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Pfarrer Dr. Jean-Gottfried Mutombo zur 2. These der Barmer Erklärung

Andacht: Kirche lässt eine Wirtschaft, die ausbeutet, nicht zur Ruhe kommen

Pressemitteilung Nr. 30/2014

Die Bedeutung der Barmer Theologischen Erklärung für die weltweite Ökumene hat Pfarrer Dr. Jean-Gottfried Mutombo in seiner Andacht über deren 2. These am Dienstagmorgen beleuchtet. Die These bekennt Jesus Christus als „frohe Befreiung aus den gottlosen Bindungen der Welt zu freiem, dankbarem Dienst an seinen Geschöpfen“.

Sinkende Finanzmittel oder sinkende Mitgliedszahlen müssten dabei nicht als Zeichen der Schwäche verstanden werden, so Mutombo, der Pfarrer des Amts für missionarische Dienste der westfälischen Kirche ist. „Obwohl der Mangel an Geld eine der großen Herausforderungen zu sein scheint, könnte Gott neue Wege öffnen, damit die durch das Geld mächtige Kirche zu einer starken Kirche wird, die ihre Stärke in der Kraft Christi durch den Heiligen Geist findet“, sagte er mit Blick auf die Diskussion um Aufgabenkritik und Haushaltskonsolidierung in der rheinischen Kirche.

Die gottlosen Bindungen dieser Welt, das ist für Mutombo beispielsweise eine „Wirtschaft, die sich nicht in den Dienst des Lebens stellt, sondern die Schwachen ausbeutet und misshandelt, deren Unternehmen durch die Zusammenarbeit und Unterstützung lokaler Diktatoren profitieren und die ausgebeuteten Krisenregionen nicht zur Ruhe kommen lassen.“

„Kein Bereich des Universums steht außerhalb der Souveränität Gottes“, sagte Mutombo. Für eine weltweit agierende Kirche bedeute das, dass sie „in ihren ökumenischen Beziehungen sensibel sein muss, kritisch mit Erscheinungsformen der Diktatur, des Todes, der Dunkelheit, der Menschenrechtsverletzungen, des Menschenhandels“. Das Bewusstsein, für die Schwachen da zu sein, führe auf den Weg zu einem gemeinsamen Engagement in der Ökumene. Eine Kirche, die ihr Vertrauen ganz auf Gott setze, sei zur Solidarität berufen.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 21.01.2014


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