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News aus den Kirchenkreisen

KIRCHENKAMPF AN SIEG UND RHEIN Porträts 8: Helmut Hesse und Hermann Lührmann

In sieben Portraits wurden Pfarrer der Bekennenden Kirche (BK) auf ihren Pfarrstellen im Gebiet des heutigen Kirchenkreises An Sieg und Rhein skizziert. Dazu treten aber auch Vikare, Hilfsprediger oder Funktionspfarrer, die gleichermaßen eine Erinnerung verdient haben. Zwei davon sind Helmut Hesse und Hermann Lührmann. Helmut Johannes Hesse, 1940 Vikar in Honnef, der Sohn des BK-Urgesteins Hermann Albert Hesse (1877-1957); letzterer war von 1929 bis 1950 Direktor des Predigerseminars Elberfeld und von 1934 bis 1946 Moderator des Reformierten Bundes. Helmut selbst kam 1916 in Barmen zur Welt und starb 1943 im KZ Dachau, nur 27 Jahre alt. Der Kirchenkampfchronist Prof. Günther van Norden charakterisierte ihn so: „Ein Bekenntnispfarrer, den die Bekennende Kirche nicht ertrug.“ Helmut Hesse hatte in der Tat zwei Profile. Einerseits gehörte er zu den wenigen BK-Theologen, die furchtlos und klar gegen die Verfolgung der Juden im Dritten Reich Stellung bezogen. Angesichts der NS-Rassegesetze 1935 trat er nicht nur aus der SA aus – in die er 1934 eingetreten war, um der HJ zu entgehen –, er setzte sich auch fortan von der Kanzel aus für die verfolgten Nichtarier ein. 1941 verglich er als Prediger den NS-Staat öffentlich mit Ninive; er war „Zeuge für Israel wie kaum ein anderer“ (v. Norden). Auf der anderen Seite bekämpfte er innerhalb der BK Barmens jede von ihm so empfundene „Mäßigung“ derart kompromisslos, dass er ab 1941 nur noch bei seinem Vater Dienst tun konnte. Von diesem wurde er auch geprüft (2. Examen) und ordiniert – beides von der BK-Leitung nicht mehr anerkannt. Ihr hatte Hesse öffentlich „Irrwege und Unglauben“ vorgeworfen, weil sie zugunsten der Vikare überhaupt mit dem Konsistorium verhandelte. Somit gleichsam ‚vogelfrei‘, wurde er mit seinem Vater im Juni 1943 verhaftet, verhört und ins KZ Dachau verbracht, wo er am 14. November verstarb. Grund dafür war auch der Entzug von Medikamenten gegen seinen erst kurz behandelten Hypophysentumor. Über sein Vikariat in Honnef 1940 ist leider wenig erhalten. Dort befand er sich unter den schützenden Händen von BK-Pfarrer Edgar Boué in Königswinter, dem er persönlich anvertraut war, und von BK-Pfarrer Johannes Josten, seinem Mentor in Honnef. Diese beiden starken Persönlichkeiten haben offensichtlich sein Temperament gut im Griff behalten und ihn vor Ort ausgebildet – zum allseitigen Nutzen. Hermann Lührmann (1909-1973) Der andere Vikar ist Hermann Johannes Lührmann, von November 1933 bis...


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Grafschafter Diakonie: Kreatives Recycling für die besonderen Tage im Leben

In den Wochen bevor das Wittfeld-Lädchen coronabedingt geschlossen blieb, waren sie bei der Kundschaft begehrt: die Glückwunschkarten aus kreativ umfunktioniertem Material. Gestaltet haben sie die Beschäftigten der Arbeitstherapie des Johann Heinrich Wittfeld-Wohnverbunds der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers. Nun kann die Kundschaft die Unikate zu besonderen Anlässen wie Geburtstag, Hochzeit oder der der Geburt eines Kindes wieder vor Ort aussuchen: Das Lädchen an der Uerdinger Straße ist wieder geöffnet.


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Kleine Fachleute haben das Spielgerät für gut befunden

Der fachmännische Test durch die Kinder ist bereits abgenommen: Mit fröhlichem Toben haben sie das neue Spielgerät in der evangelischen Kindertagesstätte in Moers-Eick für herausragend befunden und in Besitz genommen.


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Vorbereitung der Kreissynode – Ergebnis der Umlaufbeschlüsse

Die stimmberechtigten Mitglieder der Kreissynode haben in diesen Tagen Post bekommen und drei wichtige vorbereitende Beschlüsse gefasst, damit die für den 4. August geplante Kreissynode in Form einer Briefwahl stattfinden kann. Die Kreissynode folgte allen Beschlussvorschlägen einstimmig. Konkret ging es erstens um die Zustimmung zum Umlaufverfahren. Das heißt, Beschlüsse werden ohne Zusammenkunft der Synode ausschließlich […] Der Beitrag Vorbereitung der Kreissynode – Ergebnis der Umlaufbeschlüsse erschien zuerst auf Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel.


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Umfrage zu Online-Gottesdiensten

Als Mitte März wegen der Corona-Pandemie das Feiern von Gottesdiensten real in den Kirchen ausgesetzt wurde, stellten die Gemeinden von jetzt auf gleich um auf digitale spirituelle Angebote wie YouTube-Livestreamings von Gottesdiensten, Videoaufzeichnungen von Andachten, Abendmahlsgottesdienst via Videokonferenz. Auch im Evangelischen Kirchenkreis An Sieg und Rhein. Nun sollen diese Erfahrungen in einer Studie systematisiert werden. Gemeindemitglieder sind deshalb gebeten, an einer Umfrage für diese Studie mitzuwirken. Informationen zur Studie und Link zur Umfrage


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Die Taufe – eine Multimediastory

Die zweijährige Aurelia wird getauft. Es ist das erste große Fest ihres Lebens. Die Taufe ist in der evangelischen Kirche ein Sakrament, man könnte auch sagen: eine sichtbare Liebeserklärung Gottes. Was zu einer Taufe gehört und wie sie – jenseits von Corona – abläuft, davon erzählt unsere Multimediastory.   Zum Starten der Multimediastory einfach den […] Der Beitrag Die Taufe – eine Multimediastory erschien zuerst auf Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel.


