Rheinische Landeskirche trauert um Nelson Mandela

Mandelas Lebenswerk zeigt: Veränderung ist friedlich und gewaltfrei möglich

Pressemitteilung Nr. 176/2013

Die Evangelische Kirche im Rheinland trauert um den früheren Präsidenten von Südafrika, den Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. Mit Mandelas Lebenswerk verbinde sich die Erfahrung, dass grundlegende Veränderungen politischer Verhältnisse, die in Südafrika über viele Jahrzehnte von Unrecht, Apartheid und Menschenrechtsverletzungen geprägt waren, friedlich und gewaltfrei möglich seien, sagte in Düsseldorf der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rekowski. „Für viele Menschen sind die Bilder von der Freilassung Nelson Mandelas und von seiner Amtseinführung als Präsident ähnlich bewegend wie die Erinnerungen an den Fall der Berliner Mauer.“ Beeindruckend und beispielgebend sei sein Bemühen um Versöhnung gewesen, das Fragen von Verantwortung und Schuld nicht ausgeklammert habe. „In Mandelas Wirken spiegelt sich wider, was nach der 5. These der Barmer Theologischen Erklärung Aufgabe aller Christinnen und Christen ist“, sagte der Präses: „Wir haben an Gottes Reich, an Gottes Gebot und Gerechtigkeit und damit an die Verantwortung der Regierenden und Regierten zu erinnern.“

Mandelas Rolle als Vorbild betonte auch Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Ökumene-Abteilung im Landeskirchenamt, in deren Arbeitszimmer noch ein alter Anstecker hängt mit dem Foto des jungen Mandela und der Aufschrift „Freiheit für Mandela“. Barbara Rudolph: „Durch den Einsatz für Gerechtigkeit inner- und außerhalb Südafrikas ist Mandela Staatspräsident geworden. Eine Aufforderung auch für heute, sich gegen scheinbar unüberwindliche Ungerechtigkeit einzusetzen.“

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 06.12.2013