31. Dt. Evang. Kirchentag Köln 2007
31st Evang. Kirchentag Cologne 2007


Werkstatt-Tag

"Christliche und muslimische
Begleitung im Krankenhaus"

Zentrum Köln- Mülheim (Luther-Notkirche)

Veranstaltung des Dt. Evang. Kirchentages

in Kooperation mit

der "Gesellschaft für interkulturelle Seelsorge und Beratung"
mit Sitz in Düsseldorf

und

dem "Christlich-islamischen Forum" - einer Initiative der
"Christlich-islamischen Gesellschaft" (CiG)

mit Sitz in Köln.
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Die Veranstaltung war so angelegt, dass es zunächst in einer Arbeitsphase von 11:00 - 13:00 Uhr
um praxisnahe Theorie
ging.

In seiner Einführung beschäftigte sich Dr. Martin Sauer, Fachhochschule der Diakonie, Bielefeld, mit möglichen Verständnisvarianten von 'religiöser Begleitung' allgemein, sowie mit religiösen Bedürfnissen von Seiten der (christlichen und auch muslimischen) PatientInnen, - soweit es darüber in Deutschland überhaupt relevante, krankenhaus-soziologische Aussagen gibt.
Er ergänzte auch Zahlen über Verweildauern, Krankenhausaufenthalte und Sterbestatistiken muslimischer und nicht-muslimischer PatientInnen. Die geänderten/sich rasant verändernden wirtschaftlichen Betriebsbedingungen von Krankenhäusern wurden ausgeführt, zugespitzt auf die Zeitvorgaben und Zeit'räume' für persönliche Mitarbeitenden / PatientInnen-Kontakte unter diesen Bedingungen.
Von daher wurden einige Linien ausgezogen, wie und warum auch die Institution Krankenhaus Interesse an religiöser Begleitung haben könnte.*

Pfr. Helmut Weiß, Vorsitzender der Gesellschaft für interkulturelle Seelsorge und Beratung, Düsseldorf, sprach dann über Grundlagen christlicher Seelsorge im Krankenhaus heute.
Er lud zu einem imaginären Gang durch ein Krankenhaus ein. Mittlerweile, nach 35 Jahren Erfahrung rund um Krankenhausseelsorge, auf die er als Pfarrer und Supervisor zurückblicken kann, ist es zumindest in den Eingangshallen der meisten Krankenhäuser so, dass "Seelsorge" dort 'sichtbar' wird, am Rande zumeist, aber immerhin: sie ist Bestandteil der Krankenhausarbeit geworden.
Er machte hier aber auch den Unterschied deutlich zwischen Krankenseelsorge und Krankenhaus-seelsorge, zwischen der Rolle von Gemeinde-pfarrerInnen, die im Krankenhaus 'Besuche' machen, und Krankenhaus-SeelsorgerInnen, die dort in die Institution von Kirche entsandt sind und sich dort verortet haben bzw zu verorten hatten und immer wieder haben.
In einem Besuchszimmer selbst sind dann sehr unterschiedliche Situationen von und für Seelsorge vorhanden, auch im Blick auf die 'Adressaten' dort.
Die Situationen von besonderer Tiefe sind dann sicher die, in denen das Zusammengehen von Situation und Glauben erlebbar wird.
In dem direkten Kontakt wird die eigene Auseinandersetzung mit Leid und Leiden unvermeidlich, auf der PatientInnen-Seite sowohl als auch auf der SeelsorgerInnen-Seite.
Die glaubensmäßige Basis hier ist bei christlicher Seelsorge dann deutlich in dem Leiden Jesu gegeben, seinem Vorbild im Leiden-Tragen und im Hoffen und 'Überwinden'.
Auch die Situation 'nachher', nach dem Verlassen dieses Ortes, ist oft relevant für die Seelsorgenden. Die möglichen Rückblicke und Auswertungen bestärken oft und stützen, sind nicht nur belastend. *

