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Bonner Institut Bibor veranstaltet Tagung über Berufsgerechtigkeit

Chancengleichheit bedeutet: Jugendliche finden eine ihnen angemessene Arbeit

Pressemitteilung Nr. 134/2014

Bildung gilt als Schlüssel für ein erfolgreiches Berufsleben. Aber was machen die Jugendlichen, die keinen Abschluss schaffen, deren Ausbildung zu Facharbeiterinnen und Facharbeiter häufig an einer fehlenden kognitiven Begabung scheitert? Ohne eine qualifizierte Ausbildung haben sie es schwer auf dem Arbeitsplatz. Ihre Chancen stehen auch schlecht, weil in den vergangenen Jahrzehnten viele Arbeitsplätze wegrationalisiert oder in so genannte Billiglohnländer ausgelagert wurden.

Das Bonner evangelische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (Bibor) greift mit einer Veranstaltung am Donnerstag, 4. September, 14 bis 17.30 Uhr im Senatssaal der Universität Bonn, das Verhältnis von Bildung und Chance auf einen Arbeitsplatz auf und fragt nach Perspektiven für mehr Gerechtigkeit in der Berufsbildung. „Berufsgerechtigkeit – eine unverzichtbare Gerechtigkeitsdimension“ lautet der Titel.

Auf der Tagesordnung des Fachgesprächs stehen neben Impulsvorträgen von Dr. Joachim G. Ulrich vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) über die Situation arbeitsloser Jugendlicher und Präses Manfred Rekowski über die kirchliche Verantwortung für die Verlierer der Marktgesellschaft auch Kurzstatements zum Thema „Wenn Bildung allein nicht in den Beruf führt ...“, unter anderen von Dr. Axel Fuhrmann, Handwerkskammer Düsseldorf, und Dr. Luitwin Mallmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metallindustrie NRW. Es schließt sich ein Gespräch mit Abgeordneten des nordrhein-westfälischen Landtags an, unter ihnen Dr. Beate Scheffler, Ministerialdirigentin im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Diskussion um Bildungsgerechtigkeit könne umfassend nicht ohne den Aspekt einer Berufsgerechtigkeit geführt werden, sagt Prof. Dr. Andreas Obermann, stellvertretender Direktor des Bibor. Chancengleichheit in Bildungskarrieren sei erst erreicht, wenn alle Kinder und Jugendlichen auch einen ihnen angemessenen und ihren Gaben entsprechenden Ort beruflichen Wirkens in der Gesellschaft finden.

Das Bonner evangelische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (Bibor) ist ein Forschungsinstitut der Bonner Evangelisch-Theologischen Fakultät. Es wurde im Jahr 2010 gegründet.

Das Institut im Internet: www.bibor.uni-bonn.de

 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 02.09.2014


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