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Konfessionell Verbindendes: Gemeinsame Hoffnung aus Gottes Wort

Präses predigt heute zum Weihejubiläum der Basilika in Kevelaer

Pressemitteilung Nr.154/2014

Zum 150-jährigen Weihejubiläum der Basilika predigte heute Abend (vgl. Sperrfrist!) Präses Manfred Rekowski in Kevelaer: „Dabei gehören Wallfahrt und Marienverehrung ökumenisch nicht gerade zu den konfessionell verbindenden Elementen des Christentums“, so der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland gleich zu Beginn seiner Predigt in der Vesper am Ökumenischen Festtag des Jubiläums. Aber er freue sich, dass Pfarrgemeinde und Wallfahrtsleitung die Freude über das Jubiläum der Basilika ökumenisch teilen: „Und so freue ich mich, mich gemeinsam mit Ihnen durch Worte aus der Heiligen Schrift leiten und inspirieren zu lassen. Es sind Worte, die wir uns selber nicht sagen können. Oder wie es ein modernes Kirchenlied ausdrückt: ,Wort, das lebt und spricht, wenn die Wörter schweigen, Wort, das wächst und blüht, wenn die Sprüche welken: Komm durchs Buch der Bücher, das in allen Sprachen Hoffnung in die Welt bringt.’ Dieses Wort verbindet uns konfessionsübergreifend. Und ich füge hinzu: Das Wort allein sorgt für ökumenische Bewegung.“

Im Beisein des Bischofs von Münster, Felix Genn, legte der rheinische Präses eine Hoffnungsgeschichte aus dem Buch des Propheten Hesekiel aus (Hesekiel 47, 1.2.8.9.12) und ordnete das Jubiläum der Basilika entsprechend ein: „Ich wünsche Ihnen, dass diese Kirche Hoffnungszeichen für Christen aus aller Welt bleibt. Als Christinnen und Christen wissen wir, dass Jesus mit den Hoffnungsbildern der hebräischen Bibel gelebt hat. Er hat sie gekannt, er hat auf sie gesetzt und ihnen vertraut. Er hat mit ihnen gelebt. Er hat das Leben geliebt und das Lebendige gefördert für jeden Einzelnen und für das Zusammenleben der Menschen. Dabei hat er den Tod gefunden und doch ist das Leben stärker als der Tod. Diese Hoffnung hat uns – die Völkerwelt – erreicht, berührt und bewegt. Wir sind Christinnen und Christen. Unsere Mütter und Väter im Glauben haben sich anstiften und taufen lassen“, sagte Präses Rekowski. Die Kirchengeschichte sei nicht deckungsgleich mit dem Hoffnungsbild des Hesekiels: „Von unseren Kirchen ist nicht nur Leben schaffendes Wasser ausgegangen. Das müssen wir sicher konfessionsübergreifend bekennen. Mit Hesekiel hoffen wir, dass von unseren Kirchen auch weiterhin vor allem anderen Glaube, Liebe und Hoffnung ausgehen werden. Und dass wir immer mehr entdecken: Wir leben gemeinsam in Gottes Garten und wir finden ganz sicher einmal gemeinsam Platz an seinem Tisch.“

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 20.10.2014


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