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für den 20.11.2017

Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes.

5.Mose 4,2

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Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hat getagt

Synode berät über „Christ-Sein in Zeiten des Dialogs“

Am Samstag (11.11.2017) ist die Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen zu Ende gegangen. Auf der Tagesordnung standen Berichte von Superintendentin und Gemeinden, der Haushalt für 2018, Nachwahlen und der Dialog mit Andersgläubigen.

Abstimmung: die Synode bei der Arbeit. LupeAbstimmung: die Synode bei der Arbeit.

Über „Christ-Sein in Zeiten des Dialogs“ berieten am gestrigen Samstag rund 70 stimmberechtigte Delegierte und Gäste, die zur Herbsttagung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen zusammengekommen waren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Christinnen und Christen in Solingen von ihrem Glauben an Jesus Christus auch im Gespräch mit Anders- oder Nichtgläubigen so sprechen können, dass zumindest deutlich wird, was sie bewegt und trägt. „Sich nicht verstecken, sondern im Gespräch mit anderen Menschen zeigen und sagen, wer man ist und wovon man erfüllt ist“, lautete eine Antwort an diesem Samstag.

Respekt vor anderen Religionen

Sie steht auch in dem Arbeitspapier „Von dem reden, was man liebt. Das Bekenntnis zu Jesus Christus heute - auch im Dialog mit anderen Religionen“, das eine Arbeitsgruppen mit dem Berufsschulpfarrer Jens Maßmann, dem Religionslehrer Björn Höroldt und Pfarrer in Ruhe Hans-Wilhelm Ermen zur Synode vorgelegt hatte: „Wir brauchen eine sprachfähige Kirche, in der gelehrt und gelebt wird, was der Glaube an Gott als gute Nachricht für das eigene Leben bedeutet.“ Es komme aber auch darauf an, so heißt es weiter, das Bekenntnis zum eigenen Glauben nicht mit einer Abwertung anderer Religionen zu verknüpfen. So habe es in der Kirchengeschichte auch einen beschämenden Missbrauch von Mission gegeben. Auch im Dialog mit anderen Gläubigen dürfe „das Gute an und Gemeinsame mit anderen Religionen wertgeschätzt werden“, wenn gleichzeitig die entscheidenden Aussagen des Evangeliums nicht verschwiegen oder aufgegeben würden. Christen dürften darum selbstbewusst auch über das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi „als Hoffnungsnachricht für die ganze Welt“ sprechen, also von ihrem Glauben, der sie trägt und ihnen in ihrem Leben Orientierung gibt. Ähnlich formulierten auch Synodale gestern in Wortbeiträgen auf der Synodaltagung. „Respekt vor Andersgläubigen“ oder „selbstbewusst und authentisch Auskunft geben über den eigenen Glauben“, aber auch „echtes Interesse am Glauben oder Nichtglauben anderer“ waren Stichworte, die dabei genannt wurden.

 

"Wer will, dass Kirche bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt, was sie ist": Superintendentin Dr. Ilka Werner gab vor der Synode ihren jährlichen Bericht. Lupe"Wer will, dass Kirche bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt, was sie ist": Superintendentin Dr. Ilka Werner gab vor der Synode ihren jährlichen Bericht.

Superintendentin mit Rückblick auf das Reformationsjubiläum

Bereits am Freitagabend hatte die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Dr. Ilka Werner, ihren jährlichen Bericht vor der Synode gehalten. Dabei richtete sie noch einmal den Blick auf das soeben zu Ende gegangene Reformationsjubiläum. Neben einer Rückschau auf die zahlreichen Aktivitäten in Solingen stellte Werner noch einmal die bleibende Aktualität der reformatorischen Einsichten angesichts aktueller Herausforderungen in Gesellschaft und Kirche heraus (siehe zum Superintendentinnenbericht auch den separaten Artikel!).

Grußworte von OB Kurzbach und Stadtdechant Mohr

In seinem Grußwort hatte sich am Samstagmorgen Obernbürgermeister Tim Kurzbach an die rund 70 Synodalen gewandt. Zwei Tage nach dem Gedenken an den antisemitischen Staatsterror der Nazis bei der Reichspogromnacht rief er die Vertreter der evangelischen Gemeinden auf, sich wachsam auch in politische Diskussionen einzumischen und die Stimme gegen die schleichende Zunahme fremdenfeindlicher Äußerungen insbesondere in den Sozialen Netzwerken zu erheben: „Der nationalsozialistische Terror ist auch nicht aus dem Nichts gekommen, sondern hat sich langsam entwickelt. Und viel zu viele haben dabei mitgemacht oder geschwiegen. Das darf sich nicht wiederholen.“

Der neue katholische Stadtdechant Pfarrer Michael Mohr rief dazu auf, das Gespräch mit Menschen zu suchen, die mit ausländerfeindlichen Positionen sympathisieren: „Der Apostel Paulus war erst einer der heftigsten Christenverfolger und wurde nach seiner Bekehrung zu einem der wichtigsten Botschafter des christlichen Glaubens. Sein Beispiel zeigt uns, dass Menschen sich wieder zum Guten verändern lassen können.“

Aus der Leitung des Landskirchenamtes grüßte Pfarrer Thomas-Markus Schäfer die Synodalen. Der Leitende Dezernent für Innerdeutsche Ökumene freute sich besonders über die guten Beziehungen zur Katholischen Kirche in Solingen.

Neu im Kreissynodalvorstand: der Gräfrather Pfarrer Thomas Schorsch. Neu im Kreissynodalvorstand: der Gräfrather Pfarrer Thomas Schorsch.

Haushalt 2018 verabschiedet

Auf ihrer Tagung verabschiedete die Synode auch den Haushalt für 2018. Darin wird für die Arbeitsgebiete des Kirchenkreises und seines Diakonischen Werks mit Ausgaben in Höhe von 6,71 Mio. Euro geplant. Dagegen stehen Einnahmen in Höhe von lediglich 6,56 Mio. Euro. Darunter wird knapp eine Million Euro an Kirchensteuermitteln für den Kirchenkreis erwartet. Der restliche Betrag setzt sich vor allem aus öffentlichen Erstattungen für die soziale und pädagogische Arbeit im Diakonischen Werk zusammen. Der Kirchenkreis rechnet für das kommende Jahr mit einem Defizit in Höhe von 145.000 Euro. Dieser Betrag soll aus Rücklagen ausgeglichen werden.

Die zehn Gemeinden des Kirchenkreises haben je eigene Haushalte, die von den Presbyterien verabschiedet werden. Hier werden weitere 11,4 Mio. Euro aus Kirchensteuern erwartet. Insgesamt erwartet der Kirchenkreis im kommenden Jahr einen Rückgang der Kirchensteuermittel um gut 500.000 Euro auf 12,4 Mio. Euro.

Pfarrer Thomas Schorsch in KSV gewählt

Schließlich stand auch noch eine Nachwahl für den erweiterten Kreissynodalvorstand auf der Tagesordnung. Zum 2. stellvertretenden Skriba wählte die Synode den 56-jährigen Pfarrer Thomas Schorsch aus der Evangelischen Kirchengemeinde Gräfrath. Er ersetzt Pfarrer Hildebrand Proell, der im September den Solinger Kirchenkreis verlassen hatte.

 

12.11.2017



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