für die Seelsorgenden. Die möglichen Rückblicke
und Auswertungen bestärken oft und stützen, sind nicht nur belastend.
*
Der islamische Theologe Ali Topcuk, Duisburg, referierte dann über
Grundlagen muslimischer Hilfe bei Krankheit.
Eine Tradition der Begleitung bei Krankheit, aus Glauben und auf Glauben
hin, hat es im Islam immer gegeben. Ali Topcuk zitierte dazu einen Hadith,
der das ('unerkannte') Dienen Gottes im Hilfsbedürftigen herausstellt.
[nebenbei: dieser Hadith und Mt 25 -'Gleichnis vom Weltgericht'-
gehen nahe zusammen; er ist u.a. im Buch
'Ethik und Praxis des Helfens in verschiedenen Religionen' im Artikel
von Jallaludin Rakhmat zitiert, sowie in 'Medizin, Psychologie und Beratung
im Islam' von Dr. U. Elsdörfer im Helmer Verlag]
Auf dem Hintergrund dieser lebendigen Tradition ist es aber bisher
nicht zur einer Ausdifferenzierung von eigenständiger Seelsorgelehre
in der Theologie gekommen bzw zu einer ausdifferenzierten und professionalisierten
Seelsorge(ausbildungs)praxis.
Er verwies auch auf den wichtigen theologischen Akzent, dass die Auseinandersetzung
mit Krankheit im Glauben sich letztlich um die Annahme dreht, dass also
der ganze Komplex der Leidensnachfolge, wie beim christlichen Glauben
im Bezug auf das vorbildhafte Leiden Jesu, keine Rolle spielen könne.
Wichtig war ihm auch, auf Glaubensdeutungen aus Volksfrömmigkeit
heraus einzugehen, die -zumal bei Krankheit- manchmal nicht in Übereinstimmung
mit dem Koran sein können. Hier wäre es Aufgabe von Seelsorge,
auf die stützenden Ausagen des Koran hinzuleiten und die Chancen
der Differenzierung von manchen vlkstümlichen Deutungen zu nutzen.
Er hält eine seelsorgliche Spezialisierung im Kontext von Migration
für wünschenswert und sieht es so, dass bisher psychologische
und soziologische/sozialpsychologische Kenntnisse wohl gesehen, aber nicht
recht in eine Praxis von Glaubensbegleitung bei Krankheit hinein vermittelt
worden sind.
( Die Differenzierung zwischen 'Kranken-Seelsorge' und 'Krankenhaus-Seelsorge'
ist in der gegenwärtigen Situation muslimischen Lebens in Deutschland
noch schwer zu treffen.)
Ali Topcuk hält in der Tendenz und in Teilen eine Art von Adaption
von Ausbildung und Praxis der sog. klinischen Seelsorge für wünschswert
und erhofft sich hier Kooperationen. *
In der abschließenden Podiumsrunde kamen zu den den Vortragenden
noch Johannes Kappetein, Supervisor, Aachen als katholischer Kollege,
Ayten Kilicarslan, Beratungs- und Fortbildungszentrum muslimischer
Frauen, Köln (DITIB), sowie Wilhelm Sabri Hoffmann, Vorsitzender
der Christlich-islamischen Gesellschaft Köln, aus Rheine, hinzu, sowie
in der Schlussphase auch Fragen bzw Anregungen und kritische Nachfragen
aus dem Publikum.
Die Frage nach (qualifizierter) Ehrenamtlichkeit und / oder Professionalisierung
bei muslimischer Krankenhausseelsorge im deutschen Kontext wurde hier
diskutiert.
Ebenso kam die hilfreiche Rolle von Imamen, vor allem bei theologischen
Entscheidungsfragen, zur Sprache. Es wurden aber auch Befürchtungen
geäußert, ob Imame bei aller guten teologischen Ausbildung
in den hier gefragten Bereichen nicht auch ihre Grenzen haben könnten
im Blick auf Vertrauensfragen, Genderfragen und Fragen von Beziehungsnähe.
Stark betont wurden die traditionellen Wege, über Familie, Freunde
und Glaubensgeschwister Kontakt und Glaubensstützung bei
Krankheit zu bekommen.
Alle betonten den Willen zur Gemeinsamkeit bei den nächsten
Schritten, Zurüstungsprojekte zu entwerfen und anzugehen.
Die Moderation am Morgen hatte Pfr. Dr. Karl Federschmidt, Wuppertal,
Beauftragter für chr.-islam. Dialog der Evang. Kirche in Wuppertal.
