JOHANNESKIRCHE SAARBRÜCKEN

KONTEMPLATION 2009

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GOTTESDIENSTE

Gottesdienste in der Johanneskirche:
immer sonntags 11 Uhr und zu besonderen Terminen
Die einzelnen Termine entnehmen Sie bitte dem Terminkalender
auf Termine
Nach den Gottesdiensten sind Sie herzlich eingeladen,
bei einer Tasse Kaffee mit anderen Gemeindegliedern oder
der jeweiligen Pfarrerin oder dem Pfarrer ins Gespräch zu
zu kommen.

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Projekt - Gottesdienste

Die Predigtreihen und Gottesdienstreihen werden seit 2009 durch die Projekt-Gottesdienste ersetzt - bitte nachlesen auf der Seite Themen und Texte

Ehemalige Predigtreihen:

Katastrophenfilme und katastrophale Predigten in der Saarbrücker Johanneskirche - 2007

9.9. 11h: 1. Predigt zum Thema:
Martina Rief predigt über Jakobs Traum von der Himmelsleiter und den Fähigkeiten, die Gott dem Menschen gibt, die dieser aber ambivalent anzuwenden weiß....

9.9. 20h:
Das China-Syndrom:
Spielfilm mit Jane Fonda, Jack Lemmon und Michael Douglas aus dem Jahr 1979, der sich kritisch mit der wirtschaftlichen Nutzung der Kernenergie auseinandersetzt.
In dem Film wird ein (fiktiver) Störfall in einem amerikanischen Atomkraftwerk beschrieben, dessen Ursache sowohl in technischem als auch menschlichem
Versagen wurzelt. Der Film erreichte in den Vereinigten Staaten ein erhebliches Medienecho, nicht zuletzt aufgrund seiner zeitlichen Nähe zum Reaktorunfall in Three Mile
Island (den er aber vorwegnahm). Angesichts der jüngsten Störfälle in Deutschland ein brisantes Thema.
Nach dem Film kann mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kinokirche diskutiert werden.

Infos: /www.moviemaster.de/archiv/film/film_2727.htm

Sonntag, 7.10., Predigtreihe
11 Uhr: Katastrophale Predigt zum Thema "Jüngster Tag", Patrick Fries

So, 7.10.,
20 Uhr: Katastrophenfilm "Der jüngste Tag", Eintritt frei, anschließend Möglichkeit zur Diskussion mit Werner Stein u.a.

Der fantastische Science-Fiction-Film "Der Jüngste Tag", im Jahr 1951 Oscar-Gewinner für die besten Spezialeffekte, setzte neue Maßstäbe für die realistische cineastische Umsetzung von Katastrophenszenarien. Natürlich ist der Film, gemessen an den heutigen Maßstäben, eine eigenartige Kuriosität. Aber die von George Pal, dem Pionier für optische Effekte, produzierte Geschichte eines aus der Bahn geratenen Sterns, der mit der Erde kollidiert, ist immer noch ein überwältigendes Beispiel für die Science-Fiction-Filme der 50er-Jahre, als die Spezialeffekte eine neue Stufe der Entwicklung erreichten.
Trotz der Warnung der Wissenschaftler über das zerstörerische Potenzial des Sterns, weigern sich die Regierungsbeamten, Maßnahmen zu ergreifen, die internationale Panik auslösen könnten. Aber ein Konsortium von privaten Unternehmern bereitet sich auf das Schlimmste vor und baut ein gigantisches Raumschiff, eine Arche Noah für die Menschheit, um ein neues Leben auf einem entfernten Planeten zu beginnen. Wer wird ausgewählt werden mitzukommen, und wer wird zurückbleiben müssen? Als Erdbeben tosen und riesige Flutwellen ganze Städte vernichten, wird die Rakete startfertig gemacht, um von ihrer kilometerlangen Startrampe aus ins Weltall aufzubrechen -- bereit, die zerstörte Erde hinter sich zu lassen!
Obwohl "Der Jüngste Tag" heute mehr Vergnügen bereitet, wenn man ihn sich unter dem Aspekt "wertvolles Museumsstück" anschaut, bleibt der Film doch ein Meilenstein in seinem Genre und bereitete den Weg für viele Leinwand-Desaster wie Deep Impact die diesem immer noch wertvollen Beispiel folgten.

