"Lele" ist Lernen lernen

Paukst du noch oder lernst du schon?

Seit der ersten Stunde bildet das Erlernen von Arbeitstechniken und -methoden am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium eine wichtige Säule unserer pädagogischen Arbeit. Fällt die Abkürzung „Lele“ (= Lernen lernen), dann weiß bei uns jeder, worum es geht. Da sich Lerninhalte am Nachhaltigsten verfestigen, wenn man sie in einzelne „Häppchen“ aufteilt, haben wir die Lele-Lerneinheiten auf fünf bis acht Projekteinheiten pro Schuljahr und Jahrgangsstufe aufgesplittet, die im Laufe einer „Lele-Woche“ Stück für Stück behandelt werden. Unsere Bausteine zum Themenspektrum Methodentraining / Lernkompetenz bauen dabei zudem aufeinander auf und sind untereinander vernetzt, so dass automatisch eine immanente Wiederholung gewährleistet ist. Konzeptionell haben wir uns dabei auf der einen Seite an erprobten Entwürfen einiger Pionierschulen des deutschsprachigen Raumes und auf der anderen Seite an den Methoden-, Team- und Kommunikationstrainings nach Dr. Heinz KLIPPERT (Landau) orientiert.

 

In der Jahrgangsstufe 5 findet zusätzlich ein Methodenschnuppern in der Einführungswoche zu Beginn des Schuljahres statt.

Neben den Methodeneinheiten für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule wird für die Eltern der Klasse 5 parallel dazu ein Elternabend angeboten, auf dem die Eltern einige Inhalte ebenfalls erlernen und somit für ihre Kinder eine größere Stütze sein können. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Kinder optimal zu betreuen und methodische Hilfsmittel anbieten zu können. In diesem 120minütigen Workshop müssen die Eltern richtig ran, erfahren zum Teil selber noch mal die Nöte ihrer Kinder. Dies wird aber auch bewusst gemacht und gewollt, damit sie sich besser in die Lernprobleme ihrer Kinder hineinversetzen können.

Ein Produkt eines Elternabends kann man auf dem Bild sehen.

Einzelheiten zu Lele in der Jahrgangsstufe 5

In der Klasse 5 finden u.a. folgende Bausteine statt

1) Methodenschnuppern in den Einführungswochen

2) Lerntypen / mehrkanaliges Lernen

3) Mind-Mapping I

4) Effektiv üben

5) Gruppenarbeit

6) Mentales Visualisieren

Methodenschnuppern in den Einführungswochen

In den ersten beiden Wochen an unserer Schule haben die Kinder viele Ängste und Sorgen auszuhalten. Um ihnen den Schritt zu erleichtern, gestalten wir die ersten beiden Wochen so, dass ein "sanfter Übergang" gewährleistet wird. Die Kinder lernen sich dabei untereinander kennen, erkunden spielerisch die Schule, erfahren die Regeln, Rechte und Pflichten, die auf sie zukommen, üben sich im sicheren Schulweg usw. Natürlich schnuppern sie auch schon in Fachunterricht und lernen den ein oder anderen Lehrer kennen. Hinzu kommen „Schnupperphasen“ zu ersten grundlegenden Arbeitstechniken und Organisationshinweise, so z.B. zur Führung des AMH´s (= Aufgaben- und Mitteilungsheftes)

Lerntypen / mehrkanaliges Lernen

Dass es verschiedene Lerntypen gibt, ist keine Neuigkeit. Der eine lernt besser und vor allem schneller durch konzentriertes Zuhören, ein zweiter muss es sich aufschreiben, ein dritter besitzt ein Fotografisches Gedächtnis, während viele durch "selber machen" lernen. Welche Lerntypen in der Klasse sitzen wird in Rahmen dieses Schwerpunktthemas herausgefunden. Aber auch jeder einzelne kann seinen Lerntyp bestimmen und erhält dadurch eine wichtige Information, um sich optimal für eine Prüfung vorzubereiten. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler nach diesem Tag wissen, was sie tun können, um ihren Lernerfolg zu steigern.

Mind-Mapping I

Gehirngerecht lernen bedeutet effektiver und leichter lernen, da lernbiologische Gesetzmäßigkeiten beim Lernprozess berücksichtigt werden sollen. Definiert wurden sie von dem "Vater des vernetzten Denkens" Prof. Frederic VESTER. Das Mind-Mapping, also das Erstellen von Gedankenlandkarten nach festgelegten Regeln unterstützt diesen Ansatz und integriert die Fähigkeiten der linken und rechten Gehirnhälfte in optimaler Weise. In mehreren Bausteinen (bis Klasse 9) werden die Schülerinnen und Schüler in dieses Verfahren eingeführt.

Effektiv üben

Lernprinzipien, wie "Lernen mit Pausen" und "Lernen mit sinnvollen Wiederholungen" sind wichtig, um effektiv üben zu können. Dazu sind Kenntnisse über die verschiedenen Gedächtnisformen interessant. Mit Experimenten wird den Schülern deutlich gemacht, welche Strategien sie anwenden können, um Informationen gezielt in das Langzeitgedächtnis zu transportieren. Wichtiger Bestandteil ist dabei natürlich auch der Glaube an sich und die eigenen Fähigkeiten. Damit ist der Erfolg schon fast gewährleistet.

Gruppenarbeit

Eine wichtige Säule unserer pädagogischen Arbeit beeinhaltet das Vermitteln von sozialer Kompetenz. Neben dem PROPP-Programm widmet sich auch Lele bereits im ersten Jahrgang diesem Komplex, zunächst unter dem Aspekt der Teamentwicklung in kleineren Gruppen. Um für alle eine einheitliche Form von Gruppenarbeit zu gewährleisten, wurde ein entsprechender Baustein erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler üben hier, dass für das gute Funktionieren einer Gruppenarbeit bestimmte Gesprächsregeln notwendig sind. Sie entwickeln entsprechende Kommunikationsstrukturen für sich selbst und werden angeleitet, ihre eigenen Gruppenarbeiten zu reflektieren.

Mentales Visualisieren

Sich selbst Informationen zu Bildern zu machen und über diese bildliche Anschauung die Gedächtnisleistung zu steigern, sollen die Schülerinnen und Schüler in dieser Einheit erfahren. Die Wirksamkeit dieser Methode beruht auf der Verbindung der linken und rechten Gehirnhälfte (s. Mind-Mapping). Dabei lernen die Schüler spielerisch mehrere Instrumentarien kennen, um solche Verfahren einzusetzen. Eines davon ist das Lernen mit den "Magic 12 Symbols", die auf dem Bild von zwei Siebtklässlerinnen "hochgehalten" werden.

Wie wäre es mit einem kleinen Quiz zum Lernen?http://www.barbarabuessemaker.de/Quiz.htm

Ordnung am Arbeitsplatz

Dieses Thema wird ebenfalls im Rahmen eines Lele-Schwerpunkttages bearbeitet. Wie ein richtiger Arbeitsplatz aussehen könnte, zeigt ein Beispiel einer Schülerin einer 5. Klasse. 

Wie sieht es eigentlich mit dem Arbeitsplatz zu Hause aus? Lust auf einen kleinen Test? Dann ran an die Checkliste?