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Glauben

Zehn Gebote

Gott hat sich seinem Volk am Berg Sinai offenbart und Mose auf zwei Steintafeln die Zehn Gebote gegeben. Im Alten Testament finden sich die Zehn Gebote, auch Dekalog (griechisch dekálogos = zehn Worte) genannt, an zwei Stellen (2. Mose 20 und 5. Mose 5).

Die zehn Gebote, wie sie im zweiten Buch Mose überliefert sind.

Die zehn Gebote, wie sie im zweiten Buch Mose überliefert sind.

In den Zehn Geboten bekräftigt Gott den Bund mit seinem Volk und fasst seine Weisungen zusammen. Sie sind die Grundlage christlichen Handelns. Die ersten drei Gebote beschäftigen sich mit dem Verhältnis der Menschen zu Gott. Die restlichen sieben ordnen das Zusammenleben, regeln die Beziehungen der Menschen untereinander. Dabei ist wichtig, dass es sich nicht um einen juristischen Text handelt, in dem es um Rechtsprechung oder um ein benanntes Strafmaß für ein bestimmtes Vergehen geht.

Die Zehn Gebote stellen sich als eine Art ethisch-moralisches Grundprogramm dar. Dabei sind sie allerdings nicht vom Glauben an Gott zu trennen. Denn Gottes- und Nächstenliebe bilden den Rahmen der Zehn Gebote. Die christlichen Kirchen interpretieren diese Gebote im Lichte des Evangeliums von Jesus Christus

Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen verschiedene Traditionen. In der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Kirche wird das Bilderverbot - "Du sollst dir kein Bildnis machen" - als zweites Gebot aufgeführt und das neunte und zehnte Gebot als ein Gebot verstanden. Die hier wiedergegebene Fassung folgt der lutherischen und römisch-katholischen Tradition.

Die zehn Gebote

Das erste Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Das zweite Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.

Das dritte Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.

Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten.

Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.

Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen.

Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

ekir.de / 18.02.2010