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Präses Rekowski zu Perspektiven angesichts von Sparmaßnahmen

"Wir bleiben eine Kirche mit verheißungsvollem Auftrag"

Pressemitteilung Nr. 160/2013

Die Evangelische Kirche im Rheinland bleibt auch angesichts notwendiger umfangreicher Sparmaßnahmen ihrem Auftrag treu. Das hat Präses Manfred Rekowski unterstrichen. Vor den Mitgliedern der außerordentlichen Tagung der Landessynode, die sich heute im Evangelischen Schulzentrum Hilden mit der Finanzlage beschäftigt, sagte der rheinische Präses: „Auch nach dieser Landessynode, auch nach der Umsetzung der heute und in den nächsten Jahren zu treffenden Entscheidungen wird sich an der inhaltlichen Gesamtausrichtung unserer Kirche grundlegend nichts ändern. Aber Arbeitsformen und kirchliche Strukturen werden sich sehr wohl und auch tiefgehend verändern.“

Trotz der 2014 und 2015 zu treffenden Kürzungsbeschlüsse zur Haushaltskonsolidierung bleibe die rheinische Kirche eine handlungsfähige Kirche, die auch im Vergleich mit all ihren europäischen Partner- und Nachbarkirchen finanzstark bleibe, so Präses Rekowski im Bericht der Kirchenleitung: „Und sie ist und bleibt eine Kirche, die einen verheißungsvollen Auftrag hat. In Wort und Tat bringt sie den Menschen das Evangelium von Jesus Christus nahe. Eine schönere Aufgabe gibt es nicht.“ Aber die Evangelische Kirche im Rheinland bleibe inhaltlich herausgefordert, machte Rekowski deutlich: „Wie gelingt es uns als Christenmenschen, unter sich wandelnden gesellschaftlichen Bedingungen so zu leben und zu arbeiten, dass erkennbar, sichtbar und verständlich wird, wofür wir als Kirche einstehen. Nämlich Menschen zu helfen, dass sie dankbar im Glauben leben und getröstet sterben können sowie in der Nachfolge Jesu Christi und in der Hoffnung auf das kommende Reich Gottes für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Das sind die Inhalte, für die wir als Kirche einstehen.“

Anlass für diese außerordentliche Landessynode ist die Neubewertung der vorliegenden Finanzzahlen. Nach Einschätzung der Kirchenleitung sind danach weiter als bisher kalkuliert gehende Einsparungen auf landeskirchlicher Ebene in noch kürzerer Zeit nötig. Es ist geplant, dass auf landeskirchlicher Ebene – also im Haushalt der Landeskirche – bis zum Jahr 2018 insgesamt 35 Prozent eingespart werden müssen. Konkret bedeutet dies für den Haushalt der Landeskirche, der weitgehend durch eine Umlage der 739 Gemeinden finanziert wird, dass rund 20 Millionen Euro strukturell gekürzt werden müssen. Bislang gingen die Planungen von etwa 8 Millionen Euro bis zum Jahr 2023 aus.

Zum Nachlesen: http://www.ekir.de/www/downloads/20131123aoLSBerichtderKL.pdf

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 23.11.2013


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