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für den 21.01.2018

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Rheinischer Verband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder

Was Familien von Kitas brauchen

Familie und Beruf vereinbaren - das ist schwer. Das machte die entsprechende Diskussion bei der Mitgliederversammlung des Rheinischen Verbands Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in Bonn deutlich.

Erschwerend sind Flexibilisierung und Mobilisierung des Arbeitslebens, belastend sind prekäre Arbeitsverhältnisse in Form von kurzzeitlichen oder projektbezogenen Verträgen, die sich auflösende Trennung von Arbeits- und Privatleben sowie längere Arbeitswege. "Wie viel Kita braucht Familie im Jahr 2022. Zwischen evangelischem Anspruch und ökonomisierter Wirklichkeit" lautete das Thema bei der Mitgliederversammlung.

"Kinder stehen mit ihren Bedürfnissen in unserer Arbeit im Vordergrund", stellte Klaus Eberl, Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche im Rheinland, in der Andacht zu Beginn der Mitgliederversammlung fest. Schon jetzt leisteten evangelische Kindertagesstätten einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Doch auch in Kitas drückt der Schuh, gibt es personelle und finanzielle Engpässe. Pfarrer Jens Sannig, wiedergewählter Vorstand des Rheinischen Verbands und Superintendent der Evangelischen Kirchenkreises in Jülich: "Unsere Mitarbeitenden müssen neben ihrer pädagogischen Arbeit in den Kitas verstärkt auch Elternarbeit leisten, um bei individuellen Bedürfnissen und Nöten Hilfestellungen zu geben." Auch angesichts dieser erweiterten, zeitintensiven Aufgabengebiete sei es wichtig neue Modelle denk- und lebbar zu machen.

Dabei gibt es laut Sannig keinen einheitlichen Lösungsweg: "Die größte Herausforderung der Zukunft unseres Verbandes liegt darin, den unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Landschaften, in denen unsere Einrichtungen beheimatet sind, gerecht zu werden." Es gelte hier immer, den Blick auf einzelne Kindertageseinrichtungen zu lenken, um herauszufinden, was sie zukünftig bräuchten. "Die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann nicht homogen beantwortet werden, sondern ist immer von den individuellen Bedürfnissen der einzelnen abhängig."

 

ekir.de / 05.12.2017



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