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„Verstehen braucht Nähe“ mit Tanzszenen über Begegnungen

ARD-Fernsehgottesdienst zu Pfingsten kommt aus Essen-Holsterhausen

Pressemitteilung Nr. 86/2013

„…und hätte der Liebe nicht! Verstehen braucht Nähe“ lautet das Thema des evangelischen ARD-Fernsehgottesdienstes zum Pfingstfest, der am Pfingstsonntag, 19. Mai, ab 10 Uhr live aus der Erlöserkirche der Kirchengemeinde Essen-Holsterhausen, Friedrichstraße/Ecke Bismarckstraße, übertragen wird. Die Predigt hält Pfarrerin Marion Greve.

Pfingsten ist das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes. Dieser Geist bewegt Menschen, aufeinander zuzugehen und sich miteinander zu verständigen: Menschen verschiedener Nationalität, Religion und Sprache, Reiche und Arme, Menschen mit und ohne Einschränkungen bzw. Behinderungen.

Wie das ganz praktisch geht, zeigt in diesem Gottesdienst die inklusive Tanzkompanie „Szene 2wei“ unter der Leitung von William Sánchez H. und Timo Gmeiner, zwei jungen Choreografen, Tänzern und Performern. 16 Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Einschränkungen stellen dar, wie Nähe und Verstehen gelingen können. „Szene 2wei“ entstand vor zwei Jahren maßgeblich in Zusammenarbeit mit der Aktion Menschenstadt, dem Behindertenreferat der Evangelischen Kirche in Essen. Die gezeigten Sequenzen drücken das Zusammengehörigkeits- und Lebensgefühl der Gruppe aus, das wesentlich auf Begegnung basiert: Begegnung, die sich auf vielfältigen Ebenen bewegt und die Türen öffnet in eine Welt, in der es normal ist, verschieden zu sein. „Wir wollen den Zuschauer ermutigen, sich auf neue Bilder und Bewegungssprachen einzulassen – und dadurch nicht zuletzt auch eigene Sichtweisen und Einstellungen zu überdenken“, sagen William Sánchez H. und Timo Gmeiner.

Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Essener Bachchor und dem Folkwang Kammerorchester Essen unter der Leitung von Kantor Stephan Peller; die Orgel spielt Kreiskantor Thomas Rudolph. An der Liturgie wirken der Gebärdenchor der Evangelischen Gehörlosengemeinde Essen sowie die Schauspieler Isabel Sandig und Ralf Gottesleben („Duo Sago“) aus Essen-Rüttenscheid mit. Als Gebärdendolmetscher fungiert Pfarrer Volker Emler. Wegen der Fernsehübertragung werden die Gottesdienstbesucher gebeten, ihre Plätze bis spätestens 9.30 Uhr einzunehmen.

Stichwort: Die Erlöserkirche
Das Grundstück für die Erlöserkirche hatte Friedrich Krupp der damaligen Altstadtgemeinde bereits im Jahr 1897 geschenkt – doch zwölf lange Jahre sollten noch vergehen, ehe die Erlöserkirche im November 1909 feierlich eingeweiht werden konnte. Immerhin hatte sich die lange Planungs- und Bauzeit gelohnt, galt die Erlöserkirche seinerzeit doch als schönste evangelische Gottesdienststätte in der Stadt. Dass das Gotteshaus trotz starker Zerstörungen durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg auch heute noch zu den eindrucksvollsten Sakralbauten der Evangelischen Kirche im Rheinland zählt, ist in erster Linie dem aus Essen stammenden Architekten und Künstler Hugo Kükelhaus zu verdanken, der im Innenraum 1957 ein viel beachtetes Farbkonzept verwirklichte. Dank zahlreicher Spenden konnte die Erlöserkirche in den 1990er Jahren innen und außen aufwändig renoviert werden; ein ausgefeiltes Lichtdesign unterstreicht den Charakter des spannungsvollen Innenraums. Mit dem Sitz des renommierten Essener Bachchores ist das traditionsreiche Gotteshaus heute fester Teil einer „Kulturmeile“, die sich vom benachbarten Museum Folkwang vorbei am Kulturwissenschaften Institut, der Philharmonie und dem Aalto-Theater bis in die Essener Innenstadt hinein zieht.

 

Hinweis für die Redaktionen:
Ein Pressefoto von der Probenarbeit der inklusiven Tanzkompanie „Szene2wei“ zur freien Verfügung übermittelt Ihnen auf Wunsch die Pressestelle des Kirchenkreises Essen, Telefon 0201 / 22 05-221, e-Mail info@evkirche-essen.de.

Düsseldorf/Essen / EKiR-Pressestelle / 10.05.2013


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