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für den 21.01.2018

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Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bad Neuenahr

Solinger Superintendentin wirbt für Intensivierung der Begegnung mit Muslimen

Die Begegnung mit Muslimen steht im Mittelpunkt der diesjährigen Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Mitverantwortlich für die Vorbereitung des Themas ist Superintendentin Dr. Ilka Werner aus Solingen.

Solingens Superintendentin Dr. Ilka Werner bringt vor der Lansdessynode den Beschlusstext ein (Foto: ekir.de / Hans-Jürgen Vollrath). Solingens Superintendentin Dr. Ilka Werner bringt vor der Lansdessynode den Beschlusstext ein (Foto: ekir.de / Hans-Jürgen Vollrath).

Eine theologische Positionsbestimmung für die Begegnung mit Muslimen ist das theologische Hauptthema der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland, die noch bis zum morgigen Freitag in Bad Neuenahr stattfindet. Maßgeblich mitverantwortlich für die Vorbereitung des theologischen Themas war die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner. Als Vorsitzende der Arbeitsgruppe, die den Beschlusstext für die Synode vorbereitet hat, und als Vorsitzende des für dieses Thema federführenden Theologischen Ausschusses der Synode hat sie den Textvorschlag für Positionsbestimmung auch im Plenum eingebracht.

Der Text solle, so  Werner, „Ermutigung zur und Orientierung in der Begegnung“ liefern und theologisch beschreiben, „wie wir als Christinnen und Christen der Evangelischen Kirche im Rheinland uns selbst verstehen und wie wir die Muslime und Muslimen wahrnehmen, was wir bei aller Verschiedenheit gemeinsam haben und was unsere Gespräche zum Ziel haben sollen und was nicht“. Der vorgeschlagene Beschlusstext, den die Solinger Superintendentin den 210 stimmberechtigen Synodalen vorstellte, bezeichnet den christlich-muslimischen Dialog als „kirchlichen Auftrag“, an dem „auch in schwierigen Situationen festzuhalten“ sei. Die Theologie könne und solle die Auseinandersetzung über soziale und politische Fragen nicht ersetzen, betonte Werner, aber Christinnen und Christen könne sie dabei helfen, sich in solchen Auseinandersetzungen zu besser orientieren.

In dem Text heißt es, Jesus Christus selbst habe sich „frei von Berührungsängsten“ unterschiedlichsten Menschen zugewandt und sei darin auch ein Vorbild in der Begegnung mit Musliminnen und Muslimen. Die Solinger Theologin ergänzte, das Ziel dieses Dialogs sei aus ihrer Sicht nicht die Konversion, also der Übertritt von Muslimen zum christlichen Glauben, sondern das gegenseitige Kennenlernen und gemeinsames Handeln, aber auch das Aushalten von Differenzen. Gleichzeitig freue man sich selbstverständlich über jeden einzelnen Menschen, der sich dem christlichen Glauben zuwende, sagte Werner. Die Beschlussvorlage plädiert für einen islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach und begrüßt christlich-muslimische Kooperationen in der Seelsorge in Krankenhäusern, Justizvollzugsanstalten und in der Notfallseelsorge.

Die abschließende Abstimmung über die Theologische Positionsbestimmung mit dem Titel „Für die Begegnung mit Muslimen“ und über eventuelle Änderungsvorschläge ist am morgigen Freitag vorgesehen.

Neben der Superintendentin vertreten auf der Landessynode auch der Ketzberger Pfarrer Helmut Benedens, die Ärztin Dr. Irmela Müller-Stöver und der Jurist Dr. Horst Butz den Solinger Kirchenkreis. Der Merscheider Dr. Horst Butz hat dabei als Vorsitzender des Finanzausschusses ebenfalls eine herausgehobene Funktion. Fünfter Solinger ist der Diplomkaufmann Hartmut Rahn aus Rupelrath: Er sitzt als im vergangenen Jahr wiedergewähltes nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung im Präsidium der Lanessynode.

Die 70. ordentliche Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat am Sonntag, 7. Januar 2018, begonnen und dauert noch bis morgen. Sie ist das oberste Leitungsgremium der mit rund 2,54 Millionen Mitgliedern zweitgrößten evangelischen Landeskirche in Deutschland und regelt die gemeinsamen Angelegenheiten der 38 rheinischen Kirchenkreise und ihrer 694 Gemeinden.

 

11.01.2018



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