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Die Moderation im Nachmittagsblock dieses Werkstatt-Tages -14.30 -
18.00 Uhr- hatte zunächst Pfr. i. R. Klaus Temme, Düsseldorf,
Leiter der Planungsgruppe der Gesellschaft für interkulturelle Seelsorge
und Beratung, e.V.
Er stellte den ganzen Nachmittag nochmals unter die Gesamtintention
der Veranstaltung, dass Zeit und Raum und Wege zur Verfügung
gestellt werden sollten, dass 'beide Seiten' sich die jeweiligen Ansichten
zum Thema möglich plastisch transparent machen könnten.
So sollte zunächst die Fallbesprechungsrunde einen Eindruck
von Fallarbeit im Sinne klinischer Seelsorgeausbildung geben und parallel
dazu auch Hilfe abrufen durch die Kommentare von muslimischer Seite zu
dem Handeln der christlichen KollegInnen.
Eine Gruppe arbeitete an einem Fall im Umfeld von Tod und Sterben, der
Rolle der Angehörigen, sowie der Art der Stützung und des Kontaktaufbaus
der christlichen Seelsorgerin.
Eine andere Gruppe arbeitete an einem Beispiel einer ethischen Entscheidungsproblematik.
Es schien nachher so, dass -bei Wahrung der Grenzen einer direkten religiösen
Begleitung- doch viel an Stützung und Begleitung durch Nähe
und Verständnis möglich ist - und im alltäglichen Ablauf
der Krankenhausarbeit auch in dieser Weise 'gelingen' kann.
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Die nächste Nachmittagsrunde brachte Beispiele für christlich-muslimische
Zusammenarbeit bei der Begleitung von Patientinnen und Patienten im Krankenhaus,
vorgestellt aus
Ländern ringsum Deutschland herum,
nach dem Motto "was gibt es denn eigentich schon alles?".
England ('United Kingdom'):
Frau Qaisra Khan, staatl. Gesundheitsversorgung in Oaxley, Süd-Ost
London, Koordinatorin der ‚Seelsorge'-Versorgung für alle Nutzenden der
Gesundheitsversorgung dort.
Frau Khan gab zunächst einen Überblick über die Strukturen
für Krankenhausseelsorge in England. Seit Ende des 2. Weltkrieges
ist die Krankenhausseelsorge in der Gesetzgebung für das englische,
staatliche Gesundheitswesen und alle, die es nutzen, verankert. Es gibt
zur Ausbildung ein eigenes 'College', also eine Ausbildungsstätte
mit Universitätsrang, die diese Zusatzausbildung für 'Seelsorge'arbeit
im Gesundheitssystem für diejenigen anbietet, die eine theologische
Ausbildung ihrer Religion/Denomination schon absolviert haben. Beide Abschlüsse
sind später Einstellungsvoraussetzung, sowie die ständige Weiterqualifizierung
nach gesetzlich vorgegebenen Standards und Rahmenbedingungen. Offizielle
Fachkommissionen mit qualifizierten Vertretern der verschiedenen Religionen
und Denominationen schreiben diese Standards fort.
Jede Person, die das Gesundheitswesen nutzt (in Krankenhäusern, Tageskliniken,
Ambulanzen oder bei häuslicher Pflege und Begleitung) hat ein Anrecht
auf geistliche Begleitung je nach ihrer Religion und durch eine Fach-Person
ihrer Religion.
Frau Khan berichtete außerdem von ihrer Koordinierungsarbeit in
einem Sektor im südöstlichen Außenbereich von London (Oaxley).
Ihre Stabsstelle ist dort erst vor 5 Jahren eingerichtet worden, um die
Präsenz und den Einsatz von entsprechenden Personen zu planen und
zu gewährliesten, zugleich aber auch, um Bedürfnisse zu erheben
und neue 'Antworten' auf festgestellte Bedürfnisse strukturieren
zu können. Ihre Stelle ist so konzipiert, dass sie bewusst keine
religöse Organisation (Gemeinschaft / Kirche / Dachverband etc) repräsentiert,
auch wenn sie gläubige Muslima ist, und dass sie auch keiner religiösen
Stelle/Organisation Rechenschaft schuldet, sondern dass sie mit einem
'frischen Außenblick' die Lage analysieren, bewerten und Angebote
entwerfen soll. So wird ein neuer Schritt sein, Angebote spiritueller
Begleitung für Psychiatire-PatientInnen zu beginnen, die selbst religiöse
Bedürfnisse nach Begleitung haben, dies aber nicht im Rahmen von
traditionellen Organisationen wünschen. *
Österreich:
Frau Andrea Saleh, IGGÖ, Wien
Frau Saleh ist einerseits Frauenbeauftragte der Islamischen Glaubens-Gemeinschaft
in Österreich (IGGÖ), andererseits Leiterin und Koodinatorin
für die islamische Seelsorge in Wien.
