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Präses Rekowski würdigt seinen Amtsvorgänger zu dessen 20. Todestag

„Peter Beier war ein wortgewaltiger und leidenschaftlicher Theologe“

Pressemitteilung Nr. 155/2016 

Düsseldorf. Aus Anlass des 20. Todestages hat Präses Manfred Rekowski seinen Amtsvorgänger Peter Beier gewürdigt. Der damalige Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland war am 10. November 1996 kurz vor Vollendung seines 62. Lebensjahres plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Herzinfarkts verstorben. „Peter Beier war ein wortgewaltiger und leidenschaftlicher Theologe, der anknüpfend an reformatorische Grundeinsichten konsequent den gekreuzigten Christus in den Mittelpunkt seines Denkens, Redens und Tuns gestellt hat“, sagt Rekowski und zitiert Beier: „Über den Völkern und für die Völker richtet Gott das Kreuz auf, an das er selbst geht, an das er seine Liebe heftet – das Zeichen des Bundes, der ausnahmslos allen Menschen gilt.“

Die rheinische Kirche sei für den Menschen Peter Beier und seinen Dienst dankbar, so Rekowski. Beier sei bis heute vielen Menschen weit über die Landeskirche hinaus als kluger und mutiger Theologe, als unerschrockener und streitbarer rheinischer Pfarrer und als profilierter Prediger in Erinnerung: „Die Evangelische Kirche im Rheinland verdankt Peter Beier wichtige theologische Impulse und präzise Platzanweisungen für eine Kirche, die in politischen und gesellschaftlichen Umbruchsituationen Position zu beziehen hat.“ Beiers Amtszeit von 1989 bis 1996 sei in eine Zeit gefallen, in der sich durch den Fall des Eisernen Vorhangs die geopolitische Situation in Europa schlagartig grundlegend veränderte. „Schon frühzeitig erkannte Peter Beier die sich daraus ergebenden europäischen Herausforderungen. Sein besonderes Augenmerk galt der Zusammenarbeit und Kooperation der protestantischen Kirchen in Europa. Angesichts der gegenwärtig vielerorts zu beobachtenden krisenhaften Situation in Europa wirkt seine Forderung nach einer protestantischen Sozialcharta mehr als zwei Jahrzehnte später ausgesprochen aktuell“, so Präses Rekowski. Wie hoch aktuell der Standpunkt Beiers ist, zeigt ein Zitat von ihm aus der damaligen Zeit : „Wir haben darauf zu bestehen – aus evangelischen Gründen –, dass Europa sich nicht isoliert, zu einer schwimmenden Festung erklärt, die mit allen Mitteln der Mangelgesellschaft im Osten und der Überflußgesellschaft im Westen Privilegien verteidigt, die der sozialen und politischen Entwicklung einer Weltgesellschaft im Wege stehen.“

Die Kirchenleitung erinnert u. a. am morgigen Todestag (10. November) in einer Andacht während ihrer monatlichen Sitzung an den leidenschaftlichen Theologen, der vor seiner Wahl zum rheinischen Präses Superintendent des Kirchenkreises Jülich war.

Ein Foto von Peter Beier finden Sie zu Ihrer Verwendung hier. Fotohinweis: Archiv EKiR

Dokumente

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 09.11.2016


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