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Montags und mittwochs von 20 bis 22 Uhr online erreichbar

Chatseelsorge.de wird zehn Jahre alt: 400 Ratsuchende pro Monat

Pressemitteilung Nr. 163/2013

Die Chatseelsorge der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Evangelischen Kirche im Rheinland feiert heute ihr zehnjähriges Bestehen. Seit November 2003 sind evangelische Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone montags und mittwochs von 20 bis 22 Uhr unter www.chatseelsorge.de für Ratsuchende erreichbar.

In der Online-Seelsorge können Ratsuchende ohne großen Aufwand mit Pfarrerinnen und Pfarrern Kontakt aufnehmen und selbst entscheiden, wieweit sie sich im seelsorglichen Gespräch öffnen. In bestimmten Lebenslagen ist es einfacher, im Chat sich ein Problem von der Seele zu tippen als dies in einem persönlichen Gespräch auszusprechen. Daher ergänzt Online-Seelsorge die Beratungs- und Seelsorgeangebote vor Ort.

Monatlich besuchen rund 400 Menschen den Chat und suchen seelsorgerlichen Rat. Die vertrauliche und anonyme Beratung steht allen zur Verfügung – unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. Im offenen Chat werden Diskussionen zu allen Themen geführt, die die User mitbringen. Die Ratsuchenden können außerdem im vertraulichen Einzelchat mit einem Seelsorger oder einer Seelsorgerin sprechen.

Vor zehn Jahren Pionierarbeit geleistet

Arend de Vries, Geistlicher Vizepräsident des Landeskirchenamtes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, sagt: „Die Entwicklung der Chatseelsorge vor zehn Jahren war Pionierarbeit. Es ist damals gelungen, in diesem sich schnell entwickelnden Medium Internet einen Kanal zu schaffen für einen Grundauftrag unserer Kirche: Menschen zum Gespräch einzuladen über das, was sie in ihrem Leben unbedingt angeht. Dafür ist denen zu danken, die die Arbeit der Chatseelsorge entwickelt und bis heute weiter getragen haben. Dass es in Kooperation zwischen der hannoverschen und der rheinischen Landeskirche geschah, ist ein schönes Beispiel der Vernetzung. Diese spezifische Seelsorge kann das persönliche Gespräch nicht ersetzen. Vielmehr will sie Menschen ermutigen, ihr Anliegen in einem geschützten Raum zur Sprache zu bringen. Das kann auch Brücken in die Gemeindeseelsorge bauen.“

Sozialer Netzwerke werden immer stärker in Deutschland genutzt, jedoch ist in ihnen keine vertrauliche seelsorgliche Kommunikation möglich, daher stellen Soziale Netzwerke eine große Herausforderung für die Seelsorge dar. „Facebook kann für uns Anknüpfungspunkt, aber kein Seelsorge-Kanal sein. Aber statt nur zu sagen, was nicht geht, bin ich froh, dass wir als evangelische Kirche auch im Netz ein konkretes Angebot machen können. Datenschutzrechtlich unbedenklich und technisch geschützt bieten wir Seelsorge auf Chatseelsorge.de an,“ würdigt

Dr. Johannes Weusmann, Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, die Arbeit der Chatseelsorgerinnen und Seelsorger, „die Entwicklung des Internet in den letzten zehn Jahren hat gezeigt: Wir brauchen Chatseelsorge nötiger denn je.“

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 25.11.2013


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