Die Struktur in Österreich kann hierbei darauf zurückgreifen,
dass der Islam dort seit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg eine staatlich
anerkannte Religion (z.B. auch mit eigenen Lehr- und Ausbildungsstätten,
wie für Religonsunterricht, Kindergärten u.a.m.) ist. Dadurch
gibt es eine Tradition und Repräsentanz des Islam auf der Ebene gesellschaftlicher
Strukturen schon sehr lange.
Für den Aufbau von Seelsorge konnte somit vor über 15 Jahren,
als diese Arbeit (wohl als älteste, strukturierte Arbeit dieser Art
in Europa ! ) begann, auf diese Rechtslage, aber auch auf diese Reputation
zurückgegriffen werden.
Dennoch gibt es im Grunde keine staatliche Finanzierungsabsicherung für
hauptamtliche islamische Seelsorge. Es gibt eine Gruppe speziell ausgebildeter
Ehrenamtlicher, die ihren Einsatz in ein bis zwei Großkrankenhäusern
macht und dort tageweise auf den Stationen arbeitet, - in enger Kooperation
mit den dort tätigen katholischen und evangelischen Fachkräften
(wobei in Wien der Bevöklerungsanteil von Muslimen höher ist
als von Evangelischen). Der Zugang zu muslimischen PatientInnen bzw zu
entsprechenden Angaben/Listen bereitet keine Probleme.
Diese Kooperation gibt es auch im Bereich der Ausbildung: interessierte
und geeignete Personen durchlaufen eine Ausbildung im Rahmen der
Methodik der sog. klinischen Seelsorgeausbildung.
Wichtig war/ist auch, dass für eigene Gebetsräume Sorge getragen
wurde. Im größten Wiener Krankenhaus ist es so, dass im Eingansbereich
-und deutlich wahrnehmbar- die Räume für die katholischen, evangelischen,
jüdischen und muslimischen gottesdientlichen Handlung jeweils nebeneinander
liegen. Diese Anordnung drückt so auch zugleich die dahinterliegende
theoretische/theologische Einstellung von Gleichrangigkeit und Gemeinsamkeit
in einem respektvollen Nebeneinander und in respektvoller Nähe aus.
*
Niederlande:
Pfr. Ari van Buuren, Seelsorger, Universitätsklinik Utrecht.
Der evang. Krankenhauspfarrer Ari van Buuren berichtete von der speziellen
Abteilung für spirituelle Begleitung am Universitätskrankenhaus
von Utrecht, die er leitet und die er vor über 10 Jahren nach seinen
Plänen aufzubauen begann. Die multireligiöse Situation in den
Niederladen hatte, nach der niederländischen Phase der Entkolonialisierung
und der Phase der Zuwanderung von ArbeitsmigrantInnen, diesen Schritt
sinnvoll und nötig erscheinen lassen.
Es arbeiten dort im Seelsorge-Team inzwischen 10 fest eingestellte Fachkräfte,
jeweils aus evangelischer, katholischer, mulimischer, hinduistischer und
humanistischer Herkunft. Eine Ausbildung und Qualifizierung geschieht
in unterschiedllichen Instituten; sie ist aber Voraussetzung der Mitarbeit.
Die Finanzierung findet Unterstützung zT vom Staat, zT vom Krankenhaus.
Das Konzept beruht auf dem Gedanken der Religionspluralität und prinzipiellen
Nähe und Ebenbürtigkeit aller religiösen Einstellungen.
Es wird bewußt ein 'geographisches' Einsatzkonzept gepflegt, bei
dem eine Person, die spirituelle Begleitung anbietet, für einen bestimmten
Krankenhausbereich und alle Menschen dort zuständig ist, egal wie
der religiöse Hintergrund dieser Begleitung anbietenden Person ist.
Auch bei dem "Stille-Zentrum' ist es so, dass es für alle religiösen
Einstellungen gemeinsam als gottesdienstlich/meditativer Raum gedacht
und gebaut ist.
Dieses Konzept hat internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren.
*
Deutschland:
Frau Dorothee Schuld, Kath. Krankenhaus-Seelsorgerin, Köln
Die Kölner katholische Krankenhausseelsorgerin berichtete von einem
Projekt, das sie sehr stark betrieben und entwickelt hatte, das derzeit
aber 'auf Eis gelegt' ist. Sie stellte damit zugleich auch unsere deutsche,
kontrastierende Realität dar.
