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Gemeinsames Positionspapier verweist auf biblischen Auftrag

Evangelische Kirchen und Diakonie in Rheinland-Pfalz: Ja, wir sind ein Zufluchtsland

Pressemitteilung Nr. 201/2014

Die evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz und ihre Diakonie machen sich dafür stark, Rheinland-Pfalz als Zufluchtsland zu sehen: Im Wissen darum, „dass die Hilfe für Notleidende und Schutzsuchende biblischer Auftrag und damit auch ein Herzstück christlicher Glaubenspraxis ist, die uns besonders fordert,“ plädieren sie für eine Grundhaltung, die bekennt: „Ja, wir sind ein Zufluchtsland.“

In einem gemeinsamen Positionspapier, das heute veröffentlicht wurde, erklären die Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche), die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Diakonie: „Ja, es ist richtig und gut, dass wir Zuflucht bieten für Menschen, die aus Not und Gefahr zu uns kommen. Das entspricht der Geschichte und dem freiheitlichen Grundverständnis von Rheinland-Pfalz. Wir nehmen die Herausforderung an, uns für die Aufnahme einer größeren Zahl von Schutzsuchenden bereit zu machen.“

Um eine größere Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen, brauche es das entschlossene Zusammenwirken aller Akteure in Staat, Kirchen und Verbänden, Wirtschaft, Initiativen und Vereinen. Rheinland-Pfalz und seine zivilgesellschaftlichen Kräfte verfügten über genügend Ressourcen und Ideen, um auch einer größeren Zahl von Neuankömmlingen einen guten Start und eine gelingende Integration zu ermöglichen. „Gleichwohl“, so heißt es in dem Positionspapier, „nehmen wir wahr, dass sich manche Menschen vor Fremdem und Fremden fürchten. Und wir kennen die Sorgen derer, die sich für eine gute Aufnahme von Menschen und ein gelingendes Miteinander mit großem Engagement einsetzen. Deswegen bieten wir als Kirchen auf allen Ebenen vielfältigen Raum, dass Menschen mit unterschiedlichen Sorgen und Befürchtungen ins Gespräch kommen und gemeinsam nach guten Wegen für das Zusammenleben aller in unserem Land suchen können.“

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 19.12.2014


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