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Offen für Menschen: Evangelische Kirche öffnet ihre Türen.
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Offen für Menschen: Evangelische Kirche öffnet ihre Türen.

Kircheneintrittsstelle der Evangelischen Kirche in Solingen 

Zufriedene Bilanz nach den ersten 100 Tagen

Seit dem 31. Oktober 2008 gibt es eine zentrale Kircheneintrittsstelle der Evangelischen Kirche in Solingen. Die ersten Erfahrungen waren positiv.

Zufrieden mit dem Start der neu eingerichteten Kircheneintrittsstelle in Solingen-Wald haben sich nach den ersten 100 Tagen Vertreter der Evangelischen Kirche in Solingen gezeigt. In einem Pressegespräch am 5. Februar 2009 zog der Leiter der Solinger Kircheneintrittsstelle, Pfarrer Wolfgang Vorländer, eine positive Bilanz: „Unsere Erwartungen und Hoffnungen haben sich erfüllt, nicht nur was die Zahl, sondern auch was die Qualität der Gespräche betrifft.“ 16 Männer und Frauen seien in den ersten Wochen bereits in die Evangelische Kirche aufgenommen worden, bei weiteren drei Solingern stehe die Aufnahme unmittelbar bevor. Die Altersspanne reiche dabei von 19 bis 80 Jahren.

 


Freut sich auf Menschen und ihre Geschichten: der Leiter der Solinger Kircheneintrittsstelle, Pfarrer Wolfgang Vorländer.

Begeistert zeigte sich Vorländer von der Offenheit der Besucherinnen und Besucher. Meist sei es nicht nur um den Kircheneintritt gegangen, sondern auch um konkrete Lebens- und Glaubensfragen. Schmerzhafte oder missglückte Erfahrungen mit der Kirche seien ebenfalls Thema gewesen. Diese Breite der Gesprächsthemen sei ausdrücklich gewollt. „Die Kircheneintrittsstelle ist für uns nicht in erster Linie ein Instrument, um Mitglieder zu gewinnen“, betonte der 56-jährige Theologe. „Die Menschen sollen spüren, dass wir uns für sie und ihre Lebensgeschichten interessieren. Darum nehmen wir uns für sie Zeit.“
Die Kircheneintrittsstelle der Evangelischen Kirche in Solingen, die am 31. Oktober 2008 als 21. Kircheneintrittsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland eröffnet wurde, ist direkt neben der Walder Kirche im Solinger Stadtteil Wald in einem gemeinsamen Gebäude mit dem Eine-Welt-Laden und dem Kirchencafé untergebracht.

Gespräche und Aufnahme finden aber nicht nur in den Räumen der Kircheneintrittsstelle statt. Wenn es gewünscht wird, kommt Pfarrer Vorländer auch zu interessierten Menschen nach Hause. Auch sonst richte er sich, so gut es geht, nach den Menschen, die vor ihm sitzen, sagt der Theologe. Von ihnen hänge ab, ob die Aufnahme eher formlos oder mit einem kleinen Ritual erfolge, ob er eine Einladung zu einem Glaubensseminar in einer der Solinger Kirchengemeinden oder ein Buch zu Glaubensfragen anbiete oder wie oft man sich zu einem Gespräch verabrede. Auf Wunsch stellt der Theologe auch den Kontakt zu dem zuständigen Gemeindepfarrer her.

Nur etwas ist bei allen gleich: Wer in der Kircheneintrittsstelle aufgenommen wurde, bekommt zur Erinnerung einen kleinen Bronzeengel. Auch das, so Vorländer, werde sehr gerne angenommen.

 


Thomas Förster 05.02.2009


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