In ihrem Arbeitsbereich hatte es sich vor längerer Zeit so ergeben,
dass sie, als katholische Seelsorgerin in einem evangelischen Krankenhaus,
sehr viele Kontakte zu muslimischen Patientinnen hatte. Durch ihre anderweitigen
Verbindungen im Rahmen des christlich-islamischen Dialogs stellte sich
heraus, dass eine Gruppe von muslimischen Frauen zu Besuchen im Krankenhaus
bereit war. Diese Gruppe bildete sie in Grundlagen der Gesprächsführung
aus und bereitete sie auf die Arbeit im Krankenhaus vor. Es gab für
besondere Sitationen auch Absprachen mit einem Imam. Das Ganze hatte zunächst
die Zustimmung sowohl des evangelischen Kollegen als auch der Krankenhausleitung.
Es entstanden aber Irritationen, die bis heute nicht genau klärbar
waren/sind. Es erscheint im Rückblick so, dass möglicherweise
Mitarbeitende (auch wohl muslimische) aus dem Krankenhaus selbst über
die Weitergabe von Namen oder andere Dinge Befremden empfanden, so dass
in gegenseitigem Einvernehmen dies Projekt zunächst 'auf Eis gelegt'
wurde. * (1)
__________
Auch dieser Block wurde mit einer Diskussionsrunde,
moderiert von Dr. Ulrike Elsdörfer, Königsstein i.T., abgeschlossen.
Teilnehmer waren Pfarrer, Supervisor und hauptberuflicher Seelsorgeausbilder
Helmut Weiß (ev.), Pastoralreferent, Supervisor und Krankenhausseelsorger
in Köln Bruno Heßeler (kath.), der stellv. Vorsitzende der
CiG und engagierte Förderer des christlich-islamischen Dialogs gerade
zu diesem Themenbereich Rainer Schwarz, sowie der Mainzer Psychiater Dr.
Ibrahim Rüschoff, Vorsitzender des Fachausschusses Soziales des Zentralrats
der Muslime in Deutschland.
In einem konstruktiven und von guten gegenseitigen Erfahrungen geprägten
Austausch waren sich alle einig, dass es an diesem Thema weitergehen muss
- und auch wird. Kooperationsbereitschaft war allenthalben da.
Inhaltlich ging es nochmals um Aspekte von Ehrenamtlichkeit und Professionalisierung,
- mit einer Tendenz zu Ehrenamtlichkeit im derzeitigen Kontext.
Aus dem Publikum kamen ergänzende Statements, kritische Hinweise
und Wünsche.
Eine junge Theologiestudentin aus Norwegen, die ihre Examensarbeit zu
den Realitäten unseres Themenbereiches in Norwegen schreibt, war
eigens wegen dieses Tages zum Kirchentag gekommen; sie berichtete von
gegenwärtigen Startbewegungen in Norwegen, - dort auch von Gesundheitsbehörden
gewünscht und in Auftrag gegeben.
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Zahlen
morgens deutlich mehr als 100
nachmittags I: zweimal je etwa 25
nachmittags II: bis zum Ende hielten 35 'Getreue' durch !!
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Dank an:
alle KooperatorInnen, den DEKT, die CiG (Köln), die Beratungsstelle
Wuppertal der EKvW und EKiR, die Mülheimer Evangelische Gemeinde,
Frau Szava und Herrn Pfarrer Szava und ihrer Gruppe, und an alle HelferInnen,
die bei der Technik und die in der Halle, und last but not least an Reiner
Schwarz, Dortmund, der in der Projektgruppe der Vorbereitung diesen Tag
wesentlich mit angeregt und geprägt hat!
Die ganze "Nebenzentrum-Atmosphäre" dieses kleinen, aber
feinen (etwas versteckten) Veranstaltungszentrums mit Teehaus (auch hier
"Dank an alle HelferInnen"!) und open-air-restaurant [Dank an
den Friedenskorch Jalil Schwarz und seine Helfenden!] hat sicher der konstruktiven
Arbeit und Begegnung gut getan - und wohl auch dem Anspruch, auf Augenhöhe
zu sein und zu bleiben!
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Bilder
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die * markierten Texte sind Startbestandteil einer Sammlung,
- an eine Zusammenstellung und mögliche Publikation ist gedacht.
(1) dieser Text ist zu finden in: Bernd Neuser (Hg.) Dialog im Wandel
/ Der christlich-islamische Dialog. Anfänge - Krisen - Neue Wege / Neukirchener
Verlag Paperback - 184 Seiten 3. Auflage 2007
Bericht dieser Seite: K. Temme
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