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Bildungs-Delegation in der Backstube Zufrieden mit dem Besuch in der Backstube: (von links) Oberkirchenrat Klaus Eberl, Bäckermeister Horst Strobel, Leitender Dezernent Stefan Drubel, Azubi Katharina Strobel und die rheinische 5000-Brote-Projektleiterin Elke Wieja.

Back-Aktion

Ganz locker aus dem Handgelenk

Warum rühren, mischen, kneten Klaus Eberl, Stefan Drubel und Elke Wieja frühmorgens in einer Solinger Backstube? Die Delegation der Bildungsabteilung probiert selbst aus, was Konfis beim Projekt „5000 Brote“ erwartet.

In der Backstube der Bäckerei Lützenkirchen in Solingen ist es knackig warm, es duftet nach Brot und Kuchen. Im Hintergrund surren laut die Gebläse der garagentorgroßen Backöfen. Elke Wieja, rheinische Projektleiterin für „5000 Brote“, Oberkirchenrat Klaus Eberl und der Leitende Dezernent Stefan Drubel aus der Bildungsabteilung bestaunen gerade einen appetitlich aussehenden Streuselkuchen, der auf einem Rost zum Auskühlen liegt.

Morgens um sieben ist schon viel vom Tageswerk erledigt, deshalb hat Bäckermeister Horst Strobel einen Moment Zeit, um seinen Gästen aus Düsseldorf zu erklären, worauf es bei richtig guten Streuseln ankommt: „Die müssen ganz locker aus dem Handgelenk kommen“, sagt er. „Die muss man rausdrücken und gleichzeitig in kleine Kugeln formen.“ Beim Erzählen zeigt er immer wieder die richtige Bewegung.

Ein Bäcker aus Leidenschaft

Horst Strobel ist seit 28 Jahren Bäcker mit Leidenschaft. Die Bäckerei Lützenkirchen wurde vom Vater seines Schwiegervaters gegründet und wird jetzt in der dritten Generation von der Familie geführt. Ehefrau und Schwiegermutter managen den Verkauf, Tochter Katharina macht eine Ausbildung zur Konditorin.

Der Familienbetrieb ist einer der Betriebe, die am Projekt „5000 Brote“ teilnehmen. Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der benachbarten Kirchengemeinde werden in der Bäckerei Brote backen und zugunsten von Projekten für „Brot für die Welt“ verkaufen. Die Backstube von Horst Strobel ist auch der perfekte Ort für die Delegation der Bildungsabteilung, um einen Eindruck zu bekommen, was Konfirmandengruppen beim Projekt „5000 Brote“ erwartet. Denn Bäckermeister Horst Strobel erzählt nicht nur mit ansteckender Begeisterung von seiner Arbeit, sondern lässt seine Gäste selbst Hand anlegen.

Erfahrungsorientiert biblische Geschichten erschließen

Osterlämmer backen steht auf dem Programm. Ausgestattet mit Bäckerschürzen, geht es direkt an die Arbeit: Butter wiegen, Eier aufschlagen, mit Mehl und Zucker mischen und ab in die Rührmaschine. Bei der Aufgabenverteilung geht’s munter durcheinander, jeder will mal ran. Selbst Spaß an der Sache zu haben ist das überzeugendste Argument für „5000 Brote“, findet Klaus Eberl, der im Landeskirchenamt die Abteilung Bildung leitet: „Das Projekt zeigt vorbildlich, wie man mit Konfirmanden erfahrungsorientiert biblische Geschichten erschließen kann“, erklärt er, während er mit einer Spritztüte Teig in Lämmchenformen füllt. „Das passt auch zu der grundsätzlichen Veränderung in unserer Konfirmandenarbeit: Wir wollen Jugendlichen eine Lernumgebung ermöglichen, in der sie sich engagieren können.“

Darüber hinaus sei ein weiteres Anliegen, den Konfirmanden das Handwerk näherzubringen, ergänzt Stefan Drubel, Leitender Dezernent und zuständig für die Konfirmandenarbeit. „Es ist eine wichtige Erfahrung für die Jugendlichen zu sehen, was mit Handarbeit möglich ist“, erklärt Drubel. „Und auch, wie viel Mühe in Lebensmitteln steckt, die im Alltag als selbstverständlich wahrgenommen werden.“

Wie viel Arbeit – und vor allem wie viel Spaß – es macht, Osterlämmchen zu backen, können Elke Wieja, Klaus Eberl und Stefan Drubel am Ende ihres Besuchs in Solingen bezeugen. Ihr Aufruf an rheinische Konfigruppen: Unbedingt mitmachen!

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ekir.de / Christina Schramm, Fotos: Michél Schier / 09.04.2014



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