So, 28.10. Predigtreihe
11h: Katastrophale Predigt von Christian Bauer

So, 28.10., 20h: Katastrophenfilm "The Day After Tomoorow"
Eintritt frei, anschließend Diskussion mit Martin Heuer und Joachim Götz vom BUND Saar.

Der Katastrophenfilm *The Day After Tomorrow* von Roland Emmerich behandelt die Gefahren und Folgen der globalen Erwärmung.
Er ist eine Produktion von 20th Century Fox aus dem Jahre 2004. Als Vorlage für das Drehbuch diente u. a. der Roman"/The Coming Global Superstorm" (dt. Titel:"Sturmwarnung") von Art Bell und Whitley Strieber.
Der Klimaforscher Jack Hall warnt seit Jahren vergeblich vor einer dramatischen Veränderung des Weltklimas. Als die Erde plötzlich von einer sich immer mehr dramatisierenden Serie von Tornados, Flutwellen, Hagel und schließlich arktischer Kälte mit lebensfeindlichen Temperaturmomenten unter --100°C heimgesucht wird, macht sich Jack von Washington aus auf den Weg nach New York, wo sein Sohn Sam und seine Freunde eingeschneit sind und gegen die Kälte, Krankheiten, Wölfe und Hunger kämpfen. Am Schluss werden Sam und seine Gefährten von Jack gerettet, der einen Weg in das unter Schnee stehende New York gefunden hat.

Rückfragen beantwortet Citykirchenpfarrer Jörg Metzinger, 0177-309019

Am Sonntag, den 18. November 2007, ging die Predigt- und
Filmreihe "Katastrophen" in der Saarbrücker Johanneskirche zu Ende.
Letzter Film der Predigtreihe:

"Deutschland im Jahre Null"
Die deutschen Trümmerfilme benutzten die Ruinen der zerbombten Städte in der Regel, um darauf schwarzweiß gerasterte Erklärungen für all das Elend und die Not zu legen. Einem Italiener blieb es vorbehalten, mit /Germania anno zero/ den beeindruckendsten dieser Nachkriegsfilme zu schaffen.