Der islamische Theologe Ali Topcuk, Duisburg, referierte dann über Grundlagen muslimischer Hilfe bei Krankheit.
Eine Tradition der Begleitung bei Krankheit, aus Glauben und auf Glauben hin, hat es im Islam immer gegeben. Ali Topcuk zitierte dazu einen Hadith, der das ('unerkannte') Dienen Gottes im Hilfsbedürftigen herausstellt.
[nebenbei: dieser Hadith und Mt 25 -'Gleichnis vom Weltgericht'- gehen nahe zusammen; er ist u.a. im Buch 'Ethik und Praxis des Helfens in verschiedenen Religionen' im Artikel von Jallaludin Rakhmat zitiert, sowie in 'Medizin, Psychologie und Beratung im Islam' von Dr. U. Elsdörfer im Helmer Verlag]
Auf dem Hintergrund dieser lebendigen Tradition ist es aber bisher nicht zur einer Ausdifferenzierung von eigenständiger Seelsorgelehre in der Theologie gekommen bzw zu einer ausdifferenzierten und professionalisierten Seelsorge(ausbildungs)praxis.
Er verwies auch auf den wichtigen theologischen Akzent, dass die Auseinandersetzung mit Krankheit im Glauben sich letztlich um die Annahme dreht, dass also der ganze Komplex der Leidensnachfolge, wie beim christlichen Glauben im Bezug auf das vorbildhafte Leiden Jesu, keine Rolle spielen könne.
Wichtig war ihm auch, auf Glaubensdeutungen aus Volksfrömmigkeit heraus einzugehen, die -zumal bei Krankheit- manchmal nicht in Übereinstimmung mit dem Koran sein können. Hier wäre es Aufgabe von Seelsorge, auf die stützenden Ausagen des Koran hinzuleiten und die Chancen der Differenzierung von manchen vlkstümlichen Deutungen zu nutzen.
Er hält eine seelsorgliche Spezialisierung im Kontext von Migration für wünschenswert und sieht es so, dass bisher psychologische und soziologische/sozialpsychologische Kenntnisse wohl gesehen, aber nicht recht in eine Praxis von Glaubensbegleitung bei Krankheit hinein vermittelt worden sind.
( Die Differenzierung zwischen 'Kranken-Seelsorge' und 'Krankenhaus-Seelsorge' ist in der gegenwärtigen Situation muslimischen Lebens in Deutschland noch schwer zu treffen.)
Ali Topcuk hält in der Tendenz und in Teilen eine Art von Adaption von Ausbildung und Praxis der sog. klinischen Seelsorge für wünschswert und erhofft sich hier Kooperationen. *

In der abschließenden Podiumsrunde kamen zu den den Vortragenden noch Johannes Kappetein, Supervisor, Aachen als katholischer Kollege, Ayten Kilicarslan, Beratungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen, Köln (DITIB), sowie Wilhelm Sabri Hoffmann, Vorsitzender der Christlich-islamischen Gesellschaft Köln, aus Rheine, hinzu, sowie in der Schlussphase auch Fragen bzw Anregungen und kritische Nachfragen aus dem Publikum.

Die Frage nach (qualifizierter) Ehrenamtlichkeit und / oder Professionalisierung bei muslimischer Krankenhausseelsorge im deutschen Kontext wurde hier diskutiert.
Ebenso kam die hilfreiche Rolle von Imamen, vor allem bei theologischen Entscheidungsfragen, zur Sprache. Es wurden aber auch Befürchtungen geäußert, ob Imame bei aller guten teologischen Ausbildung in den hier gefragten Bereichen nicht auch ihre Grenzen haben könnten im Blick auf Vertrauensfragen, Genderfragen und Fragen von Beziehungsnähe.
Stark betont wurden die traditionellen Wege, über Familie, Freunde und Glaubensgeschwister Kontakt und Glaubensstützung bei Krankheit zu bekommen.

Alle betonten den Willen zur Gemeinsamkeit bei den nächsten Schritten, Zurüstungsprojekte zu entwerfen und anzugehen.

Die Moderation am Morgen hatte Pfr. Dr. Karl Federschmidt, Wuppertal, Beauftragter für chr.-islam. Dialog der Evang. Kirche in Wuppertal.
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Die Moderation im Nachmittagsblock dieses Werkstatt-Tages -14.30 - 18.00 Uhr- hatte zunächst Pfr. i. R. Klaus Temme, Düsseldorf, Leiter der Planungsgruppe der Gesellschaft für interkulturelle Seelsorge und Beratung, e.V.

Er stellte den ganzen Nachmittag nochmals unter die Gesamtintention der Veranstaltung, dass Zeit und Raum und Wege zur Verfügung gestellt werden sollten, dass 'beide Seiten' sich die jeweiligen Ansichten zum Thema möglich plastisch transparent machen könnten.

