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Predigt in sanierter Kirche in Mettmann / „Architektonische Denkanstöße“

Präses Rekowski: „Der Glaube fügt Himmel und Erde zusammen“

Pressemitteilung Nr. 57/2013

„Kirchen sind städtebauliche Denkmäler. Sie sind architektonische Denkanstöße. Sie erinnern daran, dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt.“ Das hat Manfred Rekowski, neuer Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, an diesem Sonntag (10. März, vgl. Sperrfrist!) unterstrichen. Der Präses predigte aus Anlass der Wiederindienstnahme der historischen Evangelischen Kirche an der Freiheitstraße in Mettmann. Die Gemeinde hatte die aus dem Jahr 1774 stammende Kirche im bergischen Barock über 15 Monate saniert und für eine flexible Nutzung umgestaltet. Gleichzeitig wurde das nebenan errichtete neue Gemeindehaus offiziell eröffnet.

„Sie haben Ihre Kirche renoviert. Sie haben ein neues Gemeindehaus gebaut und ein altes aufgegeben. Was tut eine Kirchengemeinde eigentlich, wenn sie eine Kirche renoviert und ein neues Gemeindehaus baut? Ist das lediglich eine immobilientechnische Flurbereinigung mit (hoffentlich) positiven Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt? Vermutlich auch. Solche Maßnahmen muss man ergreifen, wenn sich die Rahmenbedingungen u.a. ändern“, so Präses Rekowski. „Aber ist damit schon alles erfasst, alles gesagt? Ich denke, es geht um mehr: In erster Linie geht es darum, dass Ihre Gemeinde mit einer solchen Baumaßnahme versucht, die Einladung zum Glauben zu verstärken. Denn eine Kirche und ein gastfreundliches Gemeindehaus werden – so möchte ich es ausdrücken – noch mehr zu einer städtebaulich sichtbaren Einladung zum Glauben.“

Beim Glauben gehe es um mehr als Kirchenmitgliedschaft, als Wissen oder religiöse Kenntnisse, sagte Rekowski: „Im Bild des Brotes gesprochen, könnte man sagen: Es geht um Aneignung. Es geht um das ,Einverleiben’ wie es beim Essen geschieht. Denn beim Glauben kann ich nicht unbeteiligt bleiben: Beziehung ist erwünscht. Glaube heißt, dass ich so lebe, wie ich vom Brot lebe. Tag um Tag in einem angefochtenen Glauben. Schritt für Schritt in der Nachfolge – oft tastend und nach Orientierung an Jesu Angeboten und Geboten suchend. Glaube ist die Klammer, die beides zusammenfügt: Himmel und Erde, Gott und Mensch.“

Hinweis an die Redaktionen: Anhängend erhalten Sie das Predigtmanuskript von Präses Rekowski. Bitte beachten Sie Sperrfrist und Wortlautvorbehalt!

Düsseldorf/Mettmann / EKiR-Pressestelle / 08.03.2013


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