Der Klimaschutz-Index: Globaler Klima-Risiko-Index 2006
Wer macht wieviel in Sachen Klimaschutz? Und welche Staaten werden heute und in Zukunft am härtesten von den Folgen des Klimawandels getroffen? Darüber geben zwei neue Studien von Germanwatch Auskunft.
Der Klimaschutz-Index (www.germanwatch.org/rio/ksi.htm) vergleicht die 53 Staaten mit dem höchsten CO2-Ausstoß
- nach dem Trend bei dem CO2-Ausstoß (Verpflichtung nach dem Kyoto-Protokoll und Istzustand),
- nach den Basisindikatoren CO2 pro Kopf, pro Primärenergieeinheit, pro Bruttoinlandsprodukt (BIP-Einheit) und Primärenergie pro BIP-Einheit und
- nach der Klimapolitik.
Der Klima-Risiko-Index (www.germanwatch.org/klak/kri.htm) fragt
- nach der Anzahl der Todesopfer absolut und pro 100.000 Einwohner durch wetterbedingte Schadensereignisse wie z.B. Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen und
- nach der Summe der volkswirtschaftlichen Schäden absolut und relativ zum BIP.
Wichtigstes Ergebnis ist, dass weniger entwickelte Länder im Verhältnis sehr viel stärker von wetterbedingten Schadensereignissen betroffen sind als die Hauptverursacher des Klimawandels, die reichen Industrieländer. So führen Somalia, die Dominikanische Republik, Bangladesch und die Philippinen die Liste der am stärksten betroffenen Länder an. Aber auch Japan und die USA erscheinen wegen der absolut gemessen sehr hohen finanziellen Schäden auf dieser Liste.
Beide Indizes sollen in den nächsten Jahren aktualisiert werden.
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