Losung

für den 22.10.2017

Mach dich auf und handle! Und der HERR möge mit dir sein!

1.Chronik 22,16

Solingen 2017

Im Jahr 2017 feiern wir 500 Jahre Reformation. Darum zeigen wir auf den Seiten etwas von uns: Typisch evangelisch. In Solingen. 2017.

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Zwei Aufführungen des Pop-Oratoriums „Luther“ am 30. September

Mitreißendes Musikereignis zum Reformationsjubiläum im Solinger Theater

Im Reformationsjahr tourt das Pop-Oratorium "Luther"durch Deutschland. Meistens wurde es in großen Hallen gespielt oder auf Festivalbühnen beim Kirchentag in Berlin oder an der Schlosskirche zu Wittenberg. Am Samstag war es im Solinger Theater zu Gast.

Luther mit der Heiligen Schrift vor dem Projektchor (Alle Fotos: Jörg Schmidt, zum Vergrößern bitte auf das Icon klicken!). LupeLuther mit der Heiligen Schrift vor dem Projektchor (Alle Fotos: Jörg Schmidt, zum Vergrößern bitte auf das Icon klicken!).

Am Ende wurde das Pop-Oratorium zu einem regelrechten „Luther“-Festival: Rund 800 Menschen vor und 200 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne klatschten und jubelten gemeinsam über ein emotionales, nachdenklich machendes und manchmal auch augenzwinkerndes Musikereignis im ausverkauften Pina-Bausch-Saal des Theaters Solingen. Genauso viele begeisterte Menschen hatten auch am Nachmittag bereits die erste Vorstellung des Pop-Oratoriums aus der Feder von Komponist und Produzent Dieter Falk und Musicalautor Michael Kunze miterlebt. Darunter war auch Superintendentin Dr. Ilka Werner, die in ihren beiden Begrüßungen die gute Zusammenarbeit der beteiligten Partner lobte. Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hatte das Stück im Rahmen des Solinger Reformationsjubiläums gemeinsam mit dem Solinger Kulturmanagement und der „Stiftung Creative Kirche“ nach Solingen geholt. „Ein toller Abend“, zeigte sich auch der Hausherr, Solingens Kulturdirektor Hans Knopper, zufrieden.

Musikalische Zeitreise nach Worms
Gut zwei Stunden lang entführte das Pop-Oratorium „Luther“ Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine Zeitreise in das Worms des Jahres 1521. Fast vier Jahre nach seinem legendären Thesenanschlag in Wittenberg und viele kirchenkritischen Schriften später wird der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther auf den Reichstag zitiert, um vor dem jungen Kaiser und den deutschen Fürsten seine Positionen und Schriften zu widerrufen. In Rückblenden zeigt das Stück, wie es soweit kommen konnte: warum Luthers quälende Angst vor einem strafenden Gott mit dem Jähzorn des Vaters zusammenhängen könnte, wie Luther durch seine Kritik an den herrschenden Verhältnissen zum Rebell und Volkshelden wurde, wie die Reaktionen des Kaisers und der Fürsten mit politischen Intrigen und den realpolitischen Zwängen seiner Zeit zusammenhingen, wie der von ihm kritisierte Ablasshandel mit dem damals aufblühenden Bankenwesen verknüpft war. Das Pop-Oratorium thematisierte aber auch die quälenden Selbstzweifel des jungen Reformators, die zwar historisch verbürgt sind, aber so gar nicht zu dem Jahrhunderte lang gepflegten Bild des unbeirrten „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“-Theologen passen.

Erhielt begeisterten Applaus: Dirigentin und musikalische Leiterin Stephanie Schlüter zwischen Frank Winkels als erwachsenem Luther und Ben Wiedersprecher als Kind Martin. LupeErhielt begeisterten Applaus: Dirigentin und musikalische Leiterin Stephanie Schlüter zwischen Frank Winkels als erwachsenem Luther und Ben Wiedersprecher als Kind Martin.

