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Präses erinnert an Peter Beier: Morgen wäre er 80 Jahre alt geworden

Sprachgewaltiger Prediger, der klare Kante gezeigt hat

Pressemitteilung Nr. 189/2014

Als sprachgewaltigen Prediger und Mann der klaren Kante hat Präses Manfred Rekowski den 1996 verstorbenen rheinischen Präses Peter Beier gewürdigt. Morgen (5. Dezember) wäre Beier 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland heute in Düsseldorf:

„Peter Beier war ein Theologe, den die soziale Frage tief bewegte. Das wurde schon während seines Theologiestudiums deutlich. So findet sich in den Akten des Landeskirchenamts aus dieser Zeit der Vermerk: ,Kein üblicher braver Mann, sondern in starker Auseinandersetzung mit den sozialen Fragen.’ Und in diesen Fragen hat er aus seinem Glauben heraus Position bezogen und klare Kante gezeigt. Auch als sprachgewaltiger Prediger ist Peter Beier ein Vorbild. Mit seiner Interpretation der Kreuzestheologie, dem Fundament unseres Glaubens, hat er die Kirche immer wieder zur Sache gerufen.

Mit Präses Peter Beier verbindet sich aber auch die große Leidenschaft für den christlich-jüdischen Dialog. Seit 1969 war Peter Beier Mitglied der rheinischen Landessynode, die 1980 mit dem Synodalbeschluss ,Zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden’ einen theologischen Neuanfang wagte und ein erneuertes Verhältnis von Judentum und Christentum begründete. Dieser wegweisende Beschluss hat auch Peter Beiers Handeln geprägt. Es war dann auch im Herbst 1996, wenige Wochen vor seinem Tod, seine Initiative, der Jüdischen Kultusgemeinde in Wuppertal ein Teil des Kirchengrundstücks der Gemarker Kirche für den Bau einer Synagoge zu überlassen. So konnten an dem Ort, wo 1934 die Barmer Theologische Erklärung verfasst wurde, eine lebendige Nachbarschaft zwischen der Evangelischen Kirche und der Jüdischen Kultusgemeinde sowie ein Lernort für christlich-jüdische Begegnungen entstehen.

Anlässlich seines Geburtstags erinnert sich die Evangelische Kirche im Rheinland dankbar an ihren einstigen Präses und an dessen Wirken, das viele Spuren nicht nur in der Kirche hinterlassen hat.“

Peter Beier, der im Februar 1989 in sein Amt als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland eingeführt worden war, starb am 10. November 1996 an den Folgen eines Herzinfarktes in Düsseldorf.

Hinweis: Ein Foto von Präses Peter Beier (1934-1996) finden Sie zu Ihrer Verwendung hier (Abdruck bei Fotohinweis „Landeskirchenarchiv“ frei): www.ekir.de/url/mCS

 

EKiR-Pressestelle / EKiR-Pressestelle / 04.12.2014


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