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Ehrenamt

"Pastorenkirche"? Nein, die evangelische Kirche glaubt und lebt das "Priestertum aller Gläubigen". Und damit ist sie wesentlich geprägt von den ehrenamtlich Mitarbeitenden.

Mitgestalten: Ehrenamtliche Mitarbeit wie im Presbyterium hat hohe Bedeutung. Mitgestalten: Ehrenamtliche Mitarbeit wie im Presbyterium hat hohe Bedeutung.

Kirche zu gestalten, in ihr mitzuarbeiten, dafür zu sorgen, dass sich in ihr die Menschen wohl fühlen, ja: zu bestimmen, wie kirchliches Leben sich gestaltet – das alles ist nicht einer bestimmten "Kaste" vorbehalten, etwa den Theologinnen und Theologen oder den Juristinnen und Juristen. Es braucht keinen besonderen Weihestatus, um in der Gemeinde Gottes mitzureden. "Alles, was aus der Taufe gekrochen ist, das mag sich rühmen, dass es schon zum Priester, Bischof und Papst geweiht sei", sagt Martin Luther.

Die Kirche, die seinen Erkenntnissen folgt (oder denen der anderen Reformatoren Zwingli und Calvin), bemüht sich, das umzusetzen. Sie spricht in diesem Zusammenhang vom "Priestertum aller (getauften) Gläubigen" und beruft sich dabei zum Beispiel auf eine Stelle im ersten Petrusbrief, die alle Getauften anspricht und dabei Gedanken der hebräischen Bibel aufnimmt: "Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht (1. Petrus 2, 9)."

Kirche lebt vom Engagement Vieler

Darum ist die evangelische Kirche keine "Pastorenkirche" und auch keine Kirche der beruflich Mitarbeitenden. Sie lebt vom Engagement vieler Menschen, die an vielen Stellen freiwillig und unentgeltlich ihre Zeit und Arbeitskraft zur Verfügung stellen.

Dies zeigt sich auch in der Zusammensetzung ihrer Leitungsgremien (Presbyterien, Kreissynoden, Landessynode), in denen ehrenamtliche Mitglieder und Pfarrerinnnen und Pfarrer (in der Kirchenleitung auch Juristen) ihre Leitungsverantwortung gleichberechtigt ausüben.

Anerkennungskultur entwickelt

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) weiß das Engagement der auf ihrem Gebiet ca. 116.000 ehrenamtlich Tätigen (Statistik 2010) zu schätzen. Deshalb hat sie nach und nach eine Anerkennungskultur entwickelt, mit der sie die Arbeit der Ehrenamtlichen in kontinuierlicher Aufmerksamkeit begleitet: Sie hat im Jahr 2000 Leitlinien für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie einen Ratgeber für Ehrenamtliche veröffentlicht.

Sie hat im Jahr 2006 eine Informationsbroschüre mit dem Titel „Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit in der Evangelischen Kirche im Rheinland“ herausgegeben. Seit 2007 verleiht sie alle zwei Jahre den Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Für die Presbyterinnen und Presbyter schließlich, also diejenigen, die zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern ehrenamtlich die Gemeinden leiten, hält sie ein besonderes Fortbildungsangebot bereit und veranstaltet alle vier Jahre den Tag rheinischer Presbyterinnen und Presbyter.

 

 

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ekir.de / 20.07.2016



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