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Mitglieder der Kirchenleitung bei der Plenarsitzung am ersten Synodenabend.

Mitglieder der Kirchenleitung bei der Plenarsitzung am ersten Synodenabend.

Kirchenleitung

Islamistischen Terror in Frankreich und Nigeria verurteilt

Die Kirchenleitung der rheinischen Kirche verurteilt die Mordanschläge islamistischer Terroristen in Frankreich und in Nigeria durch die Terrorgruppe Boko Haram. "Keine Religion darf missbraucht werden, um Gewalt zu rechtfertigen", heißt es in der Erklärung.

"Wir trauern um die Ermordeten, unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen", so die Erklärung weiter, die sich auf den Mordanschlag auf die Redaktion des Magazins „Charlie Hebdo“, den Mord an einer Polizistin und einem Polizisten und den Geiseln in einem jüdischen Supermarkt in Paris und die Ermordung von bis zu 2000 Menschen in der nigerianischen Stadt Baga und ihrem Umland durch die Terrorgruppe Boko Haram. "Wir klagen Gott die Opfer."

Die Attentäter beriefen sich bei ihren Verbrechen auf den Islam. "Aber klar ist: Sie handeln nicht im
Namen des Islam. Wir danken den muslimischen Verbänden in Deutschland, dass sie umgehend
und unmissverständlich deutlich gemacht haben, dass es auch aus ihrer Sicht in keiner Religion
und keiner Weltanschauung auch nur einen Bruchteil einer Rechtfertigung für solche Taten gebe
und dass der muslimische Glaube verraten werde und muslimische Prinzipien durch die
menschenverachtenden Bluttaten in den Schmutz gezogen würden."

Glaube halte Satire aus, heißt es außerdem in der Erklärung der Kirchenleitung, die zum Dialog aufruft. Die Landessynode 2015 hat die Erklärung aufgenommen und beschlossen, an ein eigenes "Wort der Synode" zu erarbeiten.

ekir.de / neu, Foto mk / 11.01.2015


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