Kirche und Umwelt
 
 

Das Restrisiko ist der Mensch!

"Das grundsätzliche Risiko der Kernenergie-Nutzung befindet sich an der Schnittstelle von Mensch und Technik. Es liegt letztlich in der Fehlerhaftigkeit und Irrtumsfähigkeit des Menschen begründet. Pointiert ausgedrückt: Das Restrisiko ist der Mensch! Der 'sichere' Betrieb von Kernkraftwerken erfordert einen fehlerfreien Menschen. Den gibt es nicht",
so Präses Buß in seinem Vorwort zu einer Materialsammlung, die von der Ev. Kirche von Westfalen (EKvW) zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 herausgegeben wird.

Ein Dokument von bemerkenswerter Klarheit, in einer Zeit, wo Kirche vielfach mit eigenen strukturellen Problemen beschäftigt ist und Politiker kurzfristigen Aktionismus gegen zukünftige Versorgungskrisen entwickeln. Umso wichtiger, die Rolle des Menschen in Gottes Schöpfung in den richtigen Zusammenhang zu stellen. Ein weiteres Zitat:

"Die Natur ist mehr als ein Rohstofflager, mehr als Um-Welt. Sie ist lebendige Mit-Welt. Das biblische Zeugnis lehrt darüber hinaus: Chaos, Unheil und Verderben treten immer dann ein, wenn Menschen aus dem lebensförderlichen Zusammenspiel der Schöpfung ausbrechen, wenn Menschen ihre potenzielle Fehlerhaftigkeit und Endlichkeit vergessen, kurz: wenn sie so sein wollen wie Gott."

Zur ganzen Meldung der EKvW

Die Materialsammlung als pdf-Download

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