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Südafrika 3

Zehn Jahre Ende der Apartheid

Zehn Jahre Ende der Apartheid: Es waren die ersten allgemeinen und freien Wahlen vom 26. bis 29. April 1994, die 342 Jahre weißer Vorherrschaft in Südafrika beendeten

Alltag in Südafrika: Alle Folgen der Apartheid sind auch nach zehn Jahren noch nicht beseitigt. Alltag in Südafrika: Alle Folgen der Apartheid sind auch nach zehn Jahren noch nicht beseitigt.

 

Downtown: Pretoria, die Hauptstadt Südafrikas. Downtown: Pretoria, die Hauptstadt Südafrikas.

Hinzu kam die zuvor ausgehandelte neue Verfassung mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung der Menschen – egal welcher Hautfarbe -, die am 27. April 1994 in Kraft trat, dem heutigen Nationalfeiertag. 63 Prozent der Stimmen bekam der African National Congress (ANC) bei den Parlamentswahlen 1994, an denen erstmals alle Bevölkerungsgruppen teilnehmen durften.

Und in den ersten Mai-Tagen wählte dieses Parlament Nelson Mandela zum Staatspräsidenten - Mandela, der erst 1990, nach fast 28 Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden war. Mit fast 70 Prozent für den ANC bei den dritten freien Wahlen ist soeben Mandela Nachfolger im Amt des Staatspräsidenten, Thabo Mbeki, wiedergewählt worden.

 

Spuren des einstigen Minen-Reichtums: Johannesburg. Spuren des einstigen Minen-Reichtums: Johannesburg.

Mit dem Abschlussbericht der Wahrheitskommission vor einem Jahr gibt es eine Art von Schlussstrich hinter der Politik der Apartheid, der gewaltsamen Rassentrennung und Menschenrechtsverletzungen. Seit 1995 hatte die Kommission getagt. 22.000 Opfer sind in dem Abschlussbericht namentlich genannt. Mit Entschädigungszahlungen wurde begonnen. Auch in der Wirtschaft sollen die Folgen der Apartheid weiter beseitigt werden, unter anderem durch eine Landreform.

Zehn Jahre Ende der Apartheid: Neben HIV/Aids sind es Armut und Gewaltkriminalität, die die junge Demokratie Südafrika belasten. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. In den schwarzen Townships müssen sogar drei Viertel der Menschen mit umgerechnet rund 45 Euro pro Person und Monat auskommen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, Schätzungen liegen bei 45 Prozent. Dramatisch die HIV- und Aids-Zahlen. Südafrika gehört zu der am schlimmsten betroffenen Region der Welt. 

 

23.04.2004

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 23. April 2004. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 23. April 2004. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.