
"Bunt statt braun"
Kein Platz für extremistische Positionen
Das Solinger Bündnis "Bunt statt Braun" ruft zum Protest gegen eine Aktion der rechtsextremistischen "Republikaner" und warnt gleichzeitig vor demokratiefeindlichen und intoleranten Aktiviäten einer salafistischen Gruppierung in der Klingenstadt.Viele Menschen in Solingen sehen diese Entwicklung mit Sorge. Auch viele Muslime, die mit ihren Gemeinden an einem friedlichen interreligiösen Zusammenleben in unserer Stadt arbeiten, kritisieren das Auftreten dieser Gruppierung. Sie befürchten unter anderem, dass bei manchen Menschen durch radikale salafistische Prediger ein falsches Bild entstehen oder verstärkt werden könnte, in dem deren militante religiöse Intoleranz als kennzeichnend für den Islam insgesamt erscheint. Gemeinsam mit vielen anderen in der Klingenstadt fürchten sie, dass das soziale Klima in unserer Stadt durch das Auftreten dieser extremistischen Gruppe empfindlich gestört wird.
Für den kommenden Samstag haben sich nun Funktionäre der rechtsextremistischen Partei „Die Republikaner“ angekündigt, um in der Nähe der Clemens-Galerien einen Infostand unter dem Motto „Ja zur Religionsfreiheit - gegen Salafismus“ zu errichten. Dagegen richtet sich das Solinger Bündnis „Bunt statt Braun“, dem vor zwei Jahren auch der Evangelische Kirchenkreis Solingen beigetreten ist. Es geht dem Bündnis nicht darum, kritische Meinungsäußerungen zu den salafistischen Aktivitäten zu verhindern, vor denen es ebenfalls warnt. Es geht um den Protest gegen den Versuch der „Republikaner“, die aktuelle Situation in Solingen zur Verbreitung ihres rechtsextremistischen Gedankengutes auszunutzen. Darum ruft „Bunt statt braun“ dazu auf, am kommenden Samstag (11. Februar 2012) ab 10.00 Uhr gegen den Stand zu protestieren.
Gleichzeitig weist das Bündnis auch auf die Gefahren des Salafismus hin, dessen Anhänger Demokratie und Toleranz ablehnen. „Bunt statt Braun“ lehnt Extremismus in unserer Stadt ab und arbeitet für ein weltoffenes und tolerantes Solingen, in den Bürgerinnen und Bürger jeder Nationalität und Religion ohne Angst frei leben können.
In einem Beitrag für das Solinger Tageblatt bezog heute auch Superintendent Klaus Riesenbeck eindeutig Position: „Extremisten stellen die Grundrechte auf Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit infrage. Um sie zu bewahren, gilt es dem Extremismus zu widersprechen.“
09.02.2012
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