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Umfrage zu Online-Gottesdiensten

Als wegen der Corona-Pandemie Kirchengebäude geschlossen wurden, wechselten viele Gemeinden zu Video-Streaming, Videoaufzeichnungen, Videokonferenzen und boten Gottesdienste auf YouTube, Zoom, Facebook oder Instagram an. Dies geschah ohne große Vorbereitungszeit; der Einstieg in digitale Gottesdienste musste schnell gehen. Was ist bei digitalen Gottesdiensten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtig? Die Möglichkeit, sich online an der Fürbitte […] Der Beitrag Umfrage zu Online-Gottesdiensten erschien zuerst auf Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel.


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Kreissynode unter Corona-Bedingungen: Briefwahlen und schriftliche Berichte

Der Evangelische Kirchenkreis An Sieg und Rhein hat neue Delegierte in der Landessynode, ein neues Mitglied im Kreissynodalvorstand und zwei neue Mitglieder im Kuratorium des Gemeindedienstes für Mission und Ökumene (GMÖ). Gewählt wurden sie von den Mitgliedern der Kreissynode. In der Landessynode ist der Kirchenkreis künftig weiterhin von Superintendentin Almut van Niekerk und ihrem Stellvertreter, Assessor Carsten Schleef vertreten. Zu Abgeordneten gewählt wurden nun Pfarrer David Bongartz (Sankt Augustin), Dr. Mark von Campenhausen (Troisdorf), Dr. Bernd Giernoth (Sankt Augustin), Patricia Meyer (Much) und Pfarrerin Angela Scharf (Neunkirchen). Die Kandidierenden hatten sich zuvor online vorgestellt. Neu in den Kreissynodalvorstand gewählt wurde Pfarrer Dr. Stefan Heinemann aus Hennef. Er ist Nachfolger des in Bonn zum Superintendenten gewählten Theologen Dietmar Pistorius. Außerdem wurde Stefan Heinemann zusammen mit Mark von Campenhausen in das GMÖ-Kuratorium gewählt. Fast völlig verändertes kirchliches Arbeiten Die fast völlige Veränderung kirchlicher Arbeit durch die Corona-Pandemie ist Thema im Bericht des Kreissynodalvorstands an die Kreissynode. Neue Formen der Verkündigung, Seelsorge, Diakonie sowie der Kinder-, Jugend-, Senioren- und Bildungsarbeit seien ausprobiert und neu gelernt worden. Pfarrerinnen und Pfarrer insbesondere in Schule, Krankenhaus, Justizvollzugsanstalt und Notfallseelsorge hatten in Ausnahmezuständen zu arbeiten. Auch in den Kirchengemeinden mussten neue Formen des Arbeitens gefunden werden, heißt es weiter in dem Bericht. Analog und digital, zentral und dezentral – künftig wird kirchliches Handeln Bewährtes und Corona-bedingte Änderungen mitnehmen und fortentwickeln. Schutzkonzept ist nun Thema in Gemeinden Thema des Berichts ist auch „acht geben“, das Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt. Nachdem der „Wegweiser“ erschienen ist und den Ansprechpartner*innen in den Gemeinden vorgestellt wurde, hat nun die nächste Phase begonnen: Bis zum Juni kommenden Jahres sollen die Gemeinden ihr je eigenes Schutzkonzept erstellen. Berichtet wird auch aus der Arbeitsgruppe „Aufgaben 2022 plus“, die der Kreissynode im Sommer 2021 eine Konzeption für den Kirchenkreis und seine Aufgaben vorlegen wird. Kooperationen und Fusionen der Gemeinden Zum Thema Kooperationen und Fusionen von Kirchengemeinden unter dem Titel „Zukunftsperspektiven“ erinnert der Kreissynodalvorstand, dass ein „schlichtes Dehnen der geografischen...


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Die Seele baumeln lassen

In seinem Video-Urlaubsgruß lässt der Uckerather Gemeindepfarrer Dr. Christian Jung die Seele baumeln. Ein entspannter Sommergruß in der ersten NRW-Ferienwoche, der dazu einlädt, nun auch selbst einmal die Seele baumeln zu lassen. Zum Video


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Ausflugstipps öffnen Fenster zum Himmel

#HimmlischeFerien - Unter diesem Titel führt eine Sommer-Serie führt in den kommenden Wochen kreuz und quer durchs Gebiet der Rheinischen Kirche und ist eine Fundgrube für alle, deren Sommerurlaub in Pandemie-Zeiten anders verläuft als geplant. 


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Grafschafter Diakonie: „Morgens, 10 Uhr 30, Gymnastik bei Frau Lohr“

An dem Tag, an dem Inge Lohr ihr Diplom als Sportlehrerin in den Händen hielt, stand für die junge Frau das Berufsziel fest: In ihrem Job wollte sie mit Kindern zu tun haben, ihnen Spaß an der Bewegung vermitteln. „Wer mich damals gefragt, hätte, ob ich im Altenheim arbeiten möchte, den hätte ich nur erstaunt angeguckt“, sagt sie. Das war vor 40 Jahren:


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