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Landessynode 2011

Über die Zukunft der Konfirmandenarbeit

Die zentrale Bedeutung der Konfirmandenarbeit auch als Handlungsfeld evangelischer Bildungsarbeit wird in einer Handreichung bekräftigt, die die Kirchenleitung der Landessynode vorlegt.

Engagement in der Gemeinde gehört schon lange zur Konfirmandenarbeit. LupeEngagement in der Gemeinde gehört schon lange zur Konfirmandenarbeit.

Mehr als 90 Prozent aller evangelischen Jugendlichen eines Jahrgangs lassen sich konfirmieren, etwa 250 000 Jugendlichen besuchen jährlich den kirchlichen Unterricht. So lautet das Ergebnis einer Studie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die der Anlass zur Handreichung war. Die Handreichung ist Drucksache 5 zur Landessynode 2011 und trägt den Titel "Konfirmandenarbeit und Konfirmation". Unter dem Stichwort Partizipation wird darin betont, dass Konfirmandinnen und Konfirmanden als gleichberechtigte und kompetente Partnerinnen und Partner wahrgenommen werden sollen.

Konfirmation in einer rheinischen Kirchengemeinde. Fotos: ekir.de-Archiv LupeKonfirmation in einer rheinischen Kirchengemeinde. Fotos: ekir.de-Archiv

Dies stehe zwar schon in einem Beschluss der Landessynode 2001. Doch die EKD-Studie aus dem Jahr 2009 zeige, dass dies noch konsequenter umgesetzt werden müsse. „Partizipative Konfirmandenarbeit bedeutet: Jugendliche lernen in der Gemeinde. Andererseits lernt aber auch die Gemeinde mit den Jugendlichen“, heißt es dazu in der Handreichung. Religiöse Bildung und Traditionsvermittlung werden als wechselseitiger Prozess verstanden.

Mut zu Vielfalt und Unterschiedlichkeit

Gleichzeitig soll die Vielfalt innerhalb der „Konfi-Gruppe“ als Gewinn und als Chance für ganzheitliches Lernen verstanden werden. Im kirchlichen Unterricht begegneten sich Jugendliche, die in der Schule nicht aufeinander treffen würden, beispielsweise treffe der Hauptschüler auf den Gymnasiasten.

Bislang fehlten meist Menschen mit geistiger Behinderung. Die Handreichung fordert dabei mehr Mut zur Vielfalt und Unterschiedlichkeit. Inklusion, die volle und gleichberechtigte Teilhabe aller am Lernprozess, sei ein hohes Ziel, vielleicht sogar eine Utopie. Dennoch sei es lohnend, „sich auf den Weg zu machen, damit Vielfalt und Unterschiedlichkeit zum Segen für alle werden“.

Lebenswirklichkeit der Jugendlichen berücksichtigen

Damit für die Jugendlichen die Konfirmation nicht das Ende ihrer „aktiven Kirchlichkeit“ bedeute, wie es die Ergebnisse der EKD-Studie zeigen, müsse die Zusammenarbeit zwischen Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit verstärkt werden. Konfirmandenarbeit solle Bezug nehmen auf die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen und ihren Umgang mit neuen Medien, fordert die Handreichung.

Daneben könnten Konfirmandinnen und Konfirmanden verstärkt an der Konzeption und Durchführung von Gottesdiensten beteiligt werden. Um den Veränderungen hin zur Ganztagsschule Rechnung zu tragen, werde der kirchliche Unterricht an den mit den Bundesländern vereinbarten schulfreien Nachmittagen stattfinden.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 2. Januar 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 29. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / pas / 02.01.2011



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