So sollte zunächst die Fallbesprechungsrunde einen Eindruck von Fallarbeit im Sinne klinischer Seelsorgeausbildung geben und parallel dazu auch Hilfe abrufen durch die Kommentare von muslimischer Seite zu dem Handeln der christlichen KollegInnen.

Eine Gruppe arbeitete an einem Fall im Umfeld von Tod und Sterben, der Rolle der Angehörigen, sowie der Art der Stützung und des Kontaktaufbaus der christlichen Seelsorgerin.

Eine andere Gruppe arbeitete an einem Beispiel einer ethischen Entscheidungsproblematik.

Es schien nachher so, dass -bei Wahrung der Grenzen einer direkten religiösen Begleitung- doch viel an Stützung und Begleitung durch Nähe und Verständnis möglich ist - und im alltäglichen Ablauf der Krankenhausarbeit auch in dieser Weise 'gelingen' kann.
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Die nächste Nachmittagsrunde brachte Beispiele für christlich-muslimische Zusammenarbeit bei der Begleitung von Patientinnen und Patienten im Krankenhaus, vorgestellt aus
Ländern ringsum Deutschland herum
,
nach dem Motto "was gibt es denn eigentich schon alles?".

England ('United Kingdom'):
Frau Qaisra Khan, staatl. Gesundheitsversorgung in Oaxley, Süd-Ost London, Koordinatorin der ‚Seelsorge'-Versorgung für alle Nutzenden der Gesundheitsversorgung dort.
Frau Khan gab zunächst einen Überblick über die Strukturen für Krankenhausseelsorge in England. Seit Ende des 2. Weltkrieges ist die Krankenhausseelsorge in der Gesetzgebung für das englische, staatliche Gesundheitswesen und alle, die es nutzen, verankert. Es gibt zur Ausbildung ein eigenes 'College', also eine Ausbildungsstätte mit Universitätsrang, die diese Zusatzausbildung für 'Seelsorge'arbeit im Gesundheitssystem für diejenigen anbietet, die eine theologische Ausbildung ihrer Religion/Denomination schon absolviert haben. Beide Abschlüsse sind später Einstellungsvoraussetzung, sowie die ständige Weiterqualifizierung nach gesetzlich vorgegebenen Standards und Rahmenbedingungen. Offizielle Fachkommissionen mit qualifizierten Vertretern der verschiedenen Religionen und Denominationen schreiben diese Standards fort.
Jede Person, die das Gesundheitswesen nutzt (in Krankenhäusern, Tageskliniken, Ambulanzen oder bei häuslicher Pflege und Begleitung) hat ein Anrecht auf geistliche Begleitung je nach ihrer Religion und durch eine Fach-Person ihrer Religion.
Frau Khan berichtete außerdem von ihrer Koordinierungsarbeit in einem Sektor im südöstlichen Außenbereich von London (Oaxley). Ihre Stabsstelle ist dort erst vor 5 Jahren eingerichtet worden, um die Präsenz und den Einsatz von entsprechenden Personen zu planen und zu gewährliesten, zugleich aber auch, um Bedürfnisse zu erheben und neue 'Antworten' auf festgestellte Bedürfnisse strukturieren zu können. Ihre Stelle ist so konzipiert, dass sie bewusst keine religöse Organisation (Gemeinschaft / Kirche / Dachverband etc) repräsentiert, auch wenn sie gläubige Muslima ist, und dass sie auch keiner religiösen Stelle/Organisation Rechenschaft schuldet, sondern dass sie mit einem 'frischen Außenblick' die Lage analysieren, bewerten und Angebote entwerfen soll. So wird ein neuer Schritt sein, Angebote spiritueller Begleitung für Psychiatire-PatientInnen zu beginnen, die selbst religiöse Bedürfnisse nach Begleitung haben, dies aber nicht im Rahmen von traditionellen Organisationen wünschen. *

