Kirche und Umwelt
 
 

Empfehlungen zum Umgang mit Energie (Fachgruppe Energie der EKiR)

Nr. 11490 Az.: VI / 12-7-9-4-1 Düsseldorf, den 14. April 2000
Kirchliches Amtsblatt der Ev. Kirche im Rheinland

Die "Fachgruppe Energie" der Evangelischen Kirche im Rheinland hat Empfehlungen zum Umgang mit Energie beschlossen. Diese haben folgenden Wortlaut:

Der Verbrauch von Heizöl und Gas, von elektrischem Strom und von Wasser ist ein wesentlicher ökologischer Faktor und ein beachtlicher Posten im Finanzhaushalt jeder Kirchengemeinde. Im Gegensatz zu vielen anderen Positionen wie z.B. den Personalkosten besteht hier aber die Möglichkeit, effektiv zu sparen und zugleich Gottes Schöpfung zu bewahren.

Voraussetzung für sinnvolle Sparmaßnahmen ist es, die Stellen zu finden, wo der Verbrauch bisher überdurchschnittlich bzw. unangemessen hoch ist. Oft werden solche Schwachstellen nicht erkannt, weil die Kosten jeweils nur pauschal im Haushaltsplan erscheinen. Für eine effektive Sparpolitik ist es also sehr hilfreich, den Verbrauch nicht nur pauschal, sondern gesondert für jedes Gebäude zu erfassen und über einen längeren Zeitraum zu verfolgen.
Dadurch werden folgende Effekte erzielt:

  1. Durch den Vergleich mit anderen Gebäuden (1) fallen unverhältnismäßig hohe Verbrauche auf und geben Anlass, nach den Ursachen zu suchen,
  2. Durch den Vergleich von Jahr zu Jahr lässt sich die Wirkung von Sparmaßnahmen beobachten, um gut begründet über weitere Schritte zu entscheiden.
Voraussetzung dafür ist, dass die einzelnen Verbrauchsdaten und -kosten in übersichtlicher Form zusammen mit dem Haushaltsplan vorgelegt werden, um in die Entscheidungen der Leitungsgremien einfließen zu können.
Den Kirchengemeinden wird deshalb dringend empfohlen, die Verbrauchsdaten von Energie und Wasser für jedes ihrer Gebäude gesondert zu erfassen.
Folgendes Verfahren wird dazu nahegelegt.
  1. Die jährlichen Verbrauchsdaten und die Maßnahmen zur Verbrauchsminderung werden in ein einheitliches Datenblatt (Erfassungsbogen für den Verbrauch von Energie und Wasser) eingetragen.
    Die Erfassungsbögen sind als Anlage Bestandteil des Haushaltsplanes. Sie werden den Beratungsgremien zur Kenntnisnahme und Beratung zur Verfügung gestellt.
  2. Die Erfassungsbögen werden für jedes Gebäude gesondert geführt. Wo mehrere Gebäude bzw. unterschiedliche Gebäudeteile versorgungstechnisch verbunden sind, ist eine getrennte Erfassung der Verbrauchsdaten anzustreben.
    Für die Erfassung der Verbrauchsdaten können jeweils die im letzten Kalenderjahr eingegangenen Rechnungen verwendet werden, auch wenn sich der Abrechnungszeitraum nicht mit dem Haushaltsjahr deckt.
Für Rückfragen steht Dietmar Donath
(Telefon 0221 - 7 12 45 35) eMail: donath@netcologne.de zur Verfügung.

(1) In der Studie "Energisch Energie Sparen" wurden für die EKD folgende Durchschnittswerte ermittelt:

Heizenergieverbrauch (incl. Heizung mit elektrischem Strom) pro Jahr

Kirchen160 kWh/qm
Gemeindehäuser160 kWh/qm
Kindergärten 290 kWh/qm
Pfarrhäuser 200 kWh/qm
andere Wohnhäuser230 kWh/qm

Bei hohen Räumen (in Kirchen und Gemeindehäusern) empfiehlt es sich, den Heizenergieverbrauch nicht auf die Grundfläche, sondern auf das Volumen zu beziehen.
Die Studie "Energisch Energie Sparen" legt dafür keine Ergebnisse vor.

Verbrauch von elektrischem Strom (ohne Heizung) pro Jahr:

Kirchen23 kWh/qm
Gemeindehäuser17 kWh/qm
Kindergärten24 kWh/qm
Pfarrhäuser23 kWh/qm
andere Wohnhäuser28 kWh/qm
Die Durchschnittswerte sollten nach Möglichkeit unterschritten werden.

Der dazugehörende Erfassungsbogen liegt vor zum Download als Winword-Dokument oder als pdf-Datei.

Mehr Infos: Energie & Kosten

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