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Rheinland-pfälzischer Justizminister sprach vor der rheinischen Landessynode

Gerhard Robbers: „Satire ist nicht Gotteslästerung, Mord ist Gotteslästerung“

Pressemitteilung Nr. 11/2015

Der rheinland-pfälzische Justizminister Prof. Dr. Gerhard Robbers hat die Synode der rheinischen Kirche dazu aufgerufen, bei der Aufnahme von Flüchtlingen intensiv zusammenzuarbeiten. Die zahlreichen Menschen, die in Deutschland und Rheinland-Pfalz Zuflucht suchten, „kommen aus Verzweiflung“, sagte Robbers in seinem Grußwort an die Landessynode, die bis zum Freitag in Bad Neuenahr tagt. Man müsse diesen verstörten und traumatisierten Menschen die Hand reichen. „Das ist unsere menschliche und das ist unsere christliche Aufgabe“, unterstrich Robbers. Kirche und Staat gemeinsam müssten ihnen Halt bieten und Perspektiven aufzeigen. Allein das Land Rheinland-Pfalz werde in 2015 noch einmal 15.000 Asylbewerber aufnehmen müssen. Die Kirchen seien bei dieser Aufgabe „verlässliche Partner“, sagte Robbers.

Robbers erinnerte auch an die Opfer der Terroranschläge von Paris. Es gelte zu verhindern, dass diese Taten missbraucht würden, um Stimmung zu machen gegen Flüchtlinge und Andersdenkende. Morde seien mit Religion nicht zu rechtfertigen. „Satire ist nicht Gotteslästerung, Mord ist Gotteslästerung“, sagte Robbers.

Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 appellierte Minister Robbers an die Synode, dort die gemeinsamen Aufgaben in den Mittelpunkt zu stellen. Reformation präge Kirche, Staat und Gesellschaft. „Es schärft das evangelische Profil, wenn dies alles in ökumenischer Gemeinsamkeit geschieht, in Solidarität mit den muslimischen Schwestern und Brüdern, den jüdischen und allen anderen Religionen und auch mit denen, die der Religion fernstehen.“

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Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 12.01.2015


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