Österreich:
Frau Andrea Saleh, IGGÖ, Wien

Frau Saleh ist einerseits Frauenbeauftragte der Islamischen Glaubens-Gemeinschaft in Österreich (IGGÖ), andererseits Leiterin und Koodinatorin für die islamische Seelsorge in Wien.
Die Struktur in Österreich kann hierbei darauf zurückgreifen, dass der Islam dort seit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg eine staatlich anerkannte Religion (z.B. auch mit eigenen Lehr- und Ausbildungsstätten, wie für Religonsunterricht, Kindergärten u.a.m.) ist. Dadurch gibt es eine Tradition und Repräsentanz des Islam auf der Ebene gesellschaftlicher Strukturen schon sehr lange.
Für den Aufbau von Seelsorge konnte somit vor über 15 Jahren, als diese Arbeit (wohl als älteste, strukturierte Arbeit dieser Art in Europa ! ) begann, auf diese Rechtslage, aber auch auf diese Reputation zurückgegriffen werden.
Dennoch gibt es im Grunde keine staatliche Finanzierungsabsicherung für hauptamtliche islamische Seelsorge. Es gibt eine Gruppe speziell ausgebildeter Ehrenamtlicher, die ihren Einsatz in ein bis zwei Großkrankenhäusern macht und dort tageweise auf den Stationen arbeitet, - in enger Kooperation mit den dort tätigen katholischen und evangelischen Fachkräften (wobei in Wien der Bevöklerungsanteil von Muslimen höher ist als von Evangelischen). Der Zugang zu muslimischen PatientInnen bzw zu entsprechenden Angaben/Listen bereitet keine Probleme.
Diese Kooperation gibt es auch im Bereich der Ausbildung: interessierte und geeignete Personen durchlaufen eine Ausbildung im Rahmen der Methodik der sog. klinischen Seelsorgeausbildung.
Wichtig war/ist auch, dass für eigene Gebetsräume Sorge getragen wurde. Im größten Wiener Krankenhaus ist es so, dass im Eingansbereich -und deutlich wahrnehmbar- die Räume für die katholischen, evangelischen, jüdischen und muslimischen gottesdientlichen Handlung jeweils nebeneinander liegen. Diese Anordnung drückt so auch zugleich die dahinterliegende theoretische/theologische Einstellung von Gleichrangigkeit und Gemeinsamkeit in einem respektvollen Nebeneinander und in respektvoller Nähe aus. *

Niederlande:
Pfr. Ari van Buuren, Seelsorger, Universitätsklinik Utrecht.

Der evang. Krankenhauspfarrer Ari van Buuren berichtete von der speziellen Abteilung für spirituelle Begleitung am Universitätskrankenhaus von Utrecht, die er leitet und die er vor über 10 Jahren nach seinen Plänen aufzubauen begann. Die multireligiöse Situation in den Niederladen hatte, nach der niederländischen Phase der Entkolonialisierung und der Phase der Zuwanderung von ArbeitsmigrantInnen, diesen Schritt sinnvoll und nötig erscheinen lassen.
Es arbeiten dort im Seelsorge-Team inzwischen 10 fest eingestellte Fachkräfte, jeweils aus evangelischer, katholischer, mulimischer, hinduistischer und humanistischer Herkunft. Eine Ausbildung und Qualifizierung geschieht in unterschiedllichen Instituten; sie ist aber Voraussetzung der Mitarbeit. Die Finanzierung findet Unterstützung zT vom Staat, zT vom Krankenhaus.
Das Konzept beruht auf dem Gedanken der Religionspluralität und prinzipiellen Nähe und Ebenbürtigkeit aller religiösen Einstellungen. Es wird bewußt ein 'geographisches' Einsatzkonzept gepflegt, bei dem eine Person, die spirituelle Begleitung anbietet, für einen bestimmten Krankenhausbereich und alle Menschen dort zuständig ist, egal wie der religiöse Hintergrund dieser Begleitung anbietenden Person ist.
Auch bei dem "Stille-Zentrum' ist es so, dass es für alle religiösen Einstellungen gemeinsam als gottesdienstlich/meditativer Raum gedacht und gebaut ist.
Dieses Konzept hat internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren. *

Deutschland:
Frau Dorothee Schuld, Kath. Krankenhaus-Seelsorgerin, Köln

Die Kölner katholische Krankenhausseelsorgerin berichtete von einem Projekt, das sie sehr stark betrieben und entwickelt hatte, das derzeit aber 'auf Eis gelegt' ist. Sie stellte damit zugleich auch unsere deutsche, kontrastierende Realität dar.
In ihrem Arbeitsbereich hatte es sich vor längerer Zeit so ergeben, dass sie, als katholische Seelsorgerin in einem evangelischen Krankenhaus, sehr viele Kontakte zu muslimischen Patientinnen hatte. Durch ihre anderweitigen Verbindungen im Rahmen des christlich-islamischen Dialogs stellte sich heraus, dass eine Gruppe von muslimischen Frauen zu Besuchen im Krankenhaus bereit war. Diese Gruppe bildete sie in Grundlagen der Gesprächsführung aus und bereitete sie auf die Arbeit im Krankenhaus vor. Es gab für besondere Sitationen auch Absprachen mit einem Imam. Das Ganze hatte zunächst die Zustimmung sowohl des evangelischen Kollegen als auch der Krankenhausleitung.
Es entstanden aber Irritationen, die bis heute nicht genau klärbar waren/sind. Es erscheint im Rückblick so, dass möglicherweise Mitarbeitende (auch wohl muslimische) aus dem Krankenhaus selbst über die Weitergabe von Namen oder andere Dinge Befremden empfanden, so dass in gegenseitigem Einvernehmen dies Projekt zunächst 'auf Eis gelegt' wurde. * (1)

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Auch dieser Block wurde mit einer Diskussionsrunde, moderiert von Dr. Ulrike Elsdörfer, Königsstein i.T., abgeschlossen.

Teilnehmer waren Pfarrer, Supervisor und hauptberuflicher Seelsorgeausbilder Helmut Weiß (ev.), Pastoralreferent, Supervisor und Krankenhausseelsorger in Köln Bruno Heßeler (kath.), der stellv. Vorsitzende der CiG und engagierte Förderer des christlich-islamischen Dialogs gerade zu diesem Themenbereich Rainer Schwarz, sowie der Mainzer Psychiater Dr. Ibrahim Rüschoff, Vorsitzender des Fachausschusses Soziales des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

In einem konstruktiven und von guten gegenseitigen Erfahrungen geprägten Austausch waren sich alle einig, dass es an diesem Thema weitergehen muss - und auch wird. Kooperationsbereitschaft war allenthalben da.
Inhaltlich ging es nochmals um Aspekte von Ehrenamtlichkeit und Professionalisierung, - mit einer Tendenz zu Ehrenamtlichkeit im derzeitigen Kontext.
Aus dem Publikum kamen ergänzende Statements, kritische Hinweise und Wünsche.
Eine junge Theologiestudentin aus Norwegen, die ihre Examensarbeit zu den Realitäten unseres Themenbereiches in Norwegen schreibt, war eigens wegen dieses Tages zum Kirchentag gekommen; sie berichtete von gegenwärtigen Startbewegungen in Norwegen, - dort auch von Gesundheitsbehörden gewünscht und in Auftrag gegeben.

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Zahlen
morgens deutlich mehr als 100
nachmittags I: zweimal je etwa 25
nachmittags II: bis zum Ende hielten 35 'Getreue' durch !!

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Dank an:

alle KooperatorInnen, den DEKT, die CiG (Köln), die Beratungsstelle Wuppertal der EKvW und EKiR, die Mülheimer Evangelische Gemeinde, Frau Szava und Herrn Pfarrer Szava und ihrer Gruppe, und an alle HelferInnen, die bei der Technik und die in der Halle, und last but not least an Reiner Schwarz, Dortmund, der in der Projektgruppe der Vorbereitung diesen Tag wesentlich mit angeregt und geprägt hat!

Die ganze "Nebenzentrum-Atmosphäre" dieses kleinen, aber feinen (etwas versteckten) Veranstaltungszentrums mit Teehaus (auch hier "Dank an alle HelferInnen"!) und open-air-restaurant [Dank an den Friedenskorch Jalil Schwarz und seine Helfenden!] hat sicher der konstruktiven Arbeit und Begegnung gut getan - und wohl auch dem Anspruch, auf Augenhöhe zu sein und zu bleiben!
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Bilder

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die * markierten Texte sind Startbestandteil einer Sammlung, - an eine Zusammenstellung und mögliche Publikation ist gedacht.

(1) dieser Text ist zu finden in: Bernd Neuser (Hg.) Dialog im Wandel / Der christlich-islamische Dialog. Anfänge - Krisen - Neue Wege / Neukirchener Verlag Paperback - 184 Seiten 3. Auflage 2007

Bericht dieser Seite: K. Temme



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