Anruferinnen und Anrufer
Welche Menschen und wie viele Menschen rufen an?
 Die
Anruferzahlen in der TelefonSeelsorge Düren-Heinsberg-Jülich sind
seit der Einrichtung der freecall-Nummern im Jahr 1997 und seit
der Verbreitung des Mobilfunks von etwa 7000 auf über 22 100 Kontakte
im Jahr gestiegen, das sind täglich über 60 Anrufe.
Etwa zwei Drittel aller Anrufer/innen sind weiblich. Alle Altersstufen
sind vertreten, wobei Menschen in den mittleren Jahren, zwischen
30 und 55, die stärkste Anrufergruppe sind. In den letzten Jahren
hat die Zahl der jungen Menschen bis 20 Jahren zugenommen. Dies
hängt sicherlich mit der Verbreitung des Handys zusammen.
Mit welchen Anliegen rufen die Menschen die TelefonSeelsorge
an?
Generell lässt sich sagen, dass die Anliegen so vielfältig und
bunt wie das Leben selbst sind. Häufig aber sind es:
- Menschen, die in unglücklichen Beziehungen leben, aus denen
sie keinen Ausweg sehen;
- Menschen, die vor einer wichtigen Entscheidung stehen und
den Rat eines Außenstehenden suchen;
- einsame Menschen, die ein offenes Ohr suchen, weil sie seit
Tagen oder über ein bestimmtes Thema noch mit niemandem gesprochen
haben;
- Menschen, die voller Sorgen und Angst sind und sich ihr
Leid von der Seele reden möchten;
- Menschen in Trauer oder Trennung;
- Menschen, die mit Religion oder Kirche nicht zu Ende sind
und nach einem offenen Gesprächspartner suchen, der auch Zweifel,
Krisen und Sehnsüchte ernst nimmt
- Menschen, die nach Adressen zur weiteren Hilfe fragen
- Menschen, die in ihrem Beruf Schikane und Mobbing erleiden;
- Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Erwerbsunfähige, die
an ihrer finanziellen Situation zu scheitern drohen;
- Kinder und Jugendliche, die Probleme im Elternhaus, in ihren
Beziehungen, in der Schule, im Freundeskreis haben;
- Menschen, deren Leben von Gewalt oder von Erinnerungen an
Gewalterfahrungen geprägt ist.
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