Berlin, Sommer 1945. Der zwölfjährige Edmund muß seinen schwer kranken Vater unterstützen und die Familie ernähren. Die älteren Geschwister - ein Bruder, der sich "mannhaft" seiner Fahnenflucht schämt, und eine Schwester, die keine Mutter sein kann - scheinen mit der Situation überfordert. Neben seinen Pflichten, denen der Junge voller Ernst nachgeht, lockt ihn ein Mädchen: Edmund macht seine ersten, verwirrenden sexuellen Erfahrungen. Ein ehemaliger Lehrer, der Nazi-Devotionalien an die Amis verscherbelt, beeinflusst ihn mit nietzscheanischen Ideen vom Starken, das überlebt, und dem Schwachen, das zugrundegehen muß. In einem überaus
nachvollziehbaren Schritt läßt Rossellini diese Idee, die nun in das Gehirn des Kindes eingepflanzt ist, Edmund in die Tat umsetzen: Er tötet seinen Vater und vollzieht damit noch einmal den Akt der Euthanasie, die doch - und das ist die bittere Ironie des Films und gleichzeitig seine Lehre - dem zusammengebrochenen NS-Regime vorbehalten war. Als der Junge seine Tat dem Lehrer beichtet, nennt dieser ihn ein Monster und schickt ihn fort. Edmund, unschuldig-schuldig, irrt ziellos durch die Straßen; ihm wird bewußt, was er getan hat, und er stürzt sich von einer Ruine in den Tod. Das Kind, das in diesen Zeiten kein Kind mehr sein kann, wählt in vollem Bewußtsein den Freitod.
Wie Rossellini diesen Beschluß ins Bild setzt (die Vorverweise, die im Film gegeben werden, wirken so beiläufig, daß der Zuschauer sie zunächst ignoriert), hat Filmgeschichte gemacht. Andre Bazin sprach in diesem Zusammenhang von einem "Realismus nicht des Themas, sondern des Stils" und fragte: "Ist das nicht eine solide Definition des Realismus in der Kunst: den Geist zur Teilnahme zu zwingen, ohne mit Menschen und Dingen zu mogeln?" Rossellini trieb mit dem größtenteils im Herbst 1947 in Berlin gedrehten und im Jahr darauf in Rom fertiggestellten Film seine Geschichtserforschung der Gegenwart auf die Spitze. In Deutschland wurde der Film abgelehnt. "Rossellini pflückt in diesem Film nicht Blumen von dein Grab einer Nation", schrieb der als amerikanischer Besatzungsoffizier zurückgekehrte Hans Habe, "er erbricht sich in den Sarg." (Süddeutsche Zeitung, 28.9.1949). Erst drei Jahre nach der Uraufführung war der Film in deutschen Kinos sporadisch zu sehen; bis heute scheint /Germania, anno zero/ hierzulande nicht recht
rezipiert. In Frankreich dagegen, wo das Projekt gereift war (der Filmtitel geht zurück auf ein Buch des Soziologen Edgar Morin), fand der Film eine begeisterte Aufnahme, besonders bei einer 'phänomenologischen' Kritik, die nach den Erfahrungen mit Filmen jedweder Propaganda zuallererst ihren eigenen Augen trauen wollte.


Liebe und Gewalt
Predigtreihe und Kinokirche in der Johanneskirche
(Mai 2007)


Polizeidirektor Wilfried Pukallus machte am 18. Februar 2007 um 11 Uhr in der Johanneskirche Saarbrücken bei der neuen Predigreihe den Anfang als Gastprediger. Liebe und Gewalt – das ist der Stoff, aus dem fast alle Familiendramen gemacht sind. Nicht nur im Film. Pukallus setzt sich mit der Frage auseinander, ob Menschen aus eigener Kraft den Teufelskreis von Gewalt und Liebe durchbrechen können. Der bekennende evangelische Christ reflektiert seine Erfahrungen aus dem Alltag im Kontext seines Glaubens.

Am Abend wurde der Film „Sie küssten und sie schlugen ihn“ gezeigt.
Am Sonntag, dem 18. März 2007 zeigte KinoKirche zur Predigtreihe Gewalt
den Film„Die Passion Christi“ von Mel Gibson.*

Dieser Film war vor 2 Jahren in den Kinos und ist gerade in
kirchlichen Kreisen sehr umstritten gewesen. Viele haben ihn allerdings
nie ganz oder überhaupt nicht gesehen.
Die Kirche ist in diesen Wochen durchaus der richtige Platz für diesen Film.
Denn dieser zeigt in realistischer Weise den Leidensweg Jesu und die
Kreuzigungsgeschichte, wie sie in den Evangelien aufgezeichnet ist, bis
hin zur Sprache, die bewusst nicht synchronisiert wird. Der Klang der
aramäischen und der lateinischen Sprache verstärken den Anspruch,
historisch belegbares Geschehen nachzuzeichnen.

Die Ernsthaftigkeit des Films liegt gerade darin, dass die Fähigkeit des
Menschen zu hemmungsloser Gewalt schonungslos gezeigt wird und der
Betrachter emotional bis an die Grenze des Erträglichen herausgefordert
wird, andererseits aber auch respektiert wird, wenn er sich abwendet.
Der Film hält dem Betrachter einen Spiegel vor, der ihn konfrontiert mit
sich selbst und Seinesgleichen. Dabei wird niemand geschont und auch
nichts in Lächerliche gezogen.

