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Präses Rekowski predigt bei ökumenischer Taufgedächtnis-Feier in Aachen

Glaube in Bewegung – auch unterwegs mit Furcht oder Zweifel

Pressemitteilung Nr. 104/2014

An der evangelischen Station einer ökumenischen Feier in Aachen predigt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rekowski am Abend des 22. Juni 2014: Im Rahmen der Heiligtumsfahrt feiern Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen am Sonntag, 22. Juni, ab 18 Uhr das Taufgedächtnis mit einer Prozession. Sie ziehen vom Aachener Dom zunächst zur evangelischen Annakirche an der Annastraße in der Innenstadt, dann weiter zur griechisch-orthodoxen Kirche St. Michael/Hagios Dimitrios, dann wieder zurück zum Dom. Es nehmen teil: Kurt Kardinal Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bischof Evmenios von Lefka und Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff.

In der Annakirche predigt Manfred Rekowski über den Weg der nachösterlichen Pilger, wie er im Matthäusevangelium (Kapitel 28) angedeutet wird: Maria von Magdala und die Frauen machen sich vom leeren Grab auf zu den Jüngern. Die Jünger wiederum gehen auf Geheiß Jesu nach Galiläa. „Glaube in Bewegung“ sei das Motto der Heiligtumsfahrt, sagt der Präses, und verweist auf die verschiedenen Motivationen und Gefühlslagen der biblischen Pilger zwischen Freude und Furcht, Anbetung und Zweifel.

„Ich persönlich finde es sehr ermutigend“, sagt Rekowski, „dass Papst Franziskus in den Mittelpunkt seines Apostolischen Schreibens die Freude des Evangeliums stellt.“ Auch die Tauferinnerung sei eine Bewegung, ein Unterwegs-Sein zu Christus.

In der Ökumene sei seiner Meinung nach eine „Ökumene der Umkehr“ vonnöten. Sie bedeute aber nicht, bei der jeweils andern Kirche den Korrekturbedarf festzustellen, mahnte Präses Rekowski: „Es geht darum, dass wir selbst – der einzelne Christ/die einzelne Christin und ihre/seine Kirche – bereit werden zur Umkehr. Und das, liebe Schwestern und Brüder, geschieht dann, wenn wir auf die Worte Christi hören mit offenen Ohren und offenen Herzen.“

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 20.06.2014


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