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Trier 2

Mit Präses und Ministerpräsident

Präses Nikolaus Schneider und Ministerpräsident Kurt Beck bei der Schlusssteinsetzung für das neue Hauptgebäude des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Schweich bei Trier: Fachräume für Naturwissenschaften, Kunst und Musik und die Mensa sind in dem Haus

Schlusssteinlegung im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium: Präses Schneider, Ministerpräsident Beck (v.r.) Schlusssteinlegung im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium: Präses Schneider, Ministerpräsident Beck (v.r.)

Bildung ist Lebensbegleitung – mit diesem Programm begrüßte Schulleiter Heinrich Bentemann die Gäste zum Festakt der Schlusssteinlegung im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Schweich bei Trier. „In der unübersichtlich gewordenen Vielfalt an Lebensstilen und Werthaltungen in unserer Gesellschaft versuchen wir eine klare Orientierung und eine sichere Lebensbegleitung als Wegweisung anzubieten und einzuüben“, so Bentemann. Er unterstrich damit das pädagogische Konzept der Schule, das neben Fachkompetenz auch Methodenkompetenz und soziale Kompetenz vermitteln will.

Mit der feierlichen Schlusssteinsetzung wurde das neue Hauptgebäude des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums eingeweiht. Darin sind die Fachräume für Naturwissenschaften, Kunst und Musik sowie die Mensa untergebracht. Den Akt der Schlusssteinlegung nahmen Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), und Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, gemeinsam vor.

Ministerpräsident Beck betonte bei den Einweihungsfeierlichkeiten, es sei „eine wichtige Grundvoraussetzung für eine gute Zukunft, dass diese Schule in Verantwortung der evangelischen Kirche ist und viele Menschen Engagement aufbringen.“ Es sei Anliegen der Landesregierung, Bildung in subsidiärer Weise zu organisieren. „Wir brauchen das Miteinander und Nebeneinander der Subsidiarität.“ Damit werde Pluralität gewährleistet. Der Ministerpräsident ging auf das Konzept der Schule ein, das auf christlich-ökumenischer Grundlage beruht. „Wir wollen diese Orientierung an unseren Schulen.“ Beck zeigte sich angetan vom Willen der Schule, den Schülerinnen und Schülern Zeit für Bildung zu lassen.

Der Ministerpräsident äußerte sich sehr zufrieden über die Ideen, die sich zur Ganztagsbetreuung von Schulkindern entwickelten. „Ich bin sehr froh und dankbar, dass der Diskussionsprozess zu unterschiedlichen Angeboten an Schulformen geführt hat.“ Die Verantwortlichkeit der Eltern für die Erziehung ihrer Kinder sei mit der Idee der Ganztagsbetreuung für Schulkinder sicher nicht aufgehoben. Doch für die Zukunft der Familie seien diese Angebote eine große Bereicherung. Es zeige sich, „es geht beides: sowohl die erfolgreiche Fortsetzung der Karriere für Frau und Mann als auch die Entscheidung für Kinder“, so Beck.

Präses Schneider würdigte den Mut des Trägers, eine solche Schule zu errichten und in Zeiten schwindender finanzieller Mittel in Bildung zu investieren. „Eine Schule zu gründen und ein Schulgebäude zu bauen, sind Zeichen des Vertrauens in die Zukunft. Das ist gerade in diesen Zeiten, in denen die Klagen so groß sind, sehr wichtig“, sagte Schneider bei der Schlusssteinlegung in Schweich. Die evangelische Kirche bringe mit dieser Schule „einen Aspekt in Erziehung und Bildung ein, der wichtig ist“. Denn die Investition in Bildung mache deutlich, dass die Welt verbesserbar sei. „Sie ist veränderbar, dafür treten wir ein“, bekannte Schneider. Er brachte damit unmissverständlich zum Ausdruck, dass Bildung auch in Zukunft ein bedeutendes Thema evangelischer Kirche sei.

Christoph Pistorius, Superintendent des Kirchenkreises Trier und Vorsitzender der Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung Trier, machte auf die Bedeutung Bonhoeffers für die Schule aufmerksam. Er erinnerte daran, dass Bonhoeffer für ein Christsein eintrat, das sich den Herausforderungen seiner Zeit stelle und somit seiner Aufgabe gerecht werde, „Kirche für andere“ zu sein.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium begann am 13. August 2001 mit dem Schulbetrieb in Schweich. Es wächst zu Beginn eines jeden Schuljahres um zwei Klassen mit rund 55 Schülerinnen und Schülern. Träger der Privatschule ist die Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung, die sich aus dem Kirchenkreis Trier und den evangelischen Kirchengemeinden Ehrang, Trier und Wittlich bildet. Mit Wirkung vom 1. August 2003 wurde der Schule die Bezeichnung „Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, staatlich anerkanntes Ganztagsgymnasium (Ersatzschule) in Trägerschaft der Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung Trier“ verliehen.

 

 

 

22.04.2004

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 20. April 2004. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 23. April 2004. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.