„Gewalt durch Religion“ – die Predigt hielt Kirchenrat Frank Matthias Hofmann,* Das Thema variiert unter den Aspekten Religion, Politik und Medien.
Die Predigtreihe findet im Rahmen der ökumenischen „Dekade zur Überwindung von Gewalt“ statt. Diese ist vom ökumenischen Rat der Kirchen für den Zeitraum von 2001 bis 2010 ausgerufen worden. Der Evangelische Kirchenkreis Saarbrücken hatte seit 2001 regelmäßig zu Gottesdiensten anlässlich der Dekade eingeladen.

Am 22. April 2007 wurde im 11 Uhr-Gottesdienst die Predigtreihe "Gewalt" fortgeführt. Das Thema:Politik und Gewalt. Es predigte Heidelore Trampert, Liturgie Pfarrerin Martina Rief. Um 20 Uhr war zum gleichen Thema der Film "Der Stellvertreter" von Constantin Costa-Gavras aus dem Jahre 2002 zu sehen.
Diskussion: Die Filmredakteurin Marisa Villareale und der Journalist und Theologe Christian Bauer.

Am Sonntag, den 20. Mai 2007 predigte um 11 Uhr im Gottesdenst Prof. Peter Winterhoff-Spurk zum Thema "Gewalt und Medien",
abends um 20 Uhr wurde der Film "Bowling for Columbine" gezeigt und mit Filmfachleuten und dem Publikum diskutiert. Prof. Winterhoff- Spurk ist
Psychologe und hat u.a. die Bücher "Kalte Herzen. Wie das Fernsehen unseren Charakter formt" und "Fernsehen. Fakten zur Medienwirkung" publiziert.

"Bowling for Columbine" ist ein Dokumentarfilm des US-amerikanischen Regisseurs Michael Moore aus dem Jahr 2002.
Er wurde mit einem Oscar und zahlreichen anderen Preisen ausgezeichnet.

Ausgehend vom Schulmassaker von Littleton, bei dem zwei Schüler an der
Columbine High School zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, ist
der Film eine persönliche und künstlerische Erforschung der Natur der
Gewalt (nicht nur) in den USA.

Moore argumentiert, dass die höhere schusswaffenbedingte Mordrate in den
USA nicht mit der Zahl der Waffen zusammenhängt, da es in Kanada
ebenfalls viele Waffen gibt. Er fragt nach anderen Gründen: Die
gewalttätige Unterdrückung der Indianer in der Vergangenheit scheidet
aus, da andere Nationen mit gewalttätigem Hintergrund wie Deutschland
(Nationalsozialismus), Japan (Besetzung Chinas im 2. Weltkrieg) oder
Frankreich (Algerienkrieg) heute geringere Mordraten haben.

Breiten Raum nimmt die Betrachtung der US-amerikanischen
Medienlandschaft ein, die mit ihrem Schwerpunkt auf Berichten über
Gewalt und Kriminalität zu einem allgemeinen Gefühl der Verunsicherung
und Angst beiträgt.


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Hochschulgottesdienste

Professorinnen und Professoren der Hochschulen in Saarbrücken
nehmen vor dem Hintergrund ihrer Wissenschaft zu biblischen Texten Stellung.
Passend zum Thema hat jeder Gottesdienst seinen eigenen musikalischen Akzent.

aus dem Programm der Evangelischen Studierenden Gemeinde Saarbrücken:

Unsere Hochschulgottesdienste in der Johanneskirche sind Themen gewidmet,
die uns als Kirche an der Hochschule interessieren.
Wir laden Hochschullehrerinnen und -lehrer ein, sich im Gottesdienst zu äußern.
Wir bewegen uns in der Spannung zwischen Wissenschaft und Bibel, gewinnen Einsichten
und Impulse.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Gesprächen bei Wasser und Wein.
( Evangelische Studierenden Gemeinde Saarbrücken)

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