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Gemeindeaufbau

Mit dem Wort "Gemeindeaufbau" zeigt die Kirche an, dass sie sich selbst niemals als fertig sieht, sondern dass sie sich mit einem Gebäude vergleicht, das sozusagen "immer im Bau" ist.

"Ihr seid Gottes Bau", schreibt Paulus dazu (1. Kor. 3, 9), und der Epheserbrief spricht von der Gemeinde als einer Behausung mit Wänden und (mindestens) einem Zugang, mit einem Fundament und mit einem Schlussstein (Eph. 2, 14 - 22).

Natürlich handelt es sich bei den "Steinen", die dieser Art von Kirchenbau hizugefügt werden, nicht um Ziegelsteine oder Betonfertigteile, sondern um Menschen. Und - das hat die Gemeinde bzw. die Kirche mit einem Gebäude der üblichen Art gemeinsam - der Bau kann nicht planlos erfolgen, sondern will überlegt und geordnet errichtet werden.

Gemeindeaufbau hat darum etwas mit der Sendung zu tun, die Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern zum Abschied hinterlässt: "Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur" (Mk. 16, 15). Und er setzt die Bereitschaft der Gemeindeleitung voraus, sich konzeptionelle Gedanken über die Arbeit der Gemeinde zu machen.

Mit dem Prozess "Missionarisch Volkskirche sein" und dem 2001 gefassten Beschluss der Landessynode, dass alle Gemeinden Gesamtkonzeptionen ihrer gemeindlichen Arbeit erstellen sollen, versucht die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), den Herausforderungen gerecht zu werden, die sich unter dem Stichwort "Gemeindeaufbau" stellen.

Natürlich immer in dem Bewusstsein, wer Bauherr und Fundament zugleich ist: "Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus" (1. Kor. 3, 11).

23.12.2009


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