Laaken

Mehr als 100 Jahre - Gemeinde Laaken

Auf Bergischem Gebiet, also südlich der Wupper, war Lüttringhausen die Älteste und größte Kirchengemeinde im Nordosten des Wuppervierecks. Sie erstreckte sich von den Höhen bis herab an die Wupper.
Bereits ab dem Jahre 1850 gab es Bemühungen, einiger in Laaken ansässiger evangelischer Christen, eine Umgemeindung von Lüttringhausen nach Beyenburg ( wurde 1863 selbständig) bzw. die Abtrennung als eine eigenverantwortliche Gemeinde zu erreichen.
Dies scheiterte in den ersten Jahren durch den Widerstand der Lüttringhauser Gemeinde.
Erst im Jahre 1894 konnte ein eigener Gottesdienst in Laaken durchgesetzt werden. Gleich zum ersten Mal erschienen 150 Personen. Dies belegte, wie sinnvoll die Errichtung einer eigenständigen Gemeinde war.
Am 14. Mai 1896 wurde der Pfarrvikar Bernhard Voswinckel festlich in sein neues Amt eingeführt. Dieser Tag gilt als der Gründungstag der Gemeinde, die damals folgende Ortschaften umfasste: Laaken, Eschensiepen, Blombacherbach, Werbsiepen, Kastenberg, Hammesberg und Konradswüste.
Es entwickelte sich rasch ein sehr aktives Gemeindeleben.
Am 18. Februar 1900 konnte die neugebaute Kirche mit gemeinsam errichtetem Pfarrhaus eingeweiht werden.
„Pfarrvikar„ Voswinckel wurde am 4. Mai 1902 zum ersten Pfarrer der Gemeinde gewählt und am 29. Juni eingeführt.
Die Zeit der Weltkriege brachte notvolle Jahre, doch auch neue Perspektiven. Am 5. Januar 1925 wurde ein gemeindlicher Kindergarten eröffnet.
In all den folgenden Jahren ging es immer darum, einladende Gemeinde zu sein. Neben vielen anderen Veranstaltungen blieb der Gottesdienst der Mittelpunkt des Gemeindelebens, um dessen lebendige Gestaltung sich immer neu in der Gemeinde bemüht wurde.
Ein Feuer zerstörte am 28. Juni 1994 die Kirche der Gemeinde und beraubte sie so ihres Gottesdienstraumes. Bereits am 28.Mai 1995 konnte die Kirche in einem Festgottesdienst der Gemeinde wieder zur Nutzung übergeben werden.
Die Zahl der Amtshandlungen und auch der Anmeldungen zum kirchlichen Unterricht nahm in den letzten Jahren stetig zu. Und doch stellte die insgesamt stark zurückgegangene Gemeindegliederzahl mit ihren (auch und gerade finanziellen) Konsequenzen die Gemeinde Ende der neunziger Jahre nahm der Pfarrer in einer pfarramtlichen Verbindung mit der damals pastoral unversorgten Gemeinde Nächstebreck Aufgaben im nordöstlichen Teil des Kirchenkreises Barmen wahr; der Dienstsitz wurde verlegt.
Im Jahr 2002 zeichnete sich die Möglichkeit einer gewünschten und befürworteten Neuorientierung der Laakener Gemeinde zur freundschaftlich verbundenen Nachbargemeinde Beyenburg ab. Nach einer Visitation, vielen Planungen und Gesprächen kam es im September zur Zusammenlegung der evangelischen Kirchengemeinde Beyenburg- Laaken.