Unterhaltung mit Tiefgang
Was in der Aufzählung vielleicht trocken klingt, erhielt auf der Bühne beste Musicalqualität durch den Ohrwurm-Charakter vieler Stücke und die hohe Qualität von Chor, Bergischen Symphonikern, Band und der ohne Ausnahme bestens aufgelegten Solisten unter der musikalischen Leitung von Kreiskantorin Stephanie Schlüter. Eine aufwendige Sound- und Lichtshow sowie die phantasievolle Choreographie und die zurückhaltende, aber effektvolle Gestaltung von Kostümen und Bühnenbild trugen ebenfalls dazu bei. Der Anspruch, den Marcel Volkmann von der „Creativen Kirche“ so formulierte: „Wir wollen beste Unterhaltung mit anspruchsvollem Tiefgang verbinden“, wurde bei den beiden Solinger Vorstellungen voll eingelöst. In der Klingenstadt kam aber, anders als bei vorangegangen Aufführungen in großen Hallen in Dortmund, Düsseldorf oder München noch die nur in einem Theatersaal mögliche Nähe des Publikums zur Bühne dazu, so dass der Funke früh übersprang und das Publikum bereits nach dem ersten Stück mit Zwischenapplaus reagierte.

Dass diese beiden begeisternden Aufführungen möglich wurde, lag auch an vielen Menschen die unsichtbar hinter der Bühne dafür sorgten, dass Ton und Licht stimmte, die nötigen Absprachen zwischen Veranstalter, Theater und Ensemble getroffen wurden und Musikerinnen und Musiker zwischen Auftritten gut versorgt wurden. Bei der anschließenden After-Show-Party dankte Superintendentin Dr. Ilka Werner stellvertretend für diese Pfarrerin Raphaela Demski-Galla und Pressepfarrer Thomas Förster, die gemeinsam mit Kreiskantorin Stephanie Schlüter als Organisationsteam zweieinhalb Jahre lang an dem Projekt gearbeitet hatten, sowie Hans Knopper vom Solinger Kulturmanagement und Marcel Volkmann und Sonja Knabe von der „Creativen Kirche“. Für den 180-köpfigen Projektchor lobte Christina Schulz zur Wiesch die zielgerichtet-professionelle und dabei immer außergewöhnlich freundliche und motivierende Ausstrahlung Stephanie Schlüters. Diese gab den Dank sofort weiter auch an ihre beiden Ko-Dirigentinnen Charlotte Voget und Birgit Rhode.

Superintendentin Dr. Ilka Werner begrüßte das Publikum. LupeSuperintendentin Dr. Ilka Werner begrüßte das Publikum.

Unterstützung durch Partner und Sponsoren
Möglich wurde das Pop-Oratorium auch durch einen Zuschuss des Evangelischen Kirchenkreises Solingen sowie durch die großzügige Unterstützung der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland sowie von Solinger Unternehmen wie Walbusch, der Stadtsparkasse Solingen, der Druckerei Ullrich, dem Diakonischen Werk Bethanien, Radio RSG und anderen. Dadurch konnten die Eintrittskarten trotz der aufwändigen Inszenierung in einem Rahmen gehalten werden, der deutlich unter den Preisen für künstlerisch vergleichbare Musicaltickets blieb.

Im Programmheft zur Aufführung wünschte Superintendentin Dr. Werner allen Zuschauern „ein begeisterndes Hörerlebnis - und wenn Sie beim Rausgehen noch summen und tanzen, ist das wunderbar!“ Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen.

Übrigens für alle, die keine Karten mehr bekommen konnten oder "Luther" noch einmal erleben möchten: Am Reformationstag, am 31. Oktober 2017, überträgt das ZDF ab 22.00 Uhr eine Aufzeichnung der Aufführung in Berlin vom 29.10.2017 in voller Länge.

 

02.10.2017



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