Das 17. Internationale Seminar für Interkulturelle Seelsorge und Beratung
fand vom 5. - 10. September 2004 in Kecskemet / Ungarn, statt.
Wie junge Menschen Gewalt erleben -
Was bedeutet dies für Seelsorge und Beratung?
einen Rückblick finden Sie hier
unseren bisherigen Ausschreibungstext finden Sie nachstehend:
Das Programm als PDF-Datei
Kecskemet ist eine Stadt in der "Großen Tiefebene" Ungarns, etwa 85 Km südöstlich von Budapest gelegen. Schon im 14. Jahrhundert wurde der Ort zur Stadt erhoben. Während der 150 Jahre dauernden Türkenherrschaft wurde sie nicht zerstört, da sie unter dem Schutz des Sultans stand. Heute hat Kecskemét etwa 100.000 Einwohner. Ein wunderbarer Stadtkern mit historischen Gebäuden, die Aprikosen- und Weingärten der Umgebung und die endlose Puszta haben sie berühmt gemacht und locken viele Besucher an. Stadtplan etc.
"..........Die "DEKADE ZUR ÜBERWINDUNG VON GEWALT" ist ein Aufruf an Kirchen, ökumenische Organisationen und alle Menschen guten Willens, auf allen Ebenen (lokal, regional und weltweit) mit Gemeinden, säkularen Bewegungen und Menschen anderer Glaubensrichtungen für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung zusammenzuarbeiten.
Die Dekade ruft uns auf, die von Gewalt Unterdrückten zu stärken und in Solidarität mit denen zu handeln, die sich um Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung bemühen.
Die Dekade ruft uns auf, unsere Mitschuld an Gewalt einzugestehen und zu bereuen und theologische Reflexionen und Studienarbeiten zu fördern, um Geist, Logik und Praxis von Gewalt aufzudecken und zu überwinden.
Als eine Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen ist die Dekade eine weltweite Bewegung. Sie versucht, bereits bestehende Friedensnetzwerke zu stärken und zur Entstehung neuer Netzwerke anzuregen.
Jede/r an Friedensarbeit und gewaltfreier Konfliktlösung Interessierte/r kann sich ungeachtet religiöser, konfessioneller oder regionaler Zugehörigkeit beteiligen und in Verbindung zu anderen treten, die dem Ruf geantwortet haben."
(Aus einer Internetseite des Ökumenischen Rates der Kirchen)
Mit Konsultationen und mit diesem Seminar greift SIPCC das Thema der weltweiten
DEKADE ZU ÜBERWINDUNG VON GEWALT auf und fragt danach, wie Seelsorge und Beratung
dazu beitragen können,
· Gewalt aufzudecken und anzusprechen,
· Gewalt zu reduzieren und menschliche Würde zu fördern
· das Zusammenleben der Menschen zu verbessern, gerade auch zwischen Opfern
und Tätern.
In diesem Seminar soll das Augenmerk besonders darauf liegen, wie Gewalt
die Zukunftschancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beeinträchtigt und
welche Einstellungen, Mittel und Modelle helfen könnten, strukturellen und individuellen
Erfahrungen von Gewalt zu begegnen.
Es ist vorgesehen, junge Erwachsene aus Projekten und Organisationen in mehreren
Kontinenten einzuladen und ihnen im gemeinsamen Lernprozess eine wichtige Stimme
als Anwälte für die Jugend zu geben. Der Austausch mit ihnen soll
die Erwachsenen anregen, das Gespräch mit jungen Menschen im jeweiligen persönlichen
und beruflichen Umfeld zu suchen und zu führen.
Diese jungen Menschen erhalten vor und
nach dem Seminar durch ein besonderes Programm die Gelegenheit, in Deutschland
wichtige Lebensbereiche von Jugendlichen (Arbeitswelt, Schule, Freizeitgestaltung)
kennenzulernen und mit Jugendlichen in Kontakt und ins Gespräch zu kommen.
Spirituelle Praxis
in Andachten und Gottesdiensten
Interkulturelle Foren -
hier werden Modelle vorgestellt, und ein Austausch wird angeregt, wie in verschiedenen
Ländern mit Jugendlichen an der Überwindung von Gewalt gearbeitet wird.
Reflexionsgruppen -
die Mitglieder tauschen in Kleingruppen aus, wie sie die Anregungen aus den
Interkulturellen Foren in ihrem beruflichen und persönlichen Leben konkret umsetzen
können.
Vorträge und Diskussionen
I. Durch welche gesellschaftlichen Bedingungen werden Jugendliche gewalttätig und was kann der Staat dagegen tun?
Antworten eines Soziologen/Aggressionsforschers aus UngarnII. Gehören Aggressionen oder gar Gewalt zur Entwicklung von Jugendlichen und was ist notwendig, damit sie lernen, damit umzugehen?
Antworten einer Pastoralpsychologin aus den USAIII. Welche Deutungen liefern Religionen für die Entstehung von Gewalt und welche Möglichkeiten haben sie entdeckt, ihr zu widerstehen?
Antworten eines Juden, eines Christen, eines MuslimIV. Wie sieht seelsorgliche Verantwortung aus, wenn Jugendliche Gewalt erleben?
Antworten eines praktischen Theologen als Praktikers in Seelsorge
Workshops
in mehreren parallelen Kleingruppen wird in verschiedenen Sitzungen gearbeitet,
um
- die Welt der Jugendlichen kennen zu lernen und für
sie sensibler zu werden;
- die Fragen von Jugendlichen zu hören und ihre Vorstellungen
zu würdigen;
- zu überlegen, welche neuen Formen in der Seelsorge mit
Jugendlichen angebracht sind.
Jeder Workshop nimmt als Ausgangspunkt und Material verschiedene Bereiche der
Arbeit mit Jugendlichen, etwa:
Trainings mit Jugendlichen zur Deeskalation von Gewalt / Musik bzw. Video-clips
aus Jugendsendern / Texte von psychisch kranken Jugendlichen / Umgang mit Prävention
und der Problematik von HIV-Aids / und ähnliches mehr.
Exkursionen -
Gespräche mit Jugendlichen in Einrichtungen der Stadt Kecskemét.
Die Reformierte Kirchgemeinde Kecskemet und SIPCC laden ein:
feierliche Eröffnung einer
Ausstellung mit Bildern zum Thema Gewalt - geschaffen von Jugendlichen aus Kecskemet
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SIPCC - Mitgliederversammlung 2004: Berichte von der Arbeit des vergangenen Jahres - Pläne für die Zukunft.
Fest - Feier zum Abschluss des ersten Kurses in der pastoralpsychologischen Weiterbildung in Supervision (KSA) in Ungarn
Rückmeldungen zum Seminar durch Jugendliche - es ist geplant, dass Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern an dem Seminar teilnehmen, es kritisch begleiten und ihre Beobachtungen und Anregungen einbringen. (das Vorprogramm kann hier eingesehen werden)
Ausflug - wer möchte, kann nach Abschluss des Seminars am Freitag, 10. September, noch einen Ausflug in die ungarische Puszta mit der Gruppe machen. (Dieser Ausflug muss gesondert berechnet werden!)