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Dr. Johann Weusmann zum rheinischen Oberkirchenrat gewählt

Der 48-Jährige ist bislang leitender Jurist der Reformierten Kirche

Pressemitteilung Nr. 23/2013

Dr. Johann Weusmann wird hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Landessynode wählte den Juristen am Nachmittag zum Oberkirchenrat und Leiter der Abteilung V (Politik und Recht) im Landeskirchenamt. Weusmann erhielt im 1. Wahlgang 196 Stimmen. Auf seine Gegenkandidatin Landeskirchenrätin Antje Hieronimus (45) entfielen 13 Stimmen. Der ebenfalls nominierte Dr. Thorsten Seeber (40) hatte seine Kandidatur zurückgezogen. Weusmann tritt am 3. März die Nachfolge von Abteilungsleiter Christian Drägert an, der in den Ruhestand geht. Die laufende Wahlperiode dauert bis 2017.

Weusmann (48) ist seit 2005 Vizepräsident (leitender Jurist) der Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer. Für die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen ist er als Generalschatzmeister tätig. Weusmann, der in Hannover lebt, ist Mitglied der Arbeitsrechtlichen Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Bis 2012 war er Mitglied der Härtefallkommission des Landes Niedersachsen. Der Jurist ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Stichwort Kirchenleitung

Da die Landessynode, das oberste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland, nur einmal im Jahr zusammentritt, wird die rheinische Kirche in der Zwischenzeit durch das 16-köpfige Präsidium der Synode geleitet. In dieser Funktion heißt das Präsidium Kirchenleitung. Der Kirchenleitung sitzt die oder der Präses vor. Ihr bzw. ihm stehen Vizepräses (theol.) und Vizepräsident/Vizepräsidentin (jur.) zur Seite. Präses, Vizepräses und Vizepräsident gehören gleichzeitig zu den sieben hauptamtlichen Kirchenleitungsmitgliedern; bis auf die/den Präses stehen diese jeweils einer der sechs Abteilungen des Landeskirchenamts vor. Unter den neun nebenamtlichen Mitgliedern der Kirchenleitung sind drei Plätze für ordinierte Theologinnen und Theologen reserviert. Die übrigen sechs Sitze sind Nichttheologinnen und Nichttheologen vorbehalten. Mit knapp 2,8 Millionen Mitgliedern ist die rheinische Kirche die zweitgrößte der EKD-Gliedkirchen.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 11.01.2013


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