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Projektgruppe Globalisierung hat seinen Abschlussbericht vorgelegt

Für Gottes Ökonomie des Lebens streiten und nicht dem Mammon dienen

Pressemitteilung Nr. 32/2014

Die Landessynode hat am Dienstagmorgen den Abschlussbericht der Projektgruppe Globalisierung zum Prozess „Wirtschaften für das Leben“ mit großer Mehrheit zur Kenntnis genommen. Der Prozess war 2008 gestartet worden, um die Folgen der Globalisierung zu untersuchen und Konsequenzen zu beschreiben, die sich daraus für die Kirche ergeben. Nachfolgende Landessynoden hatten in der Folge zahlreiche Beschlüsse gefasst, etwa zum ethischen Investment, zur kirchlichen Tariftreueregelung, zum Handel mit Natursteinen aus Kinderarbeit oder zum Umweltmanagement „Grüner Hahn“.

Nach dem Willen der Landessynode werden Fragen eines gerechten Wirtschaftens die rheinische Kirche auch weiterhin beschäftigen. So hat sie die Kirchenleitung beauftragt, das Themenjahr 2016 „Ökumene und eine Welt“ in der Reformationsdekade unter dem Stichwort der „Großen Transformation“ in den Blick zu nehmen. Dabei geht es um eine grundlegende Veränderung hin zu einer klimaverträglichen Gesellschaft.

Die Landessynode verabschiedete außerdem mit großer Mehrheit ein in Zeiten der Globalisierung als Selbstvergewisserung verstandenes Zeugnis, das den christlichen Glauben im „Angesicht ungerechter Strukturen, die der Transformation bedürfen“, formuliert. „Auf dem Weg zu einem Leben in Fülle“ ist der Titel der Erklärung. „Ihr Ziel ist die gegenseitige Stärkung und Vergewisserung unserer gemeinsamen Hoffnung auf ein Leben in Fülle“, heißt es in dem Text, der für eine verwandelnde Spiritualität eintritt. So bekennt die Landessynode, dass die Kraft des Heiligen Geistes dazu befreie, „für Gottes Ökonomie des Lebens zu streiten und nicht dem Mammon zu dienen“.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 21.01.2014


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