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Präses Rekowski predigt zum Abschluss des Kirchentags in Wuppertal

„Kirche muss sich wieder stärker auf den Weg zu den Menschen machen“

Pressemitteilung Nr. 112/2013

Kirche müsse sich wieder verstärkt auf den Weg zu den Menschen hin machen. Zu lange sei man an vielen Stellen nach dem Motto verfahren: „Wer etwas will, kann kommen und wer nicht merkt, wie gut wir sind, ist selber schuld“, sagte Präses Manfred Rekowski am Sonntagnachmittag (30. Juni, vgl. Sperrfrist!) in Wuppertal. Zum Abschluss des „Kirchentags im Westen Wuppertals“ erinnerte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland daran, dass es der Kirche darum gehen müsse, den Auftrag Jesu zu erfüllen, sich zu den Menschen in ihrem Alltag aufzumachen: „Zu lange haben wir in den letzten Jahrzehnten auf die Präsenz der Kirche in Gebäuden und Institutionen gesetzt“, so Rekowski in seiner Predigt über einen Abschnitt aus dem Lukas-Evangelium.

„Wir müssen lernen, eine Kirche zu sein, die ihren Auftrag unabhängig von ihrer Größe und ihrer Finanzkraft situationsgerecht und kontextgemäß erfüllen kann“, warb der rheinische Präses um Vertrauen in die Zukunft: „Wir kennen natürlich die Entwicklung in der Bevölkerung: weniger Kinder, älter werdende Erwachsene. Und wir müssen davon ausgehen, dass die jahrzehntelange Stabilität auf der Einnahmeseite nicht erhalten bleibt.“ Kirche lebe von der Verheißung Gottes, dass er selbst mit ihr auf dem Weg zu den Menschen sei. Er sei es, der Menschen in die Arbeit der Gemeinde schicke. Deswegen könnten sich die Christinnen und Christen in Wuppertal und anderswo vom Motto des „Kirchentags im Westen Wuppertals“ ermutigen lassen: „Nur Mut, denn ich, der Herr, dein Gott, bin mit dir.“

Und nicht nur mit Blick auf den Auftrag gelte es, sich immer wieder auf Gott zu besinnen. Bei allen Sorgen, die die Gemeinden beschäftigten, sei wichtig: „Die erste Adresse für alle Pläne, wie wir Menschen in unsere Kirchengemeinden locken und gewinnen können, ist Gott selbst. Der Anfang aller Planungen in dieser Richtung ist das Gebet“, sagte Präses Manfred Rekowski.

Düsseldorf/Wuppertal / EKiR-Pressestelle / 29.06.2013


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