Konsultation Düsseldorf 26. Mai 2003

9. SIPCC-KONSULTATION

in Zusammenarbeit mit den Evang. Schulreferaten Düsseldorf und Duisburg:        

      SCHRITTE GEGEN TRITTE

     Internationale Konsultation zu Gewalt in Schule und Gesellschaft   

        Montag, 26. Mai 2003                                            


Am 10. September 2001 war der Vorstand von SIPCC - Society for Intercultural Pastoral Care and Counselling - Gesellschaft für Interkulturelle Seelsorge und Beratung beim Weltkirchenrat in Genf und ließ sich dort über die "Dekade zur Überwindung von Ge-walt" informieren. Wegen der Wichtigkeit des Themas beschloss er, eine Reihe von Veranstaltungen durchzuführen, in denen die Relevanz von Seelsorge und Beratung für den Umgang mit Gewaltkonflikten untersucht werden sollten.

Im Jahre 2002 fanden zwei solcher SIPCC-Konsultationen statt
· Im Februar in Pematangsiantar, Indonesien zu "Wie kann Seelsorge und Beratung in Situationen von Gewalt hilfreich sein?"
· im Oktober 2002 zu "Überwindung von Gewalt in der Bibel - Anregungen für Seel-sorge und Beratung."

In dieser Konsultation erfolgte nun ein Austausch darüber, welche gesellschaftlichen Faktoren in unterschiedlichen Ländern (Brasilien, Indien, USA) und vor allem in Deutschland zur Gewaltbereitschaft und zu Gewaltausübung von Jugendlichen in Schulen beitragen und welche Mittel gegen solche Gewalt eingesetzt werden können.

Die Konsultation fand guten Zuspruch:
über 25 Teilnehmende aus dem seelsorglichen, sozialpädagogischen und schulischen Bereich waren gekommen!

Eingeladen hatten Mechthild Peisker, Schulreferat Düsseldorf, Harald Bredt, Schulreferat Duisburg, und Helmut Weiß, SIPCC.

 


 

Programm

(hier: Programm-Flyer als PDF)

9.30 Uhr                      Ankommen; Kaffee - Tee

10.00 Uhr                    Begrüßung Einführung in den Tag

10.15 - 11.00 Uhr      Gesellschaftliche Faktoren
                                      für Aggressionen und Gewalt in Schulen
                                      (aufgezeigt an konkreten Beispielen)

                                     BRASILIEN
                                        
Professor Dr. Ronaldo Sathler Rosa; Sao Paulo
                                     INDIEN
                                         Dr. Nalini Arles; Dozentin; Bangalore
                                     USA
                                         Professor Dr. Kathleen Greider; Claremont, Kalifornien

11.00 - 11.30 Uhr      Gespräch und Austausch
                                     mit den Referentinnen und dem Referenten

11.30 - 12.00 Uhr      Pause - Kaffee - Tee

12.00 - 13.00 Uhr      Gewalt in Schulen -
                                         Referat und Diskussion Ingrid Huhn,
                                         Lehrerin an einer Hauptschule, Düsseldorf

13.00 - 14.00 Uhr      Mittagspause - Mittagessen

14.00 - 14.30 Uhr      Schritte gegen Gewalt:
                                        Beispiel "Prävention in Schulen durch Polizei"
                                        Herr Kremer , Leiter des Dezernats Prävention, Polizei Duisburg

14.30 - 15.00 Uhr      Schritte gegen Gewalt:
                                        Beispiel "Seelsorgliche Aktivitäten in Schulen"
                                        Frauke Niewöhner, Pastorin, Mitarbeiterin im
                                        Theaterprojekt der Albrecht-Dürer-Schule, Düsseldorf

15.00 - 15.45 Uhr      Gespräch mit den Internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern:
                                     Wie können wir mit Jugendlichen in unserer jeweiligen Situation lernen,
                                     Schritte gegen Gewalt zu tun?

15.45 - 16.00 Uhr       Abschluss des Tages


Es fand ein sehr lebhafter Austausch über Situationen, Projekte, Erfahrungen und Einschätzungen statt.

Gegenseitig bestärkten sich die Teilnehmenden durch die Vorstellung ihrer Projekte, die jeweils deutliche Schritte der Hoffnung waren und sind.

Die Gefahr der Resignation bei Erwachsenen in der Arbeit mit Jugendlichen, besonders aber bei den Jugendlichen selbst im Angesicht der vielen Zukunfts- und Lebensprobleme, mit denen sie in anderen Ländern und auch bei uns konfrontiert sind, stand deutlich im Raum.

Ebenso deutlich war aber auch, wie sich Dinge verändern lassen und Rückgrat und Mut zum Handeln entstehen, wenn gegenseitiges Verstehen und Würdigen zu spüren ist!