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für den 26.02.2020

O dass mein Leben deine Gebote mit ganzem Ernst hielte.

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Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis

Ganz bei Trost?

„Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“ Mit dieser Frage beginnt der Heidelberger Katechismus. Zum 450. Jubiläum feiern Gemeinden im Duisburger Süden einen Gottesdienst am Reformationstag, 31. Oktober um 19:30 Uhr in der Evangelischen Kirche Wedau.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: www.heidelberger-katechismus.net Lupe450 Jahre Heidelberger Katechismus: www.heidelberger-katechismus.net

Was glauben wir eigentlich? Die Reformation hatte in Deutschland viele Glaubenssätze ins Wanken gebracht. Nach Ende der blutigen Kriege 1555 durften die Landesherren ihre Religion frei wählen. So kam es in manchen deutschen Landen zu häufigen Konfessionswechseln. Da gab es die überzeugten Lutheraner, die Anhänger des gemäßigteren Melanchthon oder die strengen Calvinisten. Das war alles andere als überschaubar. Die Frage „Was glauben wir eigentlich?“ musste neu gestellt und beantwortet werden. Um ein für alle verbindliches Lehrbuch - zumindest in der Kurpfalz - zu haben, berief Friedrich III eine Kommission ein. Dabei heraus kamen 129 Fragen und Antworten rund um die eine große Frage „Was glauben wir eigentlich?“

Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz; Darstellung an Fassade des Schlosses Heidelberg. Foto ©AleidaSiller2012 LupeKurfürst Friedrich III. von der Pfalz; Darstellung an Fassade des Schlosses Heidelberg. Foto ©AleidaSiller2012

Mitdenken ist erwünscht

Das war nahezu revolutionär! Da sollte der Leser doch tatsächlich in ein Gespräch verwickelt werden und auch noch selber denken! In Glaubensfragen war das bisher eigentlich nicht erwünscht gewesen. Und der Katechismus nimmt seinen Leser auch noch ernst, indem er Zweifel und Einwände formuliert! Der Katechismus erträumt sich mündige Christen, die selber in der Bibel lesen und selber ihre Antworten finden, sich eben nicht mehr bevormunden lassen.

Titelblatt des Heidelberger Katechismus von 1563. Quelle: Wikipedia LupeTitelblatt des Heidelberger Katechismus von 1563. Quelle: Wikipedia

Eine urmenschliche Erfahrung

Und alles Selber-Denken beginnt mit der Frage „Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“ Antwort: „Dass ich mit Leib und Seele im Leben und Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre.“So ist es. Mein einziger Trost im Leben und im Sterben ist eine Beziehung. Das ist eine urmenschliche Erfahrung. So wie ein Kind, das auf die Welt kommt, erfährt, dass jemand bedingungslos für ihn da ist, so macht es auch der Katechismus mit uns. Bevor es etwas zu lernen und verstehen gibt, gibt es da eine Beziehung. Ich gehöre zu Gott. Wenn ein Kind hinfällt, dann möchte es in den Arm genommen und getröstet werden und nicht über die Ursachen der Schmerzen belehrt werden. So schafft der Katechismus die Grundlage, die allen Fragen und Zweifeln standhält: Du gehörst zu Gott. Und dann wollen wir einmal weitersehen, was es sonst noch alles zu wissen gibt!

Auf dieser Grundlage laden wir in diesem 450. Jahr des Heidelberger Katechismus herzlich dazu ein, Glaubensfragen zu stellen und gemeinsam mündige Christen zu sein, die sich an die Frage trauen „Was glauben wir eigentlich?“.

Mehr: http://www.heidelberger-katechismus.net

 

Sarah Süselbeck / 16.07.2013



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