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für den 21.05.2019

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Presbyteriumssitzung in der Evangelischen Lutherkirchengemeinde in Bonn. (Archivbild) Presbyteriumssitzung in der Evangelischen Lutherkirchengemeinde in Bonn. (Archivbild)

Presbyteriumswahl

Ein Ehrenamt für offene Menschen

Am 1. März 2020 werden in der rheinischen Kirche neue Presbyterien gewählt. Viele Gemeinden beschäftigen sich jetzt schon mit der Suche nach geeigneten Kandidaten oder Kandidatinnen. Die Aufgabe verlangt Ehrenamtlichen einiges ab. Aber es kommt auch viel zurück, finden fünf Menschen, die sich derzeit in Presbyterien engagieren.

„Fürs Presbyteramt sollte man Geduld und Menschenfreundlichkeit mitbringen. Man sollte Ausdauer besitzen und ein offener Mensch sein, weil ganz viele verschiedene Dinge auf einen zukommen“, sagt Cornelia Keins aus Essen. Sie muss es wissen, denn die 59-Jährige ist bereits seit 1995 in der Leitung ihrer Kirchengemeinde Essen-Margarethenhöhe tätig, davon 16 Jahre als Vorsitzende.

Presbyterinnen und Presbyter haben eine zentrale Funktion in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sie leiten die Kirchengemeinde, und zwar ehrenamtlich und gleichberechtigt mit den Pfarrerinnen und Pfarrern. Die rheinische Kirche ist nämlich presbyterial-synodal geordnet.

Alle vier Jahre wählen die Mitglieder der Kirchengemeinde aus ihrer Mitte Menschen, die bereit sind, dieses verantwortungsvolle Ehrenamt auszuüben. Das Prinzip setzt sich auf anderen Ebenen der Kirche – den Kirchenkreisen und der Landessynode – fort. Kurz gesagt: Die Gemeinde leitet sich selbst, Kirche wird von unten gebildet.

Einblicke in alle Facetten einer Kirchengemeinde

Das Presbyteramt hat viele Facetten. „Ich habe durch das Ehrenamt Einblick bekommen in die ganze Arbeit, die in einer Kirchengemeinde anfällt“, sagt Dorothe Hübner-Schömer aus der Kirchengemeinde Saarlouis. Als Neuling im Presbyterium müsse sie in die vielfältigen Aufgaben des Gremiums „erst mal reinwachsen“.

Gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern bestimmt das Presbyterium darüber, in welche Richtung sich die Gemeinde entwickelt. Es legt die Schwerpunkte und Aufgaben fest, entscheidet über die Finanzen, das Personal sowie die diakonischen und gesellschaftlichen Aufgaben der Gemeinde. Auch in geistlicher Hinsicht gibt es seiner Gemeinde das Gesicht, denn es trägt Mitverantwortung für die Seelsorge und die Gottesdienstgestaltung.

Das Presbyteramt verlangt Ehrenamtlichen auch einiges ab. Neben den monatlich stattfindenden Sitzungen müssen Protokolle und Sitzungsunterlagen gelesen und durchgearbeitet werden. Wer in einem Fachausschuss mitarbeitet, muss auch hierfür Zeit einplanen.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit und guter Umgang

Es falle viel Routinearbeit an, ist die Erfahrung von Presbyter Percy Göttling aus Bonn. Doch dafür entschädigen ihn die vertrauensvolle Zusammenarbeit und der gute Umgang miteinander im Team. „Wir machen einmal im Jahr eine Presbyteriumsrüstzeit. So kennen wir uns wirklich gut und können vertrauensvoll zusammenarbeiten“, sagt Göttling. Es gefällt ihm auch gut, seine Gemeinde offiziell nach außen vertreten zu können. „Das ist ein schönes Gefühl“, sagt der 52-jährige Diplom-Physiker.

Das Ehrenamt bedeutet eben nicht nur Anstrengung, es gibt auch viel zurück. Viele Presbyteriumsmitglieder erleben ihre Aufgabe als Bereicherung. Cornelia Keins macht es Freude, „mit Christen zusammenzukommen, die ihren Glauben auch leben wollen.“ Behzad Mirahmadi, der mit seiner Familie als Flüchtling aus dem Iran nach Deutschland gekommen ist, hat als Presbyter in der Kirchengemeinde St. Johannisberg an der Nahe Freunde und Anschluss gefunden. „Für uns ist dies eine zweite Heimat“, sagt er.

Und auch Daniela Mondry-Küppers, Presbyterin in Krefeld, gefällt ihre Aufgabe: „Für mich ist dieses Ehrenamt eine gute Sache. Ich finde es wichtig, dass man nicht nur meckert, wenn einem Dinge nicht gefallen, sondern sich engagiert und selbst an Verbesserungen mitarbeitet.“

Weitere Informationen und Materialien zum Presbyterium und den anstehenden Wahlen, gibt es auf der Internetseite presbyteriumswahl.de.

 

ekir.de / Ulrike Klös, Foto: Martin Magunia